Neuer Eintracht-Trainer Albert Riera soll einst Gegner geohrfeigt haben
Albert Riera soll Eintracht Frankfurt zurück in die Erfolgsspur bringen. In seiner Vergangenheit sorgte der Spanier als Coach schon für reichlich Aufregung.
Eintracht Frankfurt leitet mit dem neuen Trainer Albert Riera ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte ein. Der Spanier nimmt an diesem Montag (2. Februar) seine Arbeit am Main auf, findet dabei eine stark verunsicherte Mannschaft vor. Die SGE wartet seit nunmehr acht Spielen auf einen Sieg, kassierte in dieser Zeit besorgniserregende 21 Gegentore.

Riera soll nun den Erfolg zurückbringen. Der 43-Jährige stehe laut Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche für „modernen, intensiven und offensiven Fußball“ und bringe „internationale Erfahrung und eine klare Spielidee“ mit. Er habe die Verantwortlichen mit „seiner fachlichen Tiefe beeindruckt.“ Darüber hinaus ist Riera für seine harte Hand und großes Temperament bekannt – letzteres brachte ihm in der Vergangenheit bereits einige Kontroversen ein.
Neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt: Albert Riera soll als Bordeaux-Coach Spieler geschlagen haben
So geriet Riera während seiner Zeit als Trainer von Girondins Bordeaux (2023/24) negativ in die Schlagzeilen. Nach einer 1:2-Niederlage gegen Saint-Étienne im April 2024 wurde ihm sogar vorgeworfen, einen gegnerischen Spieler im Kabinengang geohrfeigt zu haben. Bordeaux dementierte die Anschuldigungen, doch Rieras Reaktion auf die Vorwürfe war bezeichnend: „Was auf dem Platz passiert, bleibt auf dem Platz. Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas.“
Rieras Verhalten in Bordeaux sorgte ligaweit für Unmut. „Er ist ein sehr arroganter Trainer, der bei Pressekonferenzen eine Reihe arroganter Äußerungen gemacht hat“, kritisierte der französische Journalist Hanif Berkane. Sein Bordeaux-Vorgänger David Guion urteilte noch härter: „Ich habe noch nie einen Trainer gesehen, der so respektlos gegenüber seinen Kollegen ist“.
Riera stand selbst als Spieler unter anderem für Liverpool, Galatasaray, Manchester City und Piräus auf dem Platz. In seiner Trainerkarriere stehen neben Bordeaux noch Stationen bei Galatasaray (Co-Trainer), NK Olimpija Ljubljana und NK Celje zu Buche. Mit letztgenannten Slowenen gewann er 2024/25 den Pokal und führte in dieser Saison bis zu seinem Abschied die Liga mit deutlichem Vorsprung an.
„Er ist ein fantastischer Motivator“, erklärt der slowenische Journalisten Dejan Mitrović gegenüber der Bild. „Er entscheidet alles. Wo sie trainieren. Welcher Spieler kommt. Wer gehen muss.“ So formte Riera Celje zum Erfolg – ob das Modell auch in Frankfurt funktioniert, bleibt abzuwarten. „Wenn Albert die Kontrolle verliert, wird er nervös. Es ist manchmal schwierig, mit ihm zu arbeiten. Aber jedes Genie ist ein bisschen speziell“, ergänzt Mitrović. (LuHa)