Ex-Bayern-Talent lässt Pep verzweifeln – die Münchner haben eine Rückkaufklausel

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Von: Benedict Hottner

Vom FC Bayern unterschätzt – nun verzaubert ein ehemaliges FCB-Talent auf der ganz großen Bühne. Und das gegen Guardiolas Starensemble.

London/München – Chris Richards hat bei Crystal Palace seinen Durchbruch geschafft – und das auf eindrucksvolle Weise. Am vergangenen Wochenende stand der 25-jährige US-Amerikaner im Finale des FA Cups gegen niemand Geringeren als Manchester City auf dem Platz.

Richards wird zum Finalhelden

Das Ergebnis: ein historischer 1:0-Sieg für Palace. Richards spielte dabei eine Schlüsselrolle. In der Dreierkette von Trainer Oliver Glasner zeigte er gegen Erling Haaland & Co. eine überragende Leistung: zwölf Klärungsaktionen, vier geblockte Schüsse, kein einziges Mal ausgedribbelt, dazu 80 Prozent gewonnene Luftzweikämpfe – beeindruckende Werte gegen eine der besten Offensivreihen Europas.

Im Interview mit dem Telegraph hatte Richards vor dem Spiel selbstbewusst erklärt: „Es ist Zeit für den nächsten“ – gemeint war der nächste US-Amerikaner, der den FA Cup gewinnt. Nach Tim Howard (2004) und Julian Sturgis (1873) hat er dieses Ziel nun erreicht.

Chris Richards zeigte gegen Manchester City eine bärenstarke Vorstellung.
Chris Richards zeigte gegen Manchester City eine bärenstarke Vorstellung. © IMAGO/Paul Terry

Vom Bayern-Talent zum Premier-League-Stammspieler

Der Weg dorthin war alles andere als gradlinig. Im Sommer 2022 wechselte Richards für rund 15 Millionen Euro vom FC Bayern zu Crystal Palace. Zuvor war er in München kaum über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen. Nur 283 Einsatzminuten hatte er unter Hansi Flick gesammelt. Eine eineinhalbjährige Leihe zur TSG Hoffenheim brachte ihm zwar die gewünschte Spielpraxis, aber auch viele Verletzungspausen.

Im Sommer 2022 dann der Wechsel zu Crystal Palace. Rund 15 Millionen Euro spülte der Deal dem FCB damals laut Berichten in die Kasse. Bei Crystal Palace musste sich Richards zunächst wieder hinten anstellen. Nach Verletzungsproblemen und viel Bankzeit kämpfte er sich im Laufe der Saison 2023/24 zurück und ist inzwischen fester Bestandteil der Dreierkette von Glasner, der offenbar einst gerne selbst zum FC Bayern gegangen wäre. Insgesamt stand Richards in dieser Saison in 22 Partien für die Londoner auf dem Feld. Eine Entwicklung, die wohl auch in München beobachtet wird.

Rückkaufoption eröffnet neue Perspektiven

Denn wie die Bild schon bei seinem Abgang berichtete, sicherte sich der FC Bayern beim Verkauf an Crystal Palace eine Rückkaufklausel für Chris Richards. Damit könnten die Münchner den nun gereiften Verteidiger zu einem festgelegten Betrag zurückholen – ein Aspekt, der angesichts der aktuellen Situation im Bayern-Kader durchaus an Bedeutung gewinnt.

Nach dem Abschied von Eric Dier, der ungewissen Zukunft von Min-Jae Kim und stockenden Vertragsgesprächen mit Dayot Upamecano sucht der deutsche Rekordmeister nach Verstärkung in der Innenverteidigung. Auch Jonathan Tah ist bisher nur ein Wunschkandidat ohne Vollzugsmeldung. Mit seiner Leistung im FA-Cup-Finale hat Richatds in jedem Fall bewiesen, dass er auf höchstem Niveau bestehen kann. (BenHot)

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