Bundesliga-Finale: Abstiegskampf, CL-Ticket und Conference League

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Von: Magdalena Schwaiger

Das große Finale der Bundesliga-Saison 2025/26 steht bevor. Wer steigt ab? Wer holt sich die letzten internationalen Plätze? Ein Überblick, was noch passieren kann.

Die Meisterschaft ist entschieden, drei Champions-League-Teilnehmer stehen bereits fest. Doch vor dem Anpfiff des 34. Spieltags ist noch vieles offen. Der Abstiegskampf: spannend wie nie. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesliga sind die letzten drei Teams punktgleich. Der Kampf um Europa: Sechs Teams kämpfen noch um die internationalen Plätze. Die möglichen Entscheidungen des 34. Spieltags gibt es am Samstag ab 15.30 Uhr.

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Der FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig stehen bereits als CL-Teilnehmer fest. Der begehrte vierte Platz wird unter dem VfB Stuttgart, der TSG 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen ausgespielt. Die beste Ausgangslage hat der VfB Stuttgart. Das Team von Sebastian Hoeneß steht aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und spielt am Samstag gegen die Eintracht aus Frankfurt. Bei einem Sieg sind die Schwaben so gut wie sicher in der CL. Die relevanten Spiele im Kampf um die Champions League:

  • VfB Stuttgart – Eintracht Frankfurt
  • Borussia Mönchengladbach – TSG 1899 Hoffenheim
  • Bayer 04 Leverkusen - Hamburger SV

Spielt Stuttgart allerdings nur unentschieden, zieht Hoffenheim mit einem Sieg noch am VfB vorbei. Verlieren beide Teams, hat Bayer Leverkusen noch eine Chance auf die Königsklasse. Die Werkself steht aktuell auf dem sechsten Platz, allerdings mit drei Punkten und einem Tor Rückstand auf die Stuttgarter. Leverkusen spielt gegen den HSV, der sich schon sicher auf ein weiteres Jahr Bundesliga freuen darf.

Für die Europa League sind die Tabellenplätze fünf und sechs qualifiziert. Wer aus dem oben genannten Trio nicht in die Champions League einzieht, sichert sich dennoch ein Ticket nach Europa. Leverkusen auf Platz sechs hat 14 Punkte Vorsprung auf den SC Freiburg. Das Rennen um Europa wird „nur“ zwischen dem VfB Stuttgart, Hoffenheim und der Werkself entschieden.

Conference League: Alles Freiburg, oder was?

Auf dem siebten Tabellenplatz steht der SC Freiburg (44 Punkte), der erst kürzlich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in das Finale der Europa League eingezogen ist. Gewinnen die Breisgauer am 20. Mai das Finale gegen Aston Villa, winkt zur Saison 2026/27 die Champions-League-Teilnahme. Daher ist anzunehmen, dass der SC seinen Fokus auf das Duell in zwei Wochen legt. Bei einem Sieg gegen RB Leipzig ist Freiburg auf jeden Fall international dabei.

Rein rechnerisch haben auch noch Eintracht Frankfurt (43 Punkte) und der FC Augsburg (43 Punkte) eine Chance. Hier kommt aber ein großes Aber: Verliert Freiburg das Finale gegen Villa, spielen sie als Tabellensiebter in der Conference League. Gewinnen sie, gibt es keinen deutschen Vertreter in der Conference League.

Überholen sowohl die Eintracht als auch der FC Augsburg den SC Freiburg nach dem letzten Spieltag – und Freiburg landet auf Platz acht oder neun –, ist der Bundesligasiebte automatisch in der Conference League, unabhängig vom Ausgang des Europa-League-Finals. Relevant für die internationalen Plätze in der Saison 2026/27 sind folgende Partien:

  • SC Freiburg - RB Leipzig
  • Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart
  • 1. FC Union Berlin - FC Augsburg

Abstiegskampf en masse: historisch spannendes Bundesliga-Finale

So spannend das Rennen um die verbliebenen internationalen Plätze auch ist: An den Abstiegskampf kommt dieses Jahr nichts heran. Noch kein einziger Klub steht vor dem letzten Spieltag als sicherer Absteiger fest. Sowohl der VfL Wolfsburg auf Platz 16, Heidenheim auf Platz 17 als auch St. Pauli auf dem 18. Tabellenplatz haben 26 Punkte.

Die Choreo der Osttribüne (Fans des 1. FC Heidenheim) beim Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen am 21.03.2026.
Der 1. FC Heidenheim hat am Samstag im Heimspiel gegen Mainz alles selbst in der Hand. © IMAGO / Nordphoto

Das hängt auch damit zusammen, dass der 1. FC Heidenheim in den vergangenen Wochen vom sicher geglaubten Bald-Zweitligisten zum Liga-Liebling geworden ist. In den vergangenen drei Partien verlor Heidenheim kein einziges Spiel, führte gegen die Bayern sogar und nahm am Ende noch einen Punkt aus München mit. Wie es der Zufall (oder der Fußball-Gott) will, treffen am letzten Spieltag der VfL Wolfsburg und der SC St. Pauli in Hamburg aufeinander. Der Verlierer steigt definitiv ab.

Doch auch den Gewinner könnte es erwischen, denn: Heidenheim spielt zu Hause gegen Mainz. Gewinnt das Team von Frank Schmidt, entscheidet am Ende die bessere Tordifferenz. Auch hier ist es eng. Wolfsburg (–26 Tore) hat die bessere Ausgangslage. Heidenheim und St. Pauli haben nicht nur dieselben Punkte, sondern auch dieselbe Tordifferenz (–29 Tore). Bei einem Remis zwischen Pauli und Wolfsburg und einem Dreier der Heidenheimer in Mainz rettet sich der FCH auf den Relegationsplatz.

Eines ist klar: Der 34. Spieltag hält, was er verspricht. Oben wie unten, in der Königsklasse wie im Keller. Selten hat ein letzter Bundesliga-Spieltag so viele Schicksale auf einmal entschieden. Wer am Samstag um 17.30 Uhr auf die Tabelle schaut, wird eine komplett andere Bundesliga sehen als noch am Morgen. Fußball eben.

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