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„Schade, Winterbier war richtig gut“: Brauerei-Konzern kippt mehrere Sorten

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Von: Mick Oberbusch, Thomas Kemmerer

Die Brauerei Oettinger streicht etliche Bier-Sorten aus dem Sortiment – das kommt nicht bei allen Fans gut an. Welche Sorten betroffen sind.

Köln – Der Brauerei-Konzern ist der heimliche Star im Brauwesen, den jeder kennt, aber angeblich kaum einer trinkt. Die Rede ist von der Oettinger Brauerei. Bekannt und berüchtigt für ihre Günstig-Biere, die es fast in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Von Pils bis Weizen, von Alt bis Radler. Gemessen am Bierabsatz zählt Oettinger zu den größten deutschen Braukonzernen. Doch jetzt streicht die Brauerei, die ihr Bier auch in etlichen Supermärkten und Discountern in Deutschland verkauft, ihr Sortiment radikal zusammen. Und davon sind gleich eine Reihe Biere betroffen, was bei Fans durchaus für Unmut sorgt.

Oettinger Brauerei
HauptsitzOettingen in Bayern
Gründung1731
InhaberinnenIngrid Kollmar, Pia Kollmar
Beschäftigteca. 1.100

Pils, Export, Helles & Co. – Diese Bier-Sorten bietet die Oettinger Brauerei an

Oettinger schmeißt Bier-Sorten raus – Fans traurig: „Winterbier war richtig gut“

Abfüllung Brauerei Oettinger, dazu Flaschen Winterbier, Urtyp, Weizen naturtrüb, Schwarzbier
Oettinger streicht Sorten aus dem Sortiment (Montage) © dpa & Oettinger

„Wir stärken unser Kernsortiment und trennen und von besonderen, aber leider nur in kleinen Kreisen beliebten Biersorten“, begründet der Kult-Konzern in einer Mitteilung seine Entscheidung. Sehr zum Ärger einiger dieser angesprochenen Bier-Liebhaberinnen und -Liebhaber. „Winterbier, Urtyp und Schwarzes hab ich gern getrunken“, schreibt ein Facebook-Nutzer, eine andere pflichtet bei: „Schade,Winterbier war richtig gut. Schwarzbier war auch lecker. Bin traurig.“ Folgende Sorten verschwinden somit aus dem Sortiment und werden bei Oettinger ab sofort nicht mehr angeboten:

Schwarzbier, Winterbier, Urtyp – diese Biere fliegen bei Oettinger aus dem Sortiment

Der Oettinger Braukonzern hat in Deutschland eine lange Tradition, braut bereits seit 1731. Rund 1.100 Menschen sind dort beschäftigt und brauen so ziemlich jede Biersorte – außer Kölsch, welches der Kölsch Konvention unterliegt und nur von Kölsch-Brauereien auf Kölner Stadtgebiet gebraut werden darf. Anders ist das beim „Költ“, das sich vornimmt, Kölsch und Alt zu mischen. Übrigens: Einige Brauereien in Köln hatten infolge der Energiekrise mit Kohlensäure-Mangel zu kämpfen.

Oettinger-Brauerei – Standorte in ganz Deutschland im Überblick

Zuletzt geriet Oettinger dadurch in die Schlagzeilen, dass man sich vom bisherigen Produktionsstandort in Gotha trennte – und diesen an die Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA übergibt. Dabei sollen jedoch alle Arbeitsplätze vom neuen Mieter übernommen werden. (kem/mo)

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