Bayern-Aufsichtsrat Rummenigge: Keine Extra-Transfers zur Klub-WM
Die FIFA zahlt beim neuen Klub-WM-Format eine Rekordsumme an Preisgeld. Wie beeinflusst das die Transferpläne des FC Bayern?
München – Während sich die Fußballwelt auf das neue Klub-WM-Format in den USA vorbereitet, spricht Bayern-Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit der Sport Bild ein klares Machtwort.
Rummenigge bremst Erwartungen: Kein Transfer-Feuerwerk
Dort stellt er klar: Trotz der Rekordprämien plant der FC Bayern München keine zusätzlichen Transfers für das Turnier. „Es wird keine dramatischen Veränderungen der Statik geben. Bayern München wird keinen Spieler zusätzlich für die Klub-WM kaufen“, so Rummenigge.
Die FIFA schüttet für die erstmals mit 32 Teams ausgetragene Klub-WM eine Gesamtsumme von fast einer Milliarde US-Dollar aus – allein der FC Bayern soll über 25 Millionen Euro als Startgeld erhalten. Auch Borussia Dortmund ist als zweiter deutscher Vertreter dabei, erhält jedoch laut Sport Bild eine geringere Summe.
Neue Struktur hebt Klub-WM auf „neues Niveau“
Die neue Struktur des Turniers, das vom 14. Juni bis 13. Juli in den USA stattfindet, sieht eine Gruppenphase mit 32 Teams vor – ein massiver Ausbau gegenüber dem früheren Format mit nur sechs oder sieben Teilnehmern. Für Rummenigge ist nicht das Geld der wichtigste Faktor: „Das Geld hat auch eine Rolle gespielt, da brauchen wir nicht groß drum herumreden, aber viel entscheidender ist, dass wir eine Formatänderung haben.“
Die FIFA war laut Rummenigge bereit, „für die Klub-WM den Confed-Cup abzuschaffen“. Das bewertet Rummenigge besonders positiv: „Jetzt laufen unsere Nationalspieler im Trikot von Bayern München in den USA auf – und wir werden dafür auch noch anständig honoriert.“ Eine Übersicht über den Modus der Klub-WM gibt es hier.

Auswirkungen auf Bundesliga und Champions League
Rummenigge sieht in der neuen Klub-WM nicht nur ein globales Spektakel, sondern auch eine Chance für den deutschen Fußball. Die Reform könne die Bundesliga aufwerten – vor allem durch die enge Verknüpfung mit der Champions League.
„Die Bundesliga ist die Basis, um sich für die Champions League, also die ‚Kirsche auf der Torte‘, überhaupt zu qualifizieren“, erklärt der 69-Jährige. Diese werde durch die Klub-WM „an sportlicher Bedeutung noch gewinnen, denn durch sie qualifiziert man sich für die Klub-WM.“ (BenHot)