Christian Horner als Cadillac-Teamchef? CEO äußert sich eindeutig
Christian Horner galt nach seinem Red-Bull-Aus als möglicher Teamchef für Cadillac. Geschäftsführer Dan Towriss beendet nun die Spekulationen deutlich.
Fischers – Nach seinem Rauswurf bei Red Bull wurde Ex-Teamchef Christian Horner zuletzt mit einem Wechsel zu Alpine oder Cadillac in Verbindung gebracht. Doch zumindest eine dieser Optionen hat sich nun endgültig zerschlagen. Dan Towriss, Geschäftsführer von TWG Motorsports, der Muttergesellschaft des Formel-1-Teams von Cadillac, fand dazu deutliche Worte.

„Es gab keine Gespräche mit Christian Horner, und auch keine Pläne, dies zu tun“, stellte Towriss am Dienstag klar. Kurz zuvor hatte Cadillac Valtteri Bottas und Sergio Pérez als neue Formel-1-Piloten vorgestellt. „Ich kann dieses Gerücht offiziell beenden. Graeme Lowdon ist unser Teamchef, und er genießt unser vollstes Vertrauen.“
Bottas und Perez: Cadillac entscheidet sich für die Erfahrung
Lowdon blickt wie Horner auf eine Vergangenheit in der Königsklasse zurück. Er leitete bereits die Geschicke bei Manor, Virgin und Marussia und war zuletzt unter anderem als Manager des Ex-Formel-1-Piloten Zhou Guanyu aktiv. Dem Chinesen war daher zwischenzeitlich ein Comeback mit Cadillac nachgesagt worden. Nach der Verpflichtung von Bottas und Pérez ist dieses Szenario jedoch vom Tisch.
„Letztlich haben wir uns bewusst für die Erfahrung entschieden“, begründet Towriss die Fahrerwahl und damit auch die Absage an Mick Schumacher. Dennoch wartet auf Cadillac eine große Herausforderung. „Wir haben zwar viele hochqualifizierte Leute geholt, um Cadillac in die Formel 1 zu führen, doch die meisten von ihnen haben noch nie zusammengearbeitet.“
Auch ein US-Pilot, wie ursprünglich vermutet, wird zunächst nicht im Cadillac sitzen. IndyCar-Star Colton Herta fehlt die nötige Superlizenz für die Formel 1. Für die Zukunft bleibt das Thema aber bestehen. „Wir werden langfristig den Weg für einen amerikanischen Fahrer ebnen, aber für unsere Debütsaison sind Pérez und Bottas die perfekte Kombination“, so Towriss.
„Es gibt viele herausragende Talente, auch in den USA, keine Frage. Aber in der Anfangsphase brauchen wir Fahrer mit bewiesener Klasse und technischem Tiefgang“, erklärt der Geschäftsführer. „Ihr Know-how, ihr Verständnis für die Technik und ihre Führungsstärke sind unbestritten. Zudem hat uns ihre Begeisterung für das Projekt überzeugt.“
Für Mick Schumacher bedeutet die aktuelle Cadillac-Verkündung vorerst das Aus für ein erhofftes Formel-1-Comeback. Ob er dennoch zu Cadillac wechselt, um neben seinem Engagement in der Langstrecken-WM auch als Test- und Ersatzfahrer für das Formel-1-Team zu agieren, bleibt offen. (SoBre)