Zwei Spieltage, vieles offen – die Bundesliga-Lage vor dem Saisonfinale

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Von: Magdalena Schwaiger

Bayern ist Meister, das Titelrennen entschieden. Doch in der Bundesliga brennt es noch: Abstiegskampf und Europapokal-Träume – zwei Spieltage vor Schluss ist noch lange nicht alles klar.

Es ist angerichtet: Die letzten beiden Bundesligaspieltage der Saison 2025/26 stehen vor der Tür. Welche Teams steigen ab? Wie gestaltet sich das Rennen um die begehrten internationalen Plätze? Grundsätzlich gilt für die Saison 2026/27: Die Bundesliga hat sieben Startplätze im Europapokal. Doch Sonderregeln und ein ausstehendes UEFA-Ranking bringen Schwung in die letzten beiden Spieltage.

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Einiges steht bereits vor dem 33. Spieltag fest. Der FC Bayern ist mit 83 Punkten und nur einer Saisonniederlage Meister. Auf Platz zwei hat sich der BVB festgespielt, die Schwarz-Gelben dürfen sich über eine sichere Champions-League-Teilnahme freuen. Stand jetzt gibt es vier Plätze für Bundesligisten, die nächstes Jahr in der Königsklasse spielen.

Das Restprogramm der (möglichen) CL-Teilnehmer:

  • FC Bayern München (Platz 1, 83 Punkte): Wolfsburg (A), Köln (H)
  • Borussia Dortmund (Platz 2, 67 Punkte): Frankfurt (H), Bremen (A)
  • RB Leipzig (Platz 3, 62 Punkte): St. Pauli (H), Freiburg (A)
  • Bayer 04 Leverkusen (Platz 4, 58 Punkte): Stuttgart (A), Hamburg (H)
  • VfB Stuttgart (Platz 5, 58 Punkte): Leverkusen (H), Frankfurt (A)
  • TSG Hoffenheim (Platz 6, 58 Punkte): Bremen (H), Gladbach (A)

Im eher unwahrscheinlichen Fall, dass Deutschland Spanien noch im UEFA-Länderranking einholt, winkt ein fünfter Startplatz. Und da wird’s schon eng, wenn man auf die Tabelle schaut: RB Leipzig mit 62 Punkten, Leverkusen, Stuttgart und Hoffenheim jeweils 58.

Freiburg als Europa-League-Sieger? Was dann in der Bundesliga möglich wäre

Gewinnt Freiburg die Europa League, wird ein zusätzlicher Champions-League-Platz für den SCF geschaffen. Die Breisgauer stehen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz, der regulär nur für die Conference League berechtigen würde. Viel Tohuwabohu also in dieser Saison im Kampf um die internationalen Plätze.

Julian Schuster, Trainer des SC Freiburgs, beim Duell gegen den VfL Wolfsburg am 32. Spieltag der Bundesliga
Die Bundesliga-Saison 2025/26 steht vor dem Abschluss. Spannend bleibt es auch für den SC Freiburg und Coach Julian Schuster. © IMAGO / STEINSIEK.CH

Im absoluten Maximalszenario könnten neun Bundesliga-Teams international spielen. Dafür müssten drei Dinge gleichzeitig eintreten:

  • Deutschland erspielt sich den 5. Champions-League-Platz über die UEFA-Rangliste
  • Freiburg gewinnt die Europa League
  • Freiburg landet am Ende auf Platz 8 in der Bundesliga

Für den Fall eines Freiburger Titels würde sich die Tabelle dann wie folgt lesen: Die Plätze 1–5 der Bundesliga ziehen direkt in die Champions League ein – plus Freiburg als EL‑Sieger. Die Plätze 6 und 7 gehen in die Europa League, und der Neunte (aktuell der FC Augsburg) würde sich zusätzlich für die Conference-League-Play-offs qualifizieren.

Doch selbst das viel zitierte Niemandsland der Bundesligatabelle wäre dieses Jahr besonders spannend, würden die oben genannten Szenarien eintreffen. Der Sport-Club steht mit 44 Punkten auf Platz 7, Eintracht Frankfurt mit 43 Punkten auf Platz 8 und der FC Augsburg auf Platz 9.Drei Mannschaften, die je nach Szenario zwischen Conference League und Europa League hin- und herpendeln könnten.

Das Restprogramm für die restlichen (möglichen) internationalen Plätze:

  • SC Freiburg (Platz 7, 44 Punkte): Hamburg (A), Leipzig (H)
  • Eintracht Frankfurt (Platz 8, 43 Punkte): Dortmund (A), Stuttgart (H)
  • FC Augsburg (Platz 9, 40 Punkte): Gladbach (H), Union (A)

Selbst der 1. FSV Mainz 05 ist bis jetzt nicht aus dem Rennen: Mit nur drei Punkten Rückstand auf Augsburg könnten die Rheinhessen theoretisch noch den Sprung ins internationale Geschäft schaffen. Aber: Wäre, wäre Fahrradkette, wie Lothar Matthäus einst sagte. Der Konjunktiv ist hier nicht hilfreich – wer am Ende nach Europa fährt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Abstiegskampf en masse: Entscheidungsduelle am Wochenende

Der Abstiegskampf war und ist auch dieses Jahr spannender als die Meisterschaft, das muss man zugeben. Heidenheim, Pauli und Wolfsburg bangen – für Bremen und Köln bleibt die Luft dünn. Direkt absteigen können aber beide nicht mehr, der Relegationsplatz ist rein rechnerisch noch möglich. Gerettet haben sich erst am 32. Spieltag Gladbach, der HSV und Union Berlin.

Das Restprogramm der (möglichen) Abstiegskandidaten:

  • 1. FC Köln (Platz 14, 32 Punkte): Heidenheim (H), Bayern (A)
  • Werder Bremen (Platz 15, 32 Punkte): Hoffenheim (A), Dortmund (H)
  • VfL Wolfsburg (Platz 16, 26 Punkte): Bayern (H), St. Pauli (A)
  • FC St. Pauli (Platz 17, 26 Punkte): Leipzig (A), Wolfsburg (H)
  • 1. FC Heidenheim (Platz 18, 23 Punkte): Köln (A), Mainz (H)

Heidenheim konnte einem am vergangenen Spieltag wirklich leid tun. Das Spiel gegen die Bayern war eines der besten der Saison. Durch einen späten und unglücklichen Ausgleichstreffer ließ man die drei Punkte liegen. Da auch St. Pauli und der VfL Wolfsburg nicht gewonnen haben, ist der direkte Abstieg von Heidenheim auch vor dem vorletzten Spieltag noch nicht besiegelt. Verliert der FCH am Wochenende jedoch, während Pauli und Wolfsburg punkten, könnte Heidenheim bereits praktisch abgestiegen sein – je nach Punktedifferenz.

Verlieren hingegen alle drei, bleibt alles offen bis zum letzten Spieltag. Das alles verleiht dem direkten Duell am 34. Spieltag zwischen St. Pauli und Wolfsburg eine besondere Brisanz: zwei Mannschaften, die gleichzeitig gegeneinander spielen und beide den Klassenerhalt brauchen – ein Szenario, das die Bundesliga nur selten so klar serviert. Wer aber schon am Wochenende patzt, könnte sich in eine fast ausweglose Lage manövrieren.

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