Schiri Aytekin kämpft bei seinem letzten Bundesligaspiel mit den Tränen
Nach fast 20 Jahren pfeift Deniz Aytekin sein letztes Bundesliga-Spiel – und kämpft dabei sowohl vor als auch nach dem Abpfiff mit den Tränen.
Eine Legende verlässt das Feld – und damit ist nicht Leon Goretzka gemeint. In München verabschiedet sich noch ein ganz Großer aus dem Fußball. Schiedsrichter Deniz Aytekin hat sein letztes Bundesligaspiel gepfiffen. Sowohl vor dem Anpfiff als auch nach dem Schlusspfiff kämpfte der 47-Jährige mit den Tränen. Ein besonderes Spiel für einen besonderen Menschen.

Im Interview vor dem Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Köln, in dem es um nichts mehr ging, war Aytekin sichtlich ergriffen. Er leitete insgesamt 254 Bundesligaspiele – dieses soll sein letztes gewesen sein. Der FC Bayern bedankte sich und überreichte dem 47-Jährigen ein Abschiedsgeschenk. Der Fußball wird Aytekin vermissen – und Aytekin den Fußball. Das machte er auch nach dem Spiel klar.
Aytekin spricht über besondere Momente: „Bundesliga ist unglaublich“
„Ich habe in den 95, 96 oder 94 Minuten, die gespielt wurden, so viel Wertschätzung erfahren. Die Spieler, wie sie mit mir geredet haben, dieser Umgang, das waren ganz besondere Momente. Ich habe die Kunst, die schweren Momente schnell zu vergessen und die besonderen einzufangen, und die Bundesliga ist unglaublich“, sagte der Schiedsrichter zu Sky.
Für ihn war die Zeit in der Bundesliga ganz besonders. Die Wertschätzung, die er über die Jahre erfahren hat, „das ist schwer in Worte zu fassen“. Auch dass seine Familie dabei war, bedeutete dem 47-Jährigen viel: „Aber die ganz besonderen Momente sind dann, wenn man hochschaut und man sieht die Menschen, die einem so wichtig sind.“
Nach dem Abpfiff suchten viele Spieler das Gespräch mit ihm. Das zeigt den Respekt und die Wertschätzung, die die Bundesliga ihm entgegenbringt. Ganz aus dem Fußball verabschieden möchte sich Aytekin aber noch nicht. Ein letztes Spiel in der Kreisklasse stehe noch aus, außerdem arbeite er an einer Dokumentation über seine Karriere. Weitere Projekte sind in Planung. Mit einem „klaren Vielleicht" lässt Aytekin die Tür in den Profifußball offen.