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Nach Corona-Ausfällen: Kölner Haie verlieren gegen Tabellenletzten Krefeld

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Von: Oliver Schmitz

Torjubel der Krefeld Pinguine nach dem 0:1 gegen die Kölner Haie.
Freude bei Krefeld, Enttäuschung bei dem KEC. Die Kölner Haie hatten sich wohl mehr erhofft. © IMAGO/osnapix

Die Kölner Haie haben gegen die Krefeld Pinguine eine bittere Niederlage im Kampf um die DEL-Playoffs kassiert. Kurz zuvor mussten einige KEC-Spieler in Quarantäne.

Köln – In Notbesetzung haben die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eine Heimniederlage gegen Krefeld Pinguine kassiert. Die Domstädter unterlagen am Sonntagabend dem Tabellenschlusslicht in der heimischen Lanxess Arena mit 1:3 (0:1, 0:0, 1:2). Haie-Trainer Uwe Krupp standen dabei lediglich 16 Spieler zur Verfügung, weil das Gesundheitsamt der Stadt Köln nach einem Coronafall den Betroffenen sowie weitere Akteure in vorsorgliche Quarantäne geschickt hatte. Wenige Tage zuvor hatte der KEC gegen den gleichen Gegner noch knapp im Penaltyschießen gewinnen können.

Kölner Haie wegen Corona-Fall mit nur einem Torhüter – Chancen en masse reichen nicht zum Sieg

Welcher KEC-Spieler sich mit dem Coronavirus infiziert hatte ist zwar nicht bekannt, jedoch fehlten konkret Maury Edwards, Julian Chrobot, Marvin Ratmann und allen voran Keeper Justin Pogge. Aufgrund dessen mussten die Haie auch mit nur einem Torhüter auskommen.

Die Partie am Sonntagabend war anfangs recht ausgeglichen, mit leichtem Chancenvorteil für die Kölner Haie. Nichtsdestotrotz gingen schließlich die Gäste aus Krefeld in der 17. Minute durch Ivan Petrakov mit 1:0 in Führung. Anschließend gab der KEC noch mehr Gas und war im zweiten Drittel eindeutig die dominierende Mannschaft. Doch die Krefelder hielten stand, so dass die Kölner ihre vielen Chancen einfach nicht in Zählbares umwandeln konnten.

Erst in der 55. Minute fiel dann der nächste Treffer, erneut für die Pinguine. Diese nutzten einen Konter von Lucas Lessio erfolgreich zum 2:0. Weiter drückend fiel dann wenige Minuten später (58.) endlich auch für den KEC der Treffer zum 1:2-Anschluss durch Marcel Müller. Doch das war letztloch wohl zu spät. Der Zeit geschuldet warfen die Kölner Haie alles nach vorne und wechselten sogar den Torhüter aus. Doch Krefeld stand wieder bombenfest und traf dann kurz vor Schluss ins leere KEC-Tor zum entscheidenden 3:1.

Kölner Haie: Torschütze Müller gefrustet über Niederlage – direkter Konkurrent wartet

Nach der Pleite gegen Krefeld haderte KEC-Spieler Marcel Müller mit der Leistung seines Teams:Ich bin sehr unzufrieden mit unserer heutigen Leistung. Auch die Tatsache, dass wir heute nur mit drei Reihen gespielt haben, will ich nicht als Ausrede gelten lassen“.

Während die Gäste aus Krefeld erst ihren dritten Sieg im 20. Saisonspiel feierten, ist der KEC weiter Vorletzter der Gruppe Nord mit 25 Punkten. Trotz der Niederlage bleibt es aber weiter eng im Kampf um die Playoffs. Denn die Haie sind immer noch nur fünf Punkte vom vierten Platz entfernt. Davon abgesehen werden wohl auch die DEL-Spiele der „Süd-Runde“ noch von großer Bedeutung für die finale Platzierung der Kölner Haie sein. Bereits am Dienstag muss sich der KEC dann gegen den direkten Konkurrenten Iserlohn Roosters beweisen. Bei einem Sieg sähen die Playoff-Chancen schon mal deutlich besser aus. (os mit SID und dpa)

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