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DFB-Juwel Karim Adeyemi sorgt für völlig irres Champions-League-Spiel

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Von: Patrick Mayer

Karim Adeyemi von Red Bull Salzburg steht im Fokus eines spektakulären Champions-League-Spiels. Der DFB-Shootingstar aus München holt mehrere Elfmeter raus.

München/Sevilla - Davor einem breiten Publikum kaum bekannt, spielte sich Karim Adeyemi spätestens beim 6:0 Deutschlands gegen Armenien in den Fokus - mit einem traumhaften Debüt-Tor bei der Premiere im DFB-Trikot*. Doch damit nicht genug.

Am 1. Spieltag der Champions League* stand der gebürtige Münchner sofort wieder im Fokus einer völlig irren ersten Halbzeit. Sein Klub Red Bull Salzburg sicherte sich mit einem 1:1 beim FC Sevilla einen Punkt. Wenn man aber die ersten 45 Minuten Revue passieren lässt, war für die Österreicher in Andalusien sehr viel mehr drin.

Karim Adeyemi: Münchner mischt mit Red Bull Salzburg die Champions League auf

Der Wahnsinn in einer Statistik: Adeyemi holte bis zum Seitenwechsel drei Elfmeter (!) für seine Mannschaft raus, den ersten Strafstoß verschoss der 19-Jährige (13. Minute) selbst - und zwar rechts am Tor vorbei. In diesem Moment griff wohl die alte Fußballer-Weisheit, dass der Gefoulte besser nicht selber schießt. Aber: Den zweiten Elfer verwandelte Luka Sucic (21.) mit einem Linksschuss zum zwischenzeitlichen Führung, nachdem Adeyemi in der Szene davor in der Box umgeschubst worden war.

Bayern hatte entschieden, mich auszusortieren.

Karim Adeyemi über die Zeit beim FCB

Nur 16 Minuten später - wieder Elfmeter für Salzburg! Diesmal wurde der flinke und dynamische Adeyemi im Strafraum regelrecht umgehauen. Doch: Diesmal setzte Sucic den Elfer an den rechten Pfosten. Wäre es nicht Spektakel genug gewesen, gab es prompt darauf Elfmeter für den FC Sevilla - Ex-Bundesliga-Profi* Ivan Rakitic (42.) verwandelte sicher vom Punkt. Das Halbzeitergebnis sollte das Endergebnis sein.

Karim Adeyemi: Dem FC Bayern nicht gut genug - jetzt wollen ihn der FC Liverpool und Barcelona

Ein Spiel, in dem der Münchner Adeyemi einmal mehr auf sich aufmerksam machte. Zuletzt hatte sich der Marktwert des 19-Jährigen von zehn auf satte 20 Millionen Euro verdoppelt. Und: Wie das Online-Portal transfermarkt.de berichtet, sollen der FC Liverpool und der FC Barcelona großes Interesse an einer Verpflichtung des Stürmers zeigen - und zwar schon zum Winter. Dem Bericht zufolge soll er mindestens 30 Millionen Euro Ablöse kosten. Auch Borussia Dortmund* wird immer wieder mit ihm in Verbindung gebracht.

Ein Rückblick: Im August 2019 erhielt Karim Adeyemi als damals 17-Jähriger und als Spieler der SpVgg Unterhaching die begehrte Fritz-Walter-Medaille (U17) in Gold. Vorgänger waren namhafte Spiele wie Mario Götze, Leon Goretzka* oder Timo Werner. Es war die Bestätigung für den Mut zum Umweg: Denn: Der FC Bayern München* hatte denn Angreifer 2011 für nicht gut genug befunden. Adeyemi ging den Schritt zurück zu seinem Heimatklub TSV Forstenried im Süden Münchens und von dort 2012 weiter zu Ex-Bundesliga-Klub* Haching.

„Früher war es immer mein Traum, mit dem besten Spieler der Welt zu spielen - also mit Lionel Messi vom FC Barcelona. Ich will auf jeden Fall bei einem Topklub in einer Topliga spielen. Einen richtigen Wunsch habe ich nicht“, sagte er Ende 2019 im Interview mit transfermarkt.de - und erzählte: „In der Bundesliga bin ich Dortmund-Fan.“ Der FC Bayern* sei dagegen „zurzeit nicht so mein Verein. Ich wünsche Dortmund, dass sie die Meisterschaft gewinnen, damit Bayern aufhört, die Liga zu dominieren“. Schöne Grüße in Richtung Säbener Straße in München* also.

Karim Adeyemi irgendwann zum FC Bayern in die Bundesliga? „Man weiß nie“

Dass der deutsche Rekordmeister* ihn einst nicht wollte, hat der Youngster nicht vergessen. „Bayern hatte entschieden, mich auszusortieren“, sagte er im August 2021 nach dem Gewinn der U21-EM dem Fachmagazin Kicker: Wäre ein Engagement beim Bundesliga-Giganten - irgendwann - also ausgeschlossen?

„Man weiß nie, was die Zukunft bringt. Ich habe nie gesagt, dass ich Bayern aufgrund meiner Zeit dort nicht mehr mag oder so was“, sagte er dem Kicker: „Deswegen schauen wir mal.“ Nach dem wilden Spiel in Sevilla könnten zumindest Barca, der BVB* und Liverpool ihr Werben intensivieren. (pm) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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