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Reichweiten von E-Autos im Winter: Mit wie viel Verlust müssen Autofahrer rechnen?

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Von: Andrea Stettner

Ein Auto fährt im Winter im Erzgebirge. E-Autos haben im Winter eine geringere Reichweite
E-Autos haben im Winter eine geringere Reichweite – Autofahrer sollten dies bei ihrer Reiseplanung berücksichtigen. © Jan Woitas/dpa

E-Autos verbrauchen im Winter durch die Kälte deutlich mehr Energie, deshalb sinkt auch ihre Reichweite. Wir zeigen, mit welchen Einbußen Sie rechnen müssen.

Kaum fallen die Temperaturen im Winter in den Minusbereich, schnellt bei E-Autos der Verbrauch in die Höhe. Eine Erklärung ist das Heizen von Innenraum, Frontscheibe oder auch der Autositze – die Energie dafür stammt aus der Antriebsbatterie. Doch das ist nicht der einzige Grund: Dem Akku wird es im Winter schlicht zu kalt. Laut ADAC liegt seine „Wohlfühltemperatur“ weitaus höher, nämlich zwischen 20 und 40 Grad Celsius. Die Elektrochemie funktioniert in diesem Temperaturbereich optimal, weshalb das Auto im Winter versucht, diese Zone immer wieder herzustellen – auf Kosten des Energieverbrauchs.

Je größer der Akku des E-Autos und je kälter die Außentemperatur, desto mehr Energie ist dafür nötig. „Insbesondere auf der Kurzstrecke kann der Verbrauch eines Elektroautos dadurch um bis zu 50 Prozent ansteigen – entsprechend sinkt die Reichweite auf der Bordcomputer-Anzeige.“, erklärt der ADAC auf seiner Internetseite.

Lesen Sie auch: E-Auto-Neuheiten: Diese Modelle kommen bis zum Sommer 2022.

E-Auto: Reichweite im Winter auf Kurz- und Pendlerstrecken

Mit wie viel Reichweitenverlust Fahrer von E-Autos im Winter rechnen müssen (auf Kurz- und Pendlerstrecken), sehen Sie in der folgenden Übersicht:

Reichweite nach Auto-Modellbei +14 °Cbei - 7 °CVerlust
Fiat 500e244 km182 km25 %
Renault Zoe351 km244 km30 %
Hyundai Kona electric215 km147 km32 %
Ford Mustang Mach-E300 km202 km33 %
Lexus UX300e224 km141 km37 %
Nissan Leaf e+332 km210 km37 %
VW ID.3324 km162 km50 %

Quelle: ADAC.de

Übrigens, so viel Reichweite büßen Modelle von Tesla, BMW oder Mercedes bei Kälte ein.

Reichweitenverluste auf Kurzstrecke meist unproblematisch

Der Energieverbrauch und somit auch die Stromkosten sind im Winter für E-Autos also deutlich höher, besonders bei Fahrten unter dem Gefrierpunkt. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Reichweitenverluste auf der Kurzstrecke sind für Autofahrer relativ unproblematisch. Schließlich haben Sie in der Regel genügend Gelegenheit, Ihr E-Auto wieder aufzuladen – sei es zuhause an der Wallbox oder an der Ladestation vor dem Supermarkt.

Und auch vor einem Stau brauchen sich Autofahrer laut ADAC im Winter nicht zu fürchten: „Ein E-Auto verbraucht im Stand selbst im Winter relativ wenig Energie. Mit einem Elektroauto im Stau darf die Heizung auch bei eisiger Kälte problemlos mehrere Stunden auf Wohlfühltemperaturen laufen.“, heißt es in einem Beitrag auf der Internetseite.

Sie haben noch gar kein E-Auto? Dann könnte vielleicht ein Auto-Abo für Elektroautos für Sie in Frage kommen: Welche Modelle es gibt und wie hoch die monatlichen Kosten sind, lesen Sie hier.(as) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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