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Verwirrung um 49-Euro-Ticket: Kostet eine vorzeitige Kündigung 30 Euro?

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Von: Oliver Schmitz

Das 49-Euro-Ticket soll es im monatlichen Abo zu kaufen geben, doch zur Kündigung sind noch Fragen offen. Eine mögliche Gebühr sorgte für Verwirrung.

Köln – Nach langem Warten soll im Frühjahr 2023 das 49-Euro-Ticket für Busse und Bahnen an den Start gehen. Doch im Gegensatz zum 9-Euro-Ticket kann es nicht als einzelne Fahrkarte, sondern nur als durchgehendes Abonnement erworben werden. Kundinnen und Kunden werden das sogenannte Deutschlandticket somit lediglich monatlich kündigen können. Die Angaben auf einer offiziellen Verkaufsseite des Verkehrsunternehmen Transdev lassen aber aufhorchen. Denn dort wird angegeben, dass eine Kündigung des neuen ÖPNV-Abos etwas kosten könnte.

49-Euro-Ticket: Für Kündigung im ersten Jahr war Servicepauschale geplant

Links ein 49-Euro-Ticket auf einem Smartphone und rechts ein Kündigungsbutton auf einer Tastatur. (IDZRW-Montage)
Das 49-Euro-Ticket soll eigentlich möglichst einfach abonniert und gekündigt werden können. (IDZRW-Montage) © Piero Nigro/Imago & Panthermedia/Imago

Während nicht einmal das Startdatum für das 49-Euro-Ticket final festgelegt wurde, kann das neue ÖPNV-Abo tatsächlich bereits vorbestellt werden. Transdev, das zweitgrößte Bahn- und Busunternehmen Deutschlands, hat sich die passende Internetadresse „deutschlandticket.de“ gesichert und bietet darüber das 49-Euro-Ticket seit Dezember 2022 zum Kauf an. Grundsätzlich kann das 49-Euro-Ticket jedoch auch bei Verkehrsverbünden wie der KVB, dem VRS oder der Rheinbahn gekauft werden.

Auf der Website von Transdev wurden auch Angaben zur möglichen Kündigung hinterlegt, die teils für Empörung sorgten: „Bitte beachte, dass bei einer Kündigung in den ersten zwölf Monaten deines Abonnements eine Servicepauschale in Höhe von 30,00 € erhoben wird“, ist dort geschrieben. „Das riecht für mich nach Abofalle“, sagte Andreas Schröder vom Fahrgastverband Pro Bahn gegenüber 24RHEIN Mitte Dezember. Hinzu kommt der Hinweis, dass eine Kündigung des 49-Euro-Tickets nur per Mail möglich sein sollten. Beides klingt ganz und gar nicht einfach und unkompliziert – doch gerade das soll das neue ÖPNV-Abo ja eigentlich sein. Gegenüber 24RHEIN gibt Transdev Entwarnung.

Kündigung von 49-Euro-Ticket wird kostenlos – weitere Optionen geplant

Laut einer Transdev-Sprecherin ist die Angabe der Kündigungspauschale zum 49-Euro-Ticket nicht mehr aktuell. „Diese Information beruht auf einem veralteten Entwurf der Tarifbestimmungen“, teilte sie auf Anfrage von 24RHEIN mit. Jede Form der Ausgestaltung des Deutschlandtickets würden an den „politischen Vorgaben sowie den daraus resultierenden Tarifbestimmungen“ angelehnt. „Die Kündigungspauschale wurde jedoch bereits verworfen, sodass wir diese Information zeitnah auf unserer Webseite entfernen werden.“ Transdev wird somit beim 49-Euro-Ticket keine zusätzlichen Kündigungsgebühren erheben und sich an den einheitlichen Kündigungsmodalitäten für das Deutschlandticket orientieren.

Aktuelle News zum 49-Euro-Ticket

Immer noch sind einige Fragen zum Deutschlandticket offen. 24RHEIN berichtet über alle aktuellen Ereignisse zum 49-Euro-Ticket im News-Ticker.

Ähnlich sieht es auch bei den Kündigungsoptionen aus. Diese würden laut Transdev-Sprecherin „rechtzeitig mit Start des Deutschlandtickets erweitert“. Dabei werde sich das Unternehmen insbesondere auf eine „unkomplizierte Kündigungsfunktion aus dem Webshop und der geplanten App konzentrieren.“ Insgesamt gilt für die Kündigungs-Bedingungen des 49-Euro-Ticket, dass noch einiges in Bewegung sei und somit auch der Webshop von Transdev „noch regelmäßig“ angepasst wird. Die Konditionen von Transdev dürften aller Wahrscheinlichkeit auch bei anderen Verkehrsunternehmen wie zum Beispiel VRR und VRS in NRW gelten. (os)

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