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Kölner Haie: Youngstar Marcel Barinka übers Eislaufen – „Zu Beginn hatte ich gar keinen Spaß daran“

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Von: Oliver Schmitz

KEC-Spieler Marcel Barinka passt den Puck zu einem Mitspieler.
KEC-Neuzugang Marcel Barinka spielt eine überzeugende erste Profi-Saison. © IMAGO/Revierfoto

Er ist einer der großen Entdeckungen der aktuellen DEL-Saison: Marcel Barinka. Der 19-Jährige verrät nun, wieso er fast nie zum Eishockey gekommen wäre.

Köln – Die letzten Wochen läuft es für die Kölner Haie nicht mehr rund. Nach einem guten Start in die DEL-Saison 2020/21 setzte es im Januar einige knappe Niederlagen, wie zuletzt gegen die Iserlohn Roosters.

Nichtsdestotrotz dürfte KEC-Neuzugang Marcel Barinka mit seiner ersten Profi-Saison bisher relativ zufrieden sein. Der 19-Jährige kam im Sommer ohne große Erwartungen, überzeugte aber bisher auf ganzer Linie. In 13 Partien gelangen ihm bereits elf Scorerpunkte. Zusätzlich kam es bisher im Durchschnitt über 16 Minuten pro Spiel zum Einsatz – eine beachtliche Zahl für sein Alter. Nun gibt der Deutsch-Tscheche im Interview auf der KEC-Website erstmals Einblicke in seine bisherige Zeit in Köln und die Ursprünge seiner Eishockey-Karriere.

NameMarcel Barinka
Geboren am23.03.2001
Größe183 cm
Gewicht75 Kilo
PositionSturm
NationTschechien

Kölner Haie: Marcel Barinka ist zufrieden mit KEC-Wechsel und sehnt sich nach einem Friseurbesuch

Seit sieben Monaten nennt Marcel Barinka die Domstadt sein Zuhause – und ist damit mehr als zufrieden: „Ich bin sehr froh hier in Köln zu sein. Man hat mich gut aufgenommen und es macht mir Spaß mit den Jungs Eishockey zu spielen. Es läuft also wirklich alles sehr gut“. Bei der Eingewöhnung habe ihm vor allem Teamkollege Sebastian Uvira gut geholfen. „Als ich damals Kontakt mit den Haien aufgenommen habe, hat ‚Uvi‘ schon früh mit mir geschrieben und weil er Tschechisch spricht, hat er mir sehr helfen können. Daraus ist schon jetzt eine gute Freundschaft entstanden“, sagt der Rookie.

Der Corona-Lockdown macht Barinka derweil auch etwas zu Schaffen: „Es ist schon hart. Alles hat geschlossen, du kannst nichts unternehmen. Deswegen gehe ich meistens einfach nur spazieren, aber so ist das eben in der aktuellen Situation“. Wenn sich wieder alles etwas normalisieren würde, wüsste der KEC-Spieler auch bereits, was er als Erstes machen würde: „Wahrscheinlich würde ich direkt zum Friseur rennen. Ich war schon das ein oder andere Mal auf der Hohenzollernbrücke spazieren und der Blick auf die Stadt hat mich beeindruckt. Deswegen würde ich wohl gleich nach dem Besuch beim Friseur durch die Altstadt laufen und mir alles angucken“, sagt der Youngstar.

Marcel Barinka: Eishockey ist in der DEL anders – Eislaufen machte ihm anfangs keinen Spaß

Vor seiner Zeit bei den Kölner Haien ist Marcel Barinka viel rumgekommen und hat in Nachwuchsmannschaften in Tschechien, Österreich und Kanada gespielt. Für den Rookie unterscheidet sich das Eishockey in der DEL doch deutlich von dem, was er zuvor gewohnt war: „Es ist schon ein anderes Eishockey hier, als in den anderen Ländern. Gerade auch wegen des Unterschieds der Eisflächen. Ich musste mich zunächst daran gewöhnen, aber im Laufe der Zeit wurde es immer besser.“

Der Deutsch-Tscheche stand bereits in sehr jungen Jahren das erste Mal auf dem Eis, war davon anfangs aber tatsächlich nicht so begeistert: „Ich habe im Alter von vier Jahren mit dem Eislaufen angefangen. Zu Beginn hatte ich gar keinen Spaß daran. Immer wenn jemand besser war als ich, wollte ich am liebsten direkt wieder aufhören (lacht). Aber das hat sich dann mit der Zeit auch gelegt und ich habe gelernt, was es heißt immer weiter an sich zu arbeiten“, sagt der 19-Jährige.

Jetzt sei er aber froh, dass er damals weitergemacht habe. Vor allem angesichts seines ersten Profi-Treffers hätte sich das definitiv gelohnt: „Es war ein unglaubliches Gefühl das erste Tor als Profi zu erzielen. Ich habe davon schon als kleines Kind geträumt und dann wurde es damals gegen Bremerhaven zur Realität“, sagt Barinka. Nun geht es für den 19-Jährigen mit den Kölner Haien am Freitag erneut gegen Pinguins Bremerhaven. Vielleicht gelingt ihm dann in der heimischen Lanxess Arena bereits der nächste Treffer. (os)

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