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DEL-Saisonstart: DEG gewinnt Geisterderby gegen die Kölner Haie

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Von: Oliver Schmitz

Das Rhein-Derby Kölner Haie gegen die Düsseldorfer EG.
Die Kölner Haie mussten sich am Ende der Düsseldorfer EG geschlagen geben. © imago images/Herbert Bucco

Nach mehreren Verschiebungen startete am Donnerstag die neue DEL-Saison mit dem Rhein-Derby. Die DEG konnte sich am Ende knapp gegen die Kölner Haie durchsetzen.

Köln – Es war ein turbulentes 228. Rhein-Derby zwischen den Kölner Haien und der Düsseldorfer EG. Zum Start der neuen DEL-Saison gewann die DEG erst im Penalty-Schießen mit 5:4 (1:1, 1:1, 2:2). Das junge Team des KEC konnte sich in der heimischen Lanxess-Arena dank einer Aufholjagd kurz vor Ende der regulären Spielzeit zumindest mit einem Punkt belohnen. Das Derby war das erste Spiel der verkürzten Spielzeit, die aufgrund des Coronavirus komplett ohne Zuschauer stattfinden wird.

Rhein-Derby: Kölner Haie starten Aufholjagd, doch DEG holt den Sieg im Penalty-Schießen

Die Kölner Haie kamen wesentlich besser ins Spiel und dominierten das erste Drittel zumindest spielerisch. In der 4. Minute ging der KEC durch Frederik Tiffels in Führung, doch die DEG konnte in der 10. Spielminute durch Alexander Karachun ausgleichen. Im zweiten Drittel verlief die Partie dann genau andersrum. Die Düsseldorfer kamen besser in Spiel und gingen durch Charlie Jahnke (33.) folgerichtig mit 2:1 in Führung. Allerdings glichen diesmal dann wenig später die Kölner Haie durch James Sheppard (38.) erneut aus.

Die DEG blieb im letzten Drittel direkt dran und schienen die Partie durch die Treffer von Alex Barta (41.) und Eugen Alanov (47.) fast schon gewonnen zu haben. Doch der KEC legte in Person von Jon Matsumoto (58./60.) kurz vor Schluss nochmal eine Aufholjagd ein und schaffte es schließlich in die Overtime. Diese brachte aber auch keinen Sieger, so dass das Spiel schließlich im Penalty-Schießen entschieden werden musste. Düsseldorfs Charlie Jahnke gelang schließlich als achter Spieler der entscheidende Treffer und somit der Sieg gegen den Rivalen aus Köln.

DEL-Saisonstart: Rückkehr nach über neun Monaten – Emotionen Fehlanzeige

Nach dem Abbruch der vergangenen DEL-Saison im März dauerte es letztlich über neun Monate bis die aktuelle starten konnte. Ursprünglich sollte die Spielzeit 20/21 bereits am 18. September beginnen, doch aufgrund des Coronavirus und den damit nicht vorhandenen Ticketerlösen, wurde diese zwei Mal verschoben. Nur dank massiven Gehaltsverzichts der Spieler, Staatshilfen sowie Sponsorengeldern konnte diese Saison nun überhaupt ermöglicht werden. Neben den fehlenden Zuschauern spielen die 14 Clubs in einer Nord- und einer Südgruppe, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Ausgerechnet im sonst so emotionalen Rhein-Derby bekamen die TV-Zuschauer einen ersten Ausblick auf die neue DEL-Spielzeit. Ganz ungewohnt war am Donnerstag so jedes Kommando auf dem Eis zu hören. Anders als sonst gab es natürlich keine hitzige Atmosphäre auf den Rängen – auch wenn mit Pappaufstellern von Zuschauern versucht wurde, etwas Atmosphäre zu erzeugen. Im Endeffekt dröhnte nur die Kölner Karnevalsmusik so laut wie sonst aus den Arenaboxen, beschallte aber diesmal nur die noch ersatzgeschwächten Teams. DEG-Kapitän Alex Barta beschrieb die Situation passend: „Da brauchen wir uns nicht drüber unterhalten: So ein Derby ohne Zuschauer ist halt komisch und anders mit wenig Emotionen“.

Kölns Kapitän Moritz Müller versuchte einfach optimistisch zu bleiben: „Ich bin erstmal froh, dass wir hier nach neun Monaten wieder Eishockey spielen. Das ist das eigentlich Positive, was wir heute mitnehmen“. Und auch Barta fand zum Abschluss doch noch positive Worte: „Letztendlich ist es schön, dass die Saison endlich gestartet ist.“ (os mit dpa)

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