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PC als Stromfresser: Was Sie dagegen unternehmen können

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Von: Sandra Kathe

Wer weiterhin im Home Office arbeitet, kann einige einfache Tricks befolgen, um den Stromverbrauch seines Computers zu senken.
Wer weiterhin im Home Office arbeitet, kann einige einfache Tricks befolgen, um den Stromverbrauch seines Computers zu senken. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa/ (Montage)

Die Energiepreise steigen und noch immer arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Da kann es sich lohnen, den Stromverbrauch des Computers im Blick zu behalten.

Kassel – Vor dem Hintergrund von Ukraine-Konflikt und Wirtschaftssanktionen wird in Deutschland vielerorts vor drohender Strom- und Gasknappheit gewarnt. Auch zum Stromsparen wird vielerorts aufgerufen. Doch während viele dabei an große Geräte wie Kühl- und Gefrierschränke, Wasch- und Geschirrspülmaschinen oder stromfressende Klimaanlagen denken, lohnt sich auch ein Blick auf die kleinen Stromfresser im Haushalt.

Einer der wichtigsten Orte, wo in Haushalten häufig zu viel Strom verbraucht wird, ist der Schreibtisch – vor allem in Zeiten, in denen unzählige Beschäftigte ihrer Arbeit nach wie vor zumindest zum Teil im Homeoffice nachgehen. Hier läuft der Laptop, da ein externer Monitor, daneben noch ein Lautsprecher – da kommen schnell einige Kilowattstunden zusammen.

Stromsparen im Haushalt: Wie Computer, Fernseher und Co. für ein Viertel des Verbrauchs sorgen

Laut Informationen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen können Computer, Fernseher und Audiogeräte bis zu einem Viertel der jährlich verbrauchten Strommenge in einem Haushalt ausmachen, auch weil in vielen Haushalten Geräte nie aus, sondern immer nur in den Standby-Modus geschaltet werden. Auf diese Art könnten laut Warnung der Verbraucherzentrale gute 300 Kilowattstunden jährlich, also deutlich über 100 Euro, allein bei der Nichtbenutzung der Geräte zusammenkommen. Die tatsächliche Nutzungszeit von Fernseher, Lautsprecheranlage, Computer und Co. kommen dazu noch obendrauf.

Um unnötigen Verbrauch zu verhindern und trotz aktuell teurer Strompreise Geld zu sparen, gibt es aber auch einige hilfreiche Tipps von Verbraucherschutz und Fachleuten. Der wichtigste, der vor allem bei Computern praktisch ist, in deren Umgebung weitere Geräte wie Festplatte, Lautsprecher oder Monitor ebenfalls am Strom hängen: Am besten schließt man alle Geräte an dieselbe Steckerleiste an und schaltet diese nach Ende der Benutzung aus, um lange, stromfressende Standby-Laufzeiten zu verhindern.

Stromsparen beim Computer: Nicht benutzte Geräte ausschalten, Stecker am Laptop ziehen

Das empfiehlt etwa auch das Fachportal Heise.de, das jedoch darauf hinweist, dass etwa Drucker oder netzwerk-relevante Geräte wie Netzwerkfestplatten oder Wlan-Router besser nicht regelmäßig ein- und ausgeschaltet werden. Bei Druckern könne es bei unsachgemäßem Herunterfahren passieren, dass Tintenpatronen austrocknen, Netzwerk- und Wlan-Geräte werden womöglich weiterhin benötigt, auch wenn der Computer schon aus ist.

Weiteres Sparpotenzial gibt es auch für alle, die am Laptop arbeiten, denn hier kann es sich durchaus auch mal lohnen, das Kabel abzuziehen und einige Zeit mit der Energie des aufgeladenen Akkus weiterzuarbeiten. Das schone nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch den Akku, der durch ständige 100 Prozent Füllstand ähnlich wahrscheinlich Schaden nimmt wie durch häufiges tiefes Entladen bis zum Ausgehen.

HaushaltsgerätVerbrauch
Kühl-/Gefrierschrank330-410 kWh/Jahr
Elektroherd440 kWh/Jahr
Fernseher190 kWh/Jahr
Beleuchtung330 kWh/Jahr
Computer und Zubehör260 kWh/Jahr
Quelle: eon.de

Stromverbrauch von Computer, Drucker und Co.: So sparen Sie Strom im Homeoffice

Auch durch die Einstellungen am Gerät selbst lässt sich unter Umständen zusätzlich Energie sparen. So raten Fachleute dazu, den Monitor an Computer oder Laptop nicht in voller Helligkeit laufen zu lassen. Auch die früher so beliebten Bildschirmschoner sollten lieber nicht verwendet werden. Stattdessen gibt es an den meisten Geräten ein Menü zum Energiesparen, bei dem man etwa einstellen kann, nach wie vielen Minuten Inaktivität ein Bildschirm ausgeschaltet oder der Computer heruntergefahren wird.

Wer sich besser mit seinem Computer auskennt, kann auch einiges tun, um die Prozessorauslastung möglichst gering zu halten, etwa indem man Programmen die Berechtigung entzieht, automatisch beim Hochfahren zu starten. Auch der Tausch von veralteter und energiefressender Hardware kann helfen, langfristig Strom zu sparen. (Sandra Kathe)

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