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Schlechtes EM-Omen! Schiedsrichter für Ungarn-Spiel steht fest - er pfiff das letzte DFB-Debakel

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Von: Andreas Schmid

Joshua Kimmich und Sergej Karassjow
Joshua Kimmich und Sergej Karassjow: Am Mittwoch (23. Juni) treffen beide erneut aufeinander. © MIS via imago-images

Deutschland trifft bei der EM 2021 im abschließenden Gruppenspiel auf Ungarn. Der Schiedsrichter für die Partie steht fest. Die DFB-Elf hat keine guten Erinnerungen ihn.

München - Für die deutsche Fußballnationalmannschaft steht am Mittwoch (23. Juni) das abschließende Gruppenspiel der Europameisterschaft* auf dem Programm. Gegen Ungarn will die DFB-Elf ins Achtelfinale einziehen. Nun hat die UEFA die Schiedsrichteransetzung bekanntgegeben.

EM 2021: Sergej Karassjow - Schiedsrichter für Ungarn-Spiel steht fest

Der Russe Sergej Karassjow pfeift das Duell. Der 42 Jahre alte Unparteiische aus Moskau kommt damit zu seinem zweiten EM-Einsatz. Karassjow leitete bereits die Partie Italien gegen Schweiz und hatte beim ungefährdeten Sieg der Squadra Azurra (3:0) keinerlei Probleme mit der Spielleitung.

Karassjow wurde von der UEFA zudem auch bei der EM 2016 sowie der WM 2018 eingesetzt. Ilkay Gündogan, Matthias Ginter, Jonas Hofmann und Florian Neuhaus werden den Unparteiischen gut kennen. In der Champions League pfiff er in der abgelaufenen Saisons Borussia Mönchengladbachs Achtelfinal-Rückspiel gegen Manchester City (0:2). Der Russe leitet seit 2011 internationale Spiele und ist daher erfahren. Das DFB-Team hat allerdings keine guten Erinnerungen an ihn.

EM 2021: Russe Karassjow pfeift Deutschland gegen Ungarn - keine gute Erinnerungen

Denn Karassjow leitete Ende März das WM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien. Gegen den krassen Underdog tat sich die DFB-Elf* extrem schwer und verlor letztlich mit 1:2. Nach einem offensiv erschreckend harmlosen Auftritt (nur zwei Schüsse aufs Tor) und defensiven Unzulänglichkeiten war die große Überraschung perfekt - und Deutschland blamiert.

Karassjow lieferte in der Duisburger Arena eines seiner schlechteren Spiele ab. Das zwischenzeitliche 1:1 durch Gündogan resultierte aus einem schmeichelhaften Strafstoß. Auf der Gegenseite blieb der Elfmeterpfiff nach einem Can-Handspiel aus.

EM 2021: Siebert und Brych - zwei deutsche Schiedsrichter im Einsatz

Bei dieser Europameisterschaft* sind übrigens auch zwei deutsche Schiedsrichter im Einsatz. Dr. Felix Brych leitete bislang die Partie Niederlande gegen Ukraine (3:2) und zeigte in einem schnellen, packendem Aufeinandertreffen eine tadellose Spielleitung. Am Montagabend ist der erfahrene Bundesligaschiedsrichter für das Spiel Finnland gegen Belgien angesetzt. Daniel Siebert kam bereits zu zwei Einsätzen. Der 37-jährige EM-Debütant pfiff Schottland gegen Tschechien (0:2) sowie Schweden gegen die Slowakei (1:0) - bei beiden, leicht zu leitenden Spielen, agierte der Unparteiische souverän.

Bei dieser EM sind übrigens nicht nur europäische Schiedsrichter im Einsatz. Der Argentinier Fernando Rapallini kam in der Partie Ukraine gegen Nordmazedonien (2:1) zum Einsatz, zudem ist er für die Partie Kroatien gegen Schottland angesetzt. Grund hierführ ist eine Kooperation zwischen Südamerikas Verband CONMEBOL und der UEFA. Im Gegenzug pfeift der Spanier Jesús Gil Manzano Spiele der aktuell laufenden Copa América. Rapallini ist nach dem Ägypter Gamal Al-Ghandour
EM 2000) der zweite Nicht-Europäer, der bei einer EM zum Einsatz kommt. (as) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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