1. 24RHEIN
  2. Sport
  3. Fußball
  4. Fortuna Köln

Fortuna Köln: Jean Löring und Klaus Ulonska bekommen ein Denkmal – der Ort würde sie freuen

Erstellt:

Von: Peter Stroß

Jean Löring im Südstadion
Jean Löring führte Fortuna Köln während seiner langen Präsidentschaft bis in die Bundesliga. © IMAGO / Horstmüller

Pläne für ein Andenken an die ehemaligen Präsidenten Jean Löring und Klaus Ulonska gab es in der Südstadt schon lange, nun setzt Künstler Cornel Wachter es um.

Köln – Am Sonntag hielten Fans und Weggefährten von Fortuna Köln einen Moment inne. Zum sechsten Mal jährte sich am 14. März der Todestag von Fortunas Ehrenpräsidenten Klaus Ulonska. Zuvor hatte sich in diesem Monat bereits der Todestag einer anderen Vereinslegende gejährt. Hans „Jean“ Löring, langjähriger Präsident des SC Fortuna Köln, verstarb am 6. März 2005.

Nun sollen den wohl prägendsten Gesichtern der Fortuna-Historie ein Denkmal gebaut werden. Die bereits seit längerer Zeit gehegten Pläne einer Errichtung werden noch in diesem Jahr in die Tat umgesetzt, wie Künstler und Anhänger des Südstadtsklubs Cornel Wachter dem Express verriet.

Fortuna Köln: Cornel Wachter will Denkmäler noch in diesem Jahr fertig stellen

„Ich wurde dieser Tage durch den Vorstand des SC Fortuna Köln zum Treffen mit dem Vorstandsmitglied und ehemaligen Oberschornsteinfeger Wolfgang Warmsbach ans Vereinsheim gebeten, um die Modalitäten der Platzierung der Denkmäler zu besprechen“, wird Wachter zitiert.

Klaus Ulonska in seinem Büro
Klaus Ulonska leitete den Verein von 2006 bis zu seinem Tod mit leidenschaftlichen Engagement. © IMAGO / Eduard Bopp

Er hat schon eine konkrete Vorstellung davon, wie die Andenken an die Vereinslegenden aussehen sollen. Demnach sollen Klaus Ulonska und Jean Löring auf je einer Säule ruhend ihr jeweiliges Denkmal in Form ihrer Gesichter „als Rubinsche Vase in 3 D“ erhalten.

Denkmäler für Jean Löring und Klaus Ulonska direkt vor dem Vereinsheim

Der Ort, an dem die Denkmäler stehen werden, dürfte nicht nur die Fans begeistern, sondern hätte wohl auch von den ehemaligen Präsidenten große Zustimmung erhalten.

„Wir wurden uns schnell einig, dass der Platz dafür nur direkt vor dem Vereinsheim sein kann“, so Wachter. Fortuna-Fans wissen, warum der Künstler mit dieser Annahme recht hat. Einst vom „Schäng“ für die Jugend errichtet, hatte Klaus Ulonska dort später sein legendäres Büro.

Vereinsheim Fortuna Köln
Vor dem Vereinsheim (Archivbild 2015, mittlerweile umgestaltet) sollen die Denkmäler entstehen. © IMAGO / Herbert Bucco

Neben Löring und Ulonska: Dritte Säule bleibt frei für „ein imaginäres Denkmal“

Drei Säulen stehen bereits an Ort und Stelle, eine von ihnen soll frei bleiben. „Das ist der Platz, wo für jeden Fortunen und jede Fortunin ein imaginäres Denkmal steht, dort könnte jeder, der im Rahmen seiner Möglichkeiten 100 Prozent für den Club gibt, sein Abbild finden. Und wenn er für einen Moment die Augen schließt, dann darf er das eigene ihm gewidmete Denkmal dort auch gerne vor dem inneren Auge sehen“, so Wachter.

Der in Köln geborene Künstler besuchte im Alter von 12 Jahren sein erstes Heimspiel bei Fortuna Köln und hat als sozial engagierter Künstler gemeinsam mit seinem Heimatverein sowie Anhängern der Fortuna-Familie schon viele Aktionen und Kunstprojekte umgesetzt. (ps)

Auch interessant