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Hunde- und Katzenhalter aufgepasst: Teure Änderung noch 2022

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Von: Lena Zschirpe

Wer Haustiere hat, muss noch 2022 tiefer in die Tasche greifen. Einige Kosten werden aufgrund einer Gesetzesänderung zum ersten Mal seit 1999 erhöht. 

Dortmund – Wer ein Haustier adoptieren möchte, sollte sich das vorher besser einmal finanziell durchrechnen. Denn nicht nur Zubehör und Futter können ins Geld gehen, sondern auch Besuche beim Tierarzt. Ab Oktober 2022 wird es aufgrund einer Gesetzesänderung hier sogar noch teurer, wie RUHR24 berichtet.

VerordnungTierärztegebührenordnung (GOT)
Erlassen aufgrund von§ 12 der Bundes-Tierärzteordnung
Inkrafttreten am1. Dezember 1940
Letzte Neufassung vom28. Juli 1999

Hunde- und Katzenhalter aufgepasst: Teure Änderungen stehen noch 2022 an

Nicht nur im Supermarkt steigen aktuell die Preise, so etwa bei Coca-Cola. Auch bei Haustierhaltern stehen bald noch höhere Kosten an: Erstmals seit 1999 ändern sich die Kosten beim Tierarzt.

Diese sind über die Tierärztegebührenordnung (kurz: GOT) geregelt, die über 20 Jahre lang nicht verändert wurde. Der Bundesrat hat nun allerdings einer Neufassung zugestimmt. Für Besitzer von Hunden oder Katzen entstehen ab Oktober 2022 folglich mehr Kosten.

Mit der Inflation oder der Gas-Krise soll diese Preiserhöhung allerdings nichts zu tun haben. Wie MDR berichtet, soll vor allem der Beruf des Tierarztes attraktiver werden. Denn die Versorgung von Haus- und Nutztieren ist in einigen Regionen in Deutschland nicht sichergestellt, wie der Deutsche Tierschutzbund angibt.

Hund und Katze: Besuche beim Tierarzt werden ab Oktober teurer

Was den Tierärzten wahrscheinlich entgegenkommt, könnte für Haustierbesitzer allerdings ganz schön teuer werden. So soll eine allgemeine Untersuchung bei einem Hund laut Tierärztekammer Thüringen zukünftig zehn Euro mehr kosten dürfen.

Statt 13,60 Euro könnten Tierbesitzer dann 23,60 Euro zahlen. Für Katzenbesitzer wird es noch heftiger – die allgemeine Untersuchung soll anstatt rund neun Euro ebenfalls 23,60 Euro kosten. Einige Anhebungen im Überblick:

Art der BehandlungKosten vorherKosten ab Oktober 2022
allgemeine Untersuchung (Hund)13,60 Euro23,60 Euro
allgemeine Untersuchung (Katze)9 Euro23,60 Euro
allgemeine Untersuchung (Schweine/Rinder)12,80 Euro20,50 Euro
Impfung5,77 Euro10,50 Euro
Röntgen26,35 Euro32,07 Euro

Diese Tabelle mit Angaben des MDR umfasst nur verbreitete Behandlungen. Inwiefern Preise für individuelle Therapien steigen könnten, sei aber noch nicht einzuschätzen. Außerdem sollten Besitzer von Hunde und Katzen bedenken, dass auch noch Kosten für Medikamente, Beratung, Narkose oder andere Leistungen hinzukommen können (mehr Service-News bei RUHR24).

Hund Katze Tierarzt
Wer einen Hund oder eine Katze hat, muss ab Oktober mit mehr Kosten rechnen. © Yay Images/Imago

Weniger Tierwohl? Tierarztkosten bereiten Tierschutzbund sorgen

Doch die Preiserhöhungen beim Tierarzt stoßen durchaus auf Kritik. So befürchtet der Deutsche Tierschutzbund, dass durch die höheren Kosten mehr Tiere im Tierheim abgegeben werden könnten. Auch das Tierwohl in der Landwirtschaft könnte unter den neuen Preisen leiden.

Denn auch Behandlungen für Schweine und Rinder werden ab Oktober 2022 teurer. Dabei haben Landwirte wegen der aktuell hohen Düngerpreise sowieso schon mehr Kosten. Tierschützer fürchten nun, dass öfter auf eine Behandlung beim Tierarzt verzichtet wird und somit das Tierwohl gefährdet werden könne. Der Bauernverband gibt allerdings an, dass es nicht so weit kommen würde.

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