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Zwei Drohungen gegen Schulen in NRW sorgen für Polizeieinsätze

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Ein Polizist führt einen Spürhund an der Leine.
Wegen einer Bombendrohung gegen eine Schule in Engelskirchen wurde auch ein Sprengstoffspürhund eingesetzt (Symbolbild). © Thomas Banneyer/dpa

In NRW gab es diese Woche zwei Drohungen gegen Schulen. In einem Fall wurde sogar eine Bombendrohung abgesetzt. Beide Male konnte die Polizei Entwarnung geben.

Engelskirchen/Langerwehe – Am Montag und Dienstag wurden zwei Drohungen gegen Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Bei einer Schule ging sogar eine Bombendrohung ein, woraufhin das Gebäude geräumt werden musste. Doch in beiden Fällen war es laut Polizeiangaben nur ein „schlechter Scherz“. Die mutmaßlichen Täter konnten ermittelt werden.

Bombendrohung gegen Schule: 12-Jähriger soll sich schlechten Scherz erlaubt haben

Der erste Vorfall ereignete sich am Montagmittag in Engelskirchen (Oberbergischer Kreis). An einer Grundschule im Ortsteil Loope gab es gegen 13:30 Uhr einen Anruf. Eine männliche Stimme habe mit der Platzierung einer Bombe in der Schule gedroht, so ein Polizeisprecher.

Die Polizei rückte zum Großeinsatz aus. Die Schule, zu dem Zeitpunkt waren noch rund 80 Kinder auf dem Gelände, wurde geräumt. Eltern holten ihre Kinder ab. Danach durchsuchten Einsatzkräfte das Schulgelände mit einem Sprengstoffspürhund. Gegen 16:30 Uhr konnte die Polizei Entwarnung geben. Verdächtige Gegenstände wurden nicht gefunden.

Dafür konnte die Kriminalpolizei in der Zwischenzeit den Anrufer ermitteln. „Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben in der Zwischenzeit, dass sich ein 12-Jähriger einen schlechten Scherz erlaubt hatte. Er hatte über das Handy eines Mitschülers im Sekretariat angerufen und unter Angabe eines falschen Namens die Bombendrohung geäußert“, so der Polizeisprecher. Der Junge ist mit zwölf Jahren nicht strafmündig. Aber die Beamten hätten mit ihm und seinen Eltern ein „ausführliches Sensibilisierungsgespräch“ geführt, heißt es weiter.

Drohung gegen Schule in Langerwehe war ebenfalls ein „böser Scherz“

Eine Strafanzeige wird aber im zweiten Fall gestellt. Denn am Dienstagmorgen erhielt die Europaschule in Langerwehe (Kreis Düren) eine Drohung. Diese befand sich am Morgen auf dem Anrufbeantworter der Schule. Laut Polizeiangaben sollen Mitarbeitende der Schule die Nachricht abgehört und darauf eine kindliche Stimme vernommen haben, die Drohungen gegen die Schule aussprach.

Geräumt wurde die Schule aber nicht. „Die eingesetzten Beamten der Polizei Düren stuften die Drohungen nach ersten Ermittlungen als bösen Scherz ein und entschieden gemeinsam mit der Schulleitung, den Unterrichtsbetrieb weiter laufen zu lassen“, teilt die Polizei Düren mit. Die Polizei ermittelte eine 30 Jahre alte Frau aus Langerwehe, die verdächtigt wird, den Drohanruf getätigt zu haben. Ihr droht nun ein Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Schon im Januar hatte es eine Drohung gegen eine Schule in Krefeld gegeben. Damals wurde ein 16-Jähriger aus Baden-Württemberg als Verdächtiger ermittelt. Er soll nun sogar die Kosten für den damaligen Polizeieinsatz zahlen. (bs/ots) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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