Neuer sieht vor CL-Rückspiel einen entscheidenden FCB-Vorteil gegenüber Real

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Von: Peter Grad

Manuel Neuer ist sich vor dem CL-Kracher gegen Real Madrid der Schwere der Aufgabe bewusst. Sein Optimismus begründet sich in einer großen Bayern-Stärke.

Der FC Bayern hat sich mit dem 2:1-Hinspiel-Sieg im Estadio Santiago Bernabéu eine glänzende Ausgangssituation für das Weiterkommen ins Champions-League-Halbfinale geschaffen. Dessen ist sich Kapitän Manuel Neuer auf der Pressekonferenz einen Tag vor dem Top-Duell in der Allianz Arena bewusst. Dennoch argumentiert er zurückhaltend: „Der Vorteil liegt darin, dass wir das Hinspiel gewonnen haben. Es ist aber nur ein Tor, es kann in alle Richtungen gehen. Real Madrid ist eine schwere und harte Aufgabe.“

Vier Bayernspieler stehen Schulter an Schulter nebeneinander. Von links nach rechts sind das Harry Kane, Tom Bischof, Manuel Neuer und Michael Olise. Die Szene spielt sich vor der Auswärtsfankurve nach dem Spiel auf St. Pauli ab.
Manuel Neuer vertraut gegen Real Madrid auf das Team. © IMAGO/Jan Huebner

Dann benennt der 40-Jährige den ersten „kleinen Vorteil“, den er für seine Mannschaft sieht: „Wir haben den Vorteil, dass die Kulisse zu Hause brennt an solchen Abenden wie morgen“, um sofort wieder zurückzurudern: „Die Ausgangslage ist gut, aber wir können das nicht überbewerten, weil wir in der Vergangenheit erlebt haben, wie Real zuschlagen kann. Aber wir sind selbstbewusst!“

Bayern-Keeper Manuel Neuer sieht im Kollektiv das mögliche entscheidende Moment

Neuer zeigt die Demut, die in dieser Spielzeit beim FC Bayern Standard ist. Als er dann aber auf seine Duelle mit den Real-Superstars Kylian Mbappé und Vinícius Júnior, die er im Hinspiel teilweise zur Verzweiflung getrieben hat, angesprochen wird, wird er deutlich: „Es geht nicht um die Namen, es geht um ein wichtiges Champions-League-Spiel für uns, für den Verein. Da spielen wir gegen Real Madrid. Um einzelne Protagonisten kümmere ich mich nicht.“

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Der „Absolut Bayern-Newsletter“ - ein Muss für FCB-Fans © Plietsch/Imago

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Dann verrät der fünfmalige Welttorhüter aber doch noch den Vorteil, den er als entscheidend für das Weiterkommen seiner Mannschaft sieht: „Natürlich haben wir sie analysiert. Wir haben die Erfahrung, um den besten Fußball als Team zu spielen. Das wird morgen entscheidend werden. Wenn wir als Mannschaft funktionieren, bin ich sehr positiv, dass wir ins Halbfinale einziehen können.“

Neuer hätte auf Weltklassespieler des FC Bayern wie Harry Kane oder Michael Olise verweisen können, stattdessen steht für ihn – typisch FCB 2025/26 – der Teamgeist im Vordergrund. Und in dieser Hinsicht wähnt er sein Team ganz offensichtlich klar im Vorteil.

Sich selbst sieht Neuer auf alle Eventualitäten in einem derartigen K.-o.-Spiel bestens vorbereitet, auch auf die eines möglichen Elfmeterschießens. Durch ein solches hatten sich die Bayern letztmals gegen die Königlichen durchgesetzt: Im CL-Halbfinale 2012 im Bernabéu hatte der 40-Jährige auf überragende Weise die Schüsse von Cristiano Ronaldo und Kaká pariert.

Der Bayern-Kapitän: „Ich glaube, es hat sich zu 2012 nicht viel verändert, die Spieler des Gegners kennt man und ihre Vorlieben auch. Die Analyse findet im Vorlauf statt, man schaut sich an, wer wie geschossen hat. Aber man muss als Torwart ein eigenes Gefühl dafür entwickeln, was in den Köpfen des Gegenübers stattfindet. Darauf versuche ich zu reagieren. Das hat damals funktioniert, das heißt aber nicht zwingend, dass es immer wieder funktioniert …“

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