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Goretzka: „Am Ende müssen diese Fragen dem Julian gestellt werden“

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Von: Christoph Gschoßmann

Der FC Bayern empfing am dritten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase Underdog Viktoria Pilsen. Wir haben die Stimmen zur Partie.

München - Der FC Bayern München hatte den Außenseiter der schweren Gruppe in der Champions League zu Gast: Viktoria Pilsen aus Tschechien. Das sagen die Beteiligten vor und nach der Partie (Live-Ticker FC Bayern - Viktoria Pilsen).

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... das Spiel: „Die Jungs haben es gut gemacht. So muss man ein Spiel angehen. Es war schnell entschieden, dann ist es hingeplätschert. Im Hinblick auf Samstag war das reif. Seriös und hochverdient. Das war ein Spiel, das zeigt, dass wir die Schritte in die richtige Richtung gehen.“

... wie die Bayern die Mitte der Pilsener geknackt haben: „Es geht schon viel um Positionierung. Da verrate ich nicht alles. Grundsätzlich ist es das Ziel, dass der Gegner auf einer Linie steht. Und diese Lücken, die dann entstehen, haben wir ganz gut gefunden.“

... ob der Angriff durch das Zentrum eines seiner Grundprinzipien sei: „Eines meiner vielen.“

... Ryan Gravenberch: „Sie haben es alle gut gemacht. Er hat eine gute Positionstreue gehabt. Er ist eigentlich einen Tick offensiver. Auch Stanisic und Mazraoui haben es gut gemacht.“

Hochzufrieden und bestens gelaunt: Julian Nagelsmann beim Kantersieg der Bayern gegen Pilsen.
Hochzufrieden und bestens gelaunt: Julian Nagelsmann beim Kantersieg der Bayern gegen Pilsen. © Sven Hoppe / picture alliance

Leon Goretzka (FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... die Champions-League-Saison: „Neun Punkte aus drei Spielen und ein ordentliches Torverhältnis. Das passt, wir sind auf Kurs.“

... das Spiel: „In der ersten Halbzeit haben wir gut und diszipliniert die Positionen gehalten. Wir waren gut auf den Gegner vorbereitet und daraus sind auch die meisten Tore entstanden.

... die Tatsache, dass das Zentrum so offen war: „Überrascht hat uns das nicht, wir haben den Raum ganz klar analysiert. Die Kette schiebt nicht sofort durch und die rote Zone wird sehr groß.“

... den Konkurrenzkampf im Mittelfeld: „Ich bin es ehrlich gesagt etwas leid, dass wir Woche für Woche darüber sprechen, wer in der Startelf steht. Wir werden am Samstag sehen, wer auf dem Platz stehen wird. Ich bin sicher, dass wir eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen. Es liegt in der Natur der Sache, so geht es den anderen Jungs auch, dass sie ebenfalls auf dem Platz stehen wollen. Das ist mein Anspruch. Aber am Ende müssen diese Fragen dem Julian gestellt werden.“

... die überstandene Krise: „Wir haben in der Länderspielpause zurecht Kritik bekommen. Wir haben die Zeit gut genutzt und uns wieder auf unser Spiel konzentriert. Wir haben schon den Anspruch, dass uns niemand kitzeln muss, dass wir Leistung bringen. Wir sind immer noch extrem verärgert über die Spiele davor.“

... was Borussia Dortmund am Samstag erwartet: „Eine hochmotivierte Bayern-Mannschaft.“

Sadio Mané (FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... das Spiel: „Das Team hat super gespielt, wir haben uns viele Chancen herausgespielt. Wir haben verdient gewonnen.“

... sein Tor: „Ich wollte eigentlich passen. Im Fußball braucht man manchmal so ein bisschen Glück.

... die überstandene Krise: „Wir wussten alle, dass es schwere Wochen waren. Die Reaktion ist wichtiger. Nach der Länderspielpause haben wir gut reagiert. Hoffentlich geht es bis um Saisonende so weiter.“

... das Spiel in Dortmund: „Das wird wichtig, es ist gut, dass wir jetzt unser Selbstvertrauen zurückhaben. Sie haben ein großes, volles Stadion. Wir erwarten ein großes Spiel.“

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern) vor dem Spiel über ...

... ob er wieder das erste Tor prophezeien will - gegen Leverkusen lag er mit drei Minuten richtig: „Heute gibt es keine Prophezeiung. Wenn es immer so funktionieren würde, wär‘s schön.“

... die Stimmung in der Kabine: „Ich bin nicht so oft in der Kabine. Das ist für mein Selbstverständnis schon ein Raum für die Spieler. Man sollte sich während der Woche frei machen von Ergebnissen.“

... seine vier Wechsel und das Spiel: „Wir haben ein paar Wechsel. Es gibt wenig Gründe, wenig zu investieren, und viele Gründe, viel zu investieren.“

... seinen Ansatz gegen Pilsen: „Ich bin kein Freund davon, dass man so große Abstände hat im Ballbesitz, gerade gegen so tiefstehende Gegner. Gute Pass-Staffeten und gegenseitige Unterstützung sind wichtig. Tiefstehende Gegner haben die größte Schwäche, wenn sie nach Ballgewinn ausfächern und du gutes Gegenpressing hast.“

... Viktoria Pilsen: „Viktoria hat klare Abläufe, sie spielen früh auf den Flügel. Sie hatten Momente, auch gegen Barcelona Tore zu erzielen. In der Liga haben sie etwas mehr Ballbesitz. Trotzdem spielen sie in der Liga sehr ähnlich. Sie sind verdient Meister geworden.“

... seine Innenverteidiger: „Alle drei Innenverteidiger haben eine gute Gier, verteidigen zu wollen, ihren Job gut zu erfüllen. Upa ist ein Kandidat auch für die WM für Frankreich. Er wirkt sehr, sehr reif, vielleicht liegt es daran, dass er Papa geworden sind. Matthijs hatte einen nicht so einfachen Anfang, weil er bei Juve nicht so viel gespielt hat. Er kompensiert seine Schwächen durch gutes Stellungsspiel sehr gut. Lucas vermissen wir schmerzlich - er ist ein kleiner Terrier.“

... Ryan Gravenberch: „Ryan ist ein Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Sabi [Marcel Sabitzer] hat zuletzt viele Minuten gehabt. Ryan trainiert seit eineinhalb Wochen deutlich besser. In den englischen Wochen geht es auch darum, dass die Spieler nicht auf unterschiedlichen Positionen spielen.“

Hasan Salihamdizic (Sportdirektor FC Bayern) vor dem Spiel über ...

... die überstandene Krise: „In der Bundesliga haben wir nicht so performt, wie wir das wollten. Deswegen war es gegen Leverkusen so wichtig, zu gewinnen. Bis zur WM haben wir sehr viele Spiele.“

... über die Zeit, als er Spieler war, in der Uli Hoeneß gepoltert habe. Macht er das auch? „Uli hat seinen Stil gehabt, wir haben unseren. Wir versuchen mit unserer Art, mit der Mannschaft zu reden und Schlüsse zu ziehen - und das haben wir auch gemacht.“

... Matthijs de Ligt: „Natürlich schauen wir auf Neuzugänge, das wäre gelogen, wenn wir was anderes sagen würden. Wir schauen, wie fügen sie sich. Man gibt ihnen ein wenig Zeit, sich einzufügen in diesen großen Klub. Ich glaube, dass wir gute Jungs dazugeholt haben und sie sich gut einfügen. De Ligt ist ein super Junge, auch vom Charakter her. Ich wusste, er wollte unbedingt nach München, er war unser Wunschspieler. Wir und er haben uns sehr bemüht, dass das klappt. Jetzt zeigt sich sein Wert. Wir lieben ihn hier.“

... Ryan Gravenberch: „Ein junger Kerl, ein Riesenfußballer. Er hat eine hervorragende Vorbereitung gespielt. Wir reden wirklich viel. Wir saßen beim Frühstück zusammen. Er ist cool. Er versucht im Training Gas zu geben und seine Qualität auf den Platz zu bringen. Er hat nicht so viel gespielt, da ist es immer schwierig. Er weiß, was er zu tun hat. Wir setzen ihn gar nicht unter Druck.“

... die Ausfälle von Müller und Kimmich sowie Vorbereitungen auf den Corona-Winter: „Wir müssen schon schauen, wie wir das managen. Man versucht, eine Linie zu finden. Wir müssen schauen, dass wir verhindern. Ich bin kein großer Experte, aber ich lasse mich ständig beraten. Die Wiesn hat einiges dazu gebracht. Deshalb waren wir vorsichtig, wir waren nur einmal da. Wir sind gut durchgekommen. Wir haben zwei Jungs verloren, aber ich bin optimistisch und hoffe, dass wir gut durchkommen. Wir versuchen, vorsichtig zu sein und zu testen und trotzdem nicht in diesen Pandemiemodus zu verfallen - und ein normales Leben zu führen.“

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