1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Essen: Zwei Fliegerbomben erfolgreich entschärft

Erstellt:

Von: Johanna Werning

Eine entschärfte Fünf-Zentner-Bombe liegt auf einer Palette.
In Essen müssen zwei Weltkriegsbomben noch heute entschärft werden © Friso Gentsch/dpa

In Essen sind zwei Weltkriegsbomben gefunden worden. Sie wurden in der Nacht zum Mittwoch im Stadtteil Rüttenscheid erfolgreich entschärft.

Update, 11. August, 8:45 Uhr: Die beiden Fliegerbomben in Essen-Rüttenscheid wurden in der Nacht zum Mittwoch erfolgreich entschärft. Die Stadt hob die Sperrungen auf.

Bombe in Essen: Evakuierung noch heute – 9200 Menschen betroffen

Update, 23:29 Uhr: Mehrere Stunden sind vergangen seit dem Anwohnerinnen und Anwohner in Essen Rüttenscheid ihr Zuhause verlassen mussten. In der Rosastraße wurden zwei Bomben gefunden – beide müssen sofort entschärft werden. Die 9500 Betroffenen müssen evakuiert werden. Derzeit werden 650 Menschen in der Notunterkunft in der Messen Essen versorgt.

Bombe in Essen: Evakuierung noch heute – S6 wird eingestellt

Update, 23:19 Uhr: Die S6 fährt um 23:48 Uhr letztmalig ab Essen Hauptbahnhof in Richtung Düsseldorf. „Danach wird der Zugverkehr während der Dauer der Entschärfung im Bereich Essen-Süd eingestellt“, so die Stadt Essen weiter. Erst ab morgen früh soll der Zugverkehr dann wieder aufgenommen werden.

Bombe in Essen – zweiter Evakuierungsdurchgang läuft

Update, 22:46 Uhr: Der zweite Evakuierungsdurchgang läuft derzeit. Theoretisch könnte danach die eigentliche Entschärfung der Weltkriegsbombe in Essen beginnen. Die Anzahl der Krankentransporte hat sich noch einmal erhöht. 158 zusätzliche Krankentransporte mussten und müssen durchgeführt werden, so die Stadt. Zusätzlich mussten 90 Personen aus den Alten- und Seniorenheimen in eingerichtete Betreuungsstellen gebracht werden. Rund 463 Kräfte sind derzeit im Einsatz.

Zwei Weltkriegsbomben in Essen – Evakuierung noch heute

Erstmeldung: Essen –  In Essen sind am Dienstag zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Zehn- und Fünf-Zentner-Bomben sollen noch am späten Abend entschärft werden, wie die Feuerwehr Essen mitteilte. Da die Bomben im dicht besiedelten Stadtteil Rüttenscheid gefunden wurden, müssten 9200 Menschen evakuiert werden. Darunter seien auch die Bewohner von drei Altenheimen. 410 Feuerwehrleute, auch aus Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Mönchengladbach seien für die Evakuierung im Einsatz.

Zwei Weltkriegsbomben in Essen – Evakuierungsbereich

Bei Sondierungsarbeiten wurden am Dienstagmittag die Blindgänger an der Rosastraße und Von-Einem-Straße im Stadtteil Essen-Rüttenscheid gefunden. Die Zehn-Zenter-Bombe und die Fünf-Zenter-Bombe wurden auf der Höhe Rosastraße 75 und 83 gefunden. In beiden Fällen handelt es sich um einen amerikanischen Blindgänger.

Ein Stadtplan von Essen, auf dem die Bombenfunde und die Sperrgebiete eingezeichnet worden sind.
Lageplan des Blindgängerfundes und der Sperrstellen in Essen-Rüttenscheid am 10. August 2021 (Montage) © Feuerwehr Essen

Die Stadt hat einen Evakuierungsbereich von 500 Metern festgelegt. Im Umkreis von 1000 Metern sollen sich Betroffene „während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen“, so die Stadt weiter. Eine Betreuungsstelle wird in der Messe Essen in Halle 7 eingerichtet

Zwei Weltkriegsbomben in Essen – erster Evakuierungsdurchgang beendet

Um 22:02 Uhr teilt die Stadt mit, das der innere Kreis zugezogen wird. Eine halbe Stunde vorher galt das schon für den äußeren Kreis, Für den Bereich rund um den Isenbergplatz bedeutet das nun „luftschutzmäßiges Verhalten“. Dabei sollen Fenster und Türen geschlossen werden. Die Häuser dürfen nicht verlassen werden. Betroffene sollen sich im Gebäude auf der zur Fliegerbombe abgewandten Seite aufhalten. Wie lange die Entschärfung dauert, kann noch nicht gesagt werden.

Das Ordnungsamt fuhr vorher mit Einsatzkräften durch den Bereich und warnte die Anwohner über Lautsprecherdurchsagen. Das teilen mehrere Anwohner auf twitter.

Zwei Weltkriegsbomben in Essen – Seniorenheime und A52 betroffen

Von der Evakuierung sind drei Alten- und Seniorenwohnheime betroffen: die Seniorenwohnungen Essen-Rüttenscheid, das DRK Seniorenzentrum Rüttenscheid und das St. Andreas Seniorenstift. Drei Essener Hotels liegen ebenfalls im Evakuierungsbereich: Das Essential by Dorint Hotel Essen, das Brunnen Hotel und das Hotel Fabritz. Auch die A52 ist vom Evakuierungsbereich betroffen.

Zwei Weltkriegsbomben in Essen – 17 Quarantäne-Fälle in Evakuierungsbereich

Die Evakuierungsarbeiten dauerten mehrere Stunden an. „Zwei der betroffenen Alten- und Seniorenheime sind jetzt evakuiert“, teilt die Stadt um 20:15 Uhr mit. Zusätzlich müssen 35 Krankentransporte durchgeführt werden. „Ein Großteil ist bereits abgearbeitet“, hieß es weiter. Insgesamt müssen 9200 Personen evakuiert werden – darunter auch Menschen, die sich aufgrund des Coronavirus in Quarantäne befinden. „17 Quarantäne-Fälle müssen derzeit separat untergebracht und versorgt werden“, so die Stadt.

Bürgertelefon zur Bombenentschärfung

Das Bürgertelefon zur Bombenentschärfung ist unter der Nummer 0201 123 8888 erreichbar.

Zwei Weltkriegsbomben in Essen – Ruhrbahn-Linien und S6 betroffen

Auch mehrere Bahnlinien der Ruhrbahn in Essen sind betroffen. Sowohl die Buslinien 145, 160/161, 142 als auch die Straßenbahnlinien 101, 105, 106 und die U11 sind von den Sperrungen aufgrund der Bombenentschärfung betroffen. „Die Straßenbahnlinien 101, 106 pendeln nur noch zwischen Rüttenscheider Stern und Germaniaplatz“, heißt es. „Die 105 wird das Aalto-Theater als Endstelle anfahren und fährt dann wieder zurück.“ Die U11 und die 108 fahren nur noch bis zum Hauptbahnhof.

„Die S6 wird kurz vor der Entschärfung angehalten und den angefahrenen Bahnhof für die Dauer der Entschärfung nicht verlassen“, so die Stadt weiter. Ab 23:48 Uhr wird die Linie eingestellt. Erst ab morgen fahren dann wieder die Züge in Richtung Düsseldorf und in Richtung Essen Hauptbahnhof.

Zwei Weltkriegsbomben in Essen – Katwarn löst aus

Die zwei gefundenen Weltkriegsbomben in Essen sorgten dafür, dass die Warnapp Katwarn auslöste. Bei der Warnapp teilt die Feuerwehr Essen mit, dass die Anwohnerinnen und Anwohner sich an die Sicherheitsmaßnahmen halten sollen. Im Umkreis von 500 Metern gelten die Evakuierungsmaßnahmen. Im Umkreis von 1000 Metern sollen die Betroffenen sich „luftschutzmäßig verhalten.“ Zusätzlich „wird vor dem Aufenthalt vor Fenstern und Türen, sowie Glasdächern abgeraten.“ Immer wieder kommt es zu Bombenfunden.

In Köln Neuehrenfeld soll eine Ausgrabung am Mittwoch Klarheit bringen, ob eine Weltkriegsbombe entschärft werden muss. Erst am Montag musste in Köln eine Bombe entschärft werden: Der Blindgänger wurde in Lindenthal gefunden. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Weitere Informationen folgen

Auch interessant