Sammer bleibt beim BVB – Borussia Dortmund plant neue Verwendung
Matthias Sammer erhält bei Borussia Dortmund wohl eine neue Funktion. Der frühere Sportvorstand soll bleiben – nur mit angepasstem Einflussbereich.
Dortmund – Die sportliche Wende in der Rückrunde mit Platz vier und der damit verbundenen Champions-League-Qualifikation war nicht nur für die Mannschaft von Borussia Dortmund ein Befreiungsschlag. Auch auf Führungsebene bringt der Erfolg Ruhe in mögliche Personaldebatten – und schafft Raum für neue Strukturen.
Sammer soll Beraterrolle beim BVB verändern
Wie unter anderem die Sport Bild und die WAZ berichten, betrifft dies auch Matthias Sammer. Der 57-Jährige, seit Jahren als externer Berater für die BVB-Geschäftsführung tätig, soll dem Verein erhalten bleiben – allerdings in veränderter Rolle.
Sein aktueller Vertrag läuft noch bis Juni 2025, eine Verlängerung wird aber offenbar mit einem angepassten Aufgabenprofil diskutiert.
Von Kaderplaner zum strategischen Berater
Bislang war Sammer unter anderem in sportliche Entscheidungen eingebunden, unterbreitete Transferideen und nahm an Kadersitzungen teil. Künftig könnte sein Wirkungsbereich deutlich fokussierter ausfallen: Laut Sport Bild will ihn der neue Sport-Geschäftsführer Lars Ricken als persönlichen strategischen Berater einsetzen.
Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Sammer und Ricken – die beiden waren einst Zimmerkollegen bei der Nationalmannschaft – soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Ricken, der erst seit kurzem in seiner neuen Position ist, könnte von Sammers Erfahrung als früherer DFB-Sportdirektor und Bayern-Vorstand profitieren.

Weniger Einfluss, aber weiterhin geschätzt
Die WAZ berichtet allerdings, dass externe Berater wie Sammer „augenscheinlich nicht mehr ins Konzept“ der neu aufgestellten sportlichen Führung um Ricken, Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Sebastian Kehl passen. Dennoch soll der BVB laut dem Blatt großen Wert auf Sammers „präzise und schonungslose Spielanalysen“ legen.
Eine mögliche Vertragsverlängerung würde laut Sport Bild jedoch mit reduziertem Einflussbereich und geringerem Gehalt einhergehen. Offen ist auch, wie der Verein künftig mit Sammers paralleler Tätigkeit als TV-Experte umgeht – Sammer hatte dort immer wieder öffentliche Kritik am BVB geäußert. (BenHot)