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Nach Feuer-Drama im Zoo Krefeld: Schimpansen Bally und Limbo bekommen neues Gehege

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 Das undatierte Foto zeigt die beiden Schimpansen des Zoos in Krefeld, die das Feuer im Affenhaus Anfang 2020 leicht verletzt überlebt haben. Der eine sitzt im Vordergrund, der andere versteckt im Hintergrund.
Die Schimpansen Bally und Limbo sollen schon bald in ihr neues Gehege einziehen. © Zoo Krefeld/dpa

Nach dem Feuer im Affenhaus im Zoo Krefeld sollen die Schimpansen Bally und Limbo in ihr neues Außengehege ziehen. Weitere Gehege sollen folgen.

Update vom 25. Mai, 19:41 Uhr: Die Schimpansen Bally und Limbo, die den fatalen Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos überlebt haben, bekommen ein neues Außengehege. Ende Juli sollen die Bauarbeiten an dem rund 395.000 Euro teuren Bereich fertig sein, sagte Zoodirektor Wolfgang Dreßen am Mittwoch. Das 48 Jahre alte Schimpansen-Weibchen und das 29 Jahre alte Männchen hatten das verheerende Feuer in der Nacht auf Neujahr 2020 weitgehend unversehrt überlebt. Sie sind seitdem in einem abgetrennten Bereich untergebracht, der von Besuchern nicht eingesehen werden kann. Tierschützer kritisieren die Haltung.

Bei dem Außengehege alleine soll es nicht bleiben. Der Zoo möchte in den nächsten zehn Jahren schrittweise noch weitere Außen- und Innengehege für Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen bauen. Knapp 28 Millionen Euro werde das gesamte Gelände, dass der Zoo „ArtenschutzZentrum AffenPark“ nennt, voraussichtlich kosten.

„Wir bauen in Etappen und das hat viele Vorteile“, erklärte Dreßen. „Ansonsten wäre das hier eine riesige Baustelle, die uns fünf Jahre lang platt gelegt hätte.“ Durch mehrere Bauabschnitte könne sich der Zoo immer wieder um neue Investitionsmittel kümmern – etwa um Ausgleichszahlungen der Versicherungen, Eigenmittel oder Spenden. „Wir haben bis heute ungefähr 2,5 Millionen Euro an Spenden erhalten“, so Dreßen. „Man merkt einfach, dass die Herzen der Menschen sehr an den Affen hängen.“

Zoo Krefeld plant Affenpark – „Schöner, moderner und artgerechter als jemals zuvor“

Erstmeldung vom 3. November: Köln/Krefeld – Der Zoo Krefeld blickt nach vorn: Etwa zwei Jahre nach dem Brand im Affenhaus an Neujahr 2020 setzt der Zoo weiter auf die Haltung von Gorillas und Schimpansen. Der erste Abschnitt des Artenschutzzentrums Affenpark – die vergrößerte Gorilla-Außenanlage – könne 2022 fertiggestellt sein, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Bei dem Großbrand waren etwa 50 Tiere gestorben, darunter acht Menschenaffen. Künftig sollen die Affen mehr Fläche bekommen.

Zoo Krefeld
AdresseUerdinger Str. 377, 47800 Krefeld
Fläche14 Hektar
Anzahl Tiererund 1.000

Zoo Krefeld: Affenhaus soll moderner und artgerechter werden – die Pläne für den Affenpark

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) erinnerte an die „unglaubliche Welle der Solidarität“ nach der Brandnacht. „Zoo, Stadtverwaltung, Politik und Bürgerschaft waren sich schnell einig: Wir bauen ein neues Zuhause für die Affen – schöner, moderner und artgerechter als jemals zuvor“, erklärte er laut einer Mitteilung. Der Stadtrat muss noch zustimmen.

Der Affenpark im Zoo in Krefeld soll nun nach und nach entstehen:

Der Zoo-Geschäftführer Wolfgang Dreßen, der Oberbürgermeister der Stadt Krefeld Frank Meyer, und der Vorsitzende der Zoofreunde Krefeld Friedrich Berlemann im Zoo Krefeld.
Der Zoo-Geschäftführer Wolfgang Dreßen, der Oberbürgermeister der Stadt Krefeld Frank Meyer und der Vorsitzende der Zoofreunde Krefeld Friedrich Berlemann im Zoo Krefeld (v.l.). © Malte Krudewig/dpa

Zoo Krefeld plant neuen Affenpark: Wie viel kostet der neue Affenpark?

Die Kosten betragen 28 Millionen Euro. Die Stadt soll den Großteil übernehmen. Durch Versicherung, Eigenmittel und Spenden wollen Zoo und Zoofreunde Krefeld mehr als zehn Millionen Euro beisteuern. Der durch eine Himmelslaterne ausgelöste Brand hatte weithin Trauer und Bestürzung ausgelöst. Mehr als zwei Millionen Euro wurden gespendet.

Zoo Krefeld: Rund 50 Tiere starben in den Flammen im Affenhaus

In den Flammen des Affenhauses im Krefelder Zoo waren rund 50 Tiere gestorben, darunter acht Menschenaffen und fünf Orang-Utans. Die Gorillas, Orang-Utans und ein Schimpanse waren Publikumslieblinge. Sie hatten teils seit Jahrzehnten im Zoo gelebt. Monatelang bekundeten Tierfreunde ihre Trauer. Der Brand war beim Silvesterfeuerwerk durch eine auf dem Dach des Affenhauses gelandete Himmelslaterne ausgelöst worden. Verursacherinnen waren drei Frauen, die Strafbefehle wegen fahrlässiger Brandstiftung erhielten. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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