1. 24RHEIN
  2. Sport
  3. Fußball
  4. Fortuna Köln

„Traurig, dass ich den Verein verlassen werde“ – Lars Bender heuert bei Fortuna-Konkurrent in Regionalliga an

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mick Oberbusch

Lars Bender von Fortuna Köln im Zweikampf
Lars Bender wird Fortuna Köln in Richtung Wuppertal verlassen © Manfred Heyne/imago images

Es ist ein Abschied, der in der Südstadt vor allem aus emotionaler Sicht schmerzt: Abwehrmann und Fortuna-„Urgestein“ Lars Bender wechselt zu einem Ligakonkurrenten.

Köln – Es sind emotionale Worte, die der Pressemitteilung von Fortuna Köln zum Wechsel von Lars Bender zu entnehmen sind. „So glücklich, wie ich vor eineinhalb Jahren war, als ich die Chance hatte, wieder zurück zu kommen, so traurig bin ich jetzt auch im Gegenzug, dass ich den Verein verlassen werde. Jeder weiß, wie sehr mir die Fortuna und auch die Stadt am Herzen liegt. Deswegen war das keine einfach Entscheidung“, so Lars Bender.

Ich werde die Jungs und die Kabine vermissen

Lars Bender

Lars Bender machte 150 Spiele im Trikot von Fortuna Köln

2014 war der Abwehrmann unter Uwe Koschinat in die Südstadt gewechselt, nachdem er den Verein 2018 verließ, kehrte er 2019 nochmal an die alte Wirkungsstätte zurück. Nun schließt er sich mit dem Wuppertaler SV einem direkten Konkurrenten in der Regionallliga West an. Während seiner Zeit bei Fortuna kommt der 33-Jährige auf 150 Spiele, in denen er neun Tore erzielte und elf vorbereitete. „Die Konstellation war so, dass mir gesagt wurde, dass es mit Einsatzzeiten schwer werden würde. Daher habe ich mich umgesehen, weil das Ziel eines jeden Fußballers ist, zu spielen. Jetzt hat sich die Möglichkeit ergeben, nach Wuppertal zu wechseln“, erklärt Bender seine Beweggründe.

Dennoch wird er seinem alten Club immer verbunden bleiben. „Ich wünsche dem Verein und den Jungs alles Gute für den Rest der Saison und ich hoffe, dass sie die gesteckten Ziele erreichen. Ich werde die Jungs und die Kabine vermissen. Jetzt schaue ich aber nach vorne und freue mich auf die Herausforderung beim WSV.“ Auch der Verein zeigte sich ergriffen von dem Abgang des Führungsspielers. „Ich möchte mich persönlich bei Lars bedanken. Wir verlieren mit Lars einen sehr tollen Menschen, der sich mit Fortuna zu hundert Prozent identifiziert hat“, sagt Stefan Puczynski, Leiter Fußball bei Fortuna.

Abgang von Lars Bender schmerzt bei Fortuna Köln vor allem in emotionaler Hinsicht

„Wir sind dem Wunsch nach einem Wechsel nachgekommen. Für ihn ist der Wechsel eine gute Möglichkeit auf Spielzeit zu kommen, die er bei uns in der Rückrunde nicht mehr garantiert hätte. Wir wünschen ihm natürlich in Wuppertal alles Gute.“ In der laufenden Spielzeit stand Bender in 21 Ligaspielen für Fortuna Köln insgesamt elf mal auf dem Platz, auch wenn er zumeist „nur“ eingewechselt wurde. So bleibt es ein Transfer, der vor allem aus emotionaler Sicht schmerzt – für den Verein, und auch für Bender selbst. (mo)

Auch interessant