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Kölner Haie im Höhenflug: Warum der KEC derzeit wie ein Titelaspirant auftritt

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Von: Peter Stroß

Spieler der Kölner Haie jubeln über ein Tor
Die Kölner Haie durften diese Saison schon 20 Treffer bejubeln. © Imago images / Revierfoto

Die Kölner Haie spielen unter Uwe Krupp begeisterndes Eishockey. Vieles spricht dafür, dass der KEC diese Saison zu den besten Teams der Liga gehört.

Köln – Fast 20 Jahre ist es mittlerweile her, dass die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) triumphieren durften. Seither scheiterten alle Versuche, diesen Erfolg zu wiederholen. Allzu oft lief der KEC den eigenen viel zu hohen Ansprüchen hinterher. In dieser noch jungen DEL-Saison allerdings präsentieren sich die Kölner Haie bis dato als ernsthafter Meisterschaftskandidat.

Eine solche Einschätzung scheint zwar nach gerade einmal vier Spieltagen (2 Siege, 1 OT-Sieg, 1 OT-Niederlage) gewagt, dennoch spricht jetzt schon vieles dafür, dass die Domstädter in dieser Saison zu den besten Teams der Liga gehören.

Kölner Haie: Die Einstellung unter Uwe Krupp stimmt, die Leistung auch

Trotz Gehaltsverzicht, den sowohl die Profis als auch der Trainerstab vor Beginn der Saison akzeptierten, zeigen die Mannen von Uwe Krupp eine tadellose Einstellung und grenzenlosen Siegeswillen. „Mir hat besonders das Teamwork gefallen“, bilanzierte der Chefcoach schon nach den ersten beiden Spielen. Das war unter seinen Vorgängern längst nicht immer der Fall. Krupps Verpflichtung im Februar 2020 hat den Haien wieder Leben eingehaucht. Der 55-Jährige brachte nicht nur taktische Veränderungen mit an den Rhein, auch das Sieger-Gen ist zurück.

Sein Kader wirkt durchdacht und gut zusammengestellt. Neuzugänge wie Marcel Barinka überzeugen und auch der Mix zwischen erfahrenen und jungen Spielern wirkt harmonisch. Dass unter den Jungspunden mit Jan Luca SennhennKevin Niedenz oder Michael Bartuli gleich mehrere ehemalige Junghaie sind, passt dabei zum neuen „Wir“-Gefühl.

Kölner Haie spielen in der DEL herausragendes Powerplay

Das führt dazu, dass die Kölner Haie trotz aller Umstände in der Saisonvorbereitung in der DEL für Furore sorgen, wie der jüngste 7:2-Sieg über Krefeld eindrucksvoll untermauert. Insbesondere die offensive Variabilität auf dem Eis beeindruckt. Im Schnitt erzielen die Kölner Kufencracks fünf Tore pro Spiel – Bestwert in der Gruppe Nord. Eine weitere Stärke ist das Powerplay, dass Uwe Krupp wieder zu einer echten Waffe gemacht hat.

Mit einer Quote von 36,84 Prozent beanspruchen die Haie in dieser Statistik den Spitzenwert der Liga für sich. An guten Ansätze, um nach dem jahrelangen Misserfolg wieder ein Wörtchen um die Meisterschaft in der DEL mitzureden, gibt es also genügend. Gelingt es Uwe Krupp, die Defensivarbeit seines Teams noch zu optimieren und die Leistungen der ersten vier Spiele über eine lange Saison konstant abzuliefern, ist in den Playoffs (werden diese Saison im Best-of-3-Modus ausgetragen) alles drin. (ps)

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