Saudi-Klub löst Vertrag mit Neymar – Vor Rückkehr nach Brasilien
Neymar war vorgesehen, zusammen mit Cristiano Ronaldo den saudischen Fußball zu prägen. Dieses Vorhaben endet nun frühzeitig als teurer Fehlschlag.
Riad – Der Vormarsch des saudischen Fußballs ist zuletzt ins Stocken geraten, obwohl der Wüstenstaat den Zuschlag für die WM 2034 erhalten hat. Nachdem Cristiano Ronaldo Ende 2022 den Anfang gemacht hatte, folgten ihm zahlreiche große Namen in die Saudi Pro League. Der Brasilianer Neymar sollte neben dem mehrfachen Weltfußballer zum großen Aushängeschild werden.
Der Klub al-Hilal aus der Hauptstadt Riad investierte 90 Millionen Euro in den Angreifer von Paris Saint-Germain. Wegen zahlreicher Verletzungen entpuppte sich der Wechsel schnell als teures Missverständnis. Dieses haben al-Hilal und Neymar nun vorzeitig beendet.
Neymar machte nur sieben Pflichtspiele in anderthalb Jahren Saudi-Arabien
Wie der Verein in der Nacht auf Dienstag bekanntgab, haben sich al-Hilal und Neymar im Einvernehmen auf eine Trennung geeinigt. „Der Verein bedankt sich für die Dienste von Neymar in seiner Zeit bei al-Hilal und wünscht ihm Erfolg in seiner weiteren Karriere“, lautete es in einem knappen Statement bei Instagram. Nach sieben Pflichtspielen und einem Treffer in anderthalb Jahren geht Neymar als einer der teuersten Transferflops der Fußballhistorie in die Annalen ein.

Der inzwischen 32 Jahre alte 128-fache Nationalspieler der Seleção wird sich nun laut übereinstimmenden Medienberichten seinem Jugendklub FC Santos anschließen. Bei dem Verein, der einst auch Pelé hervorgebracht hat, ging der Stern von Neymar bereits mit 17 Jahren auf.
Nach dem Weltrekordtransfer zu PSG ging es mit Neymar bergab
Den in Europa heiß umworbenen Jungstar sicherte sich 2013 der FC Barcelona, wo Neymar mit Lionel Messi und Luis Suárez ein gefürchtetes Sturmtrio bildete. Neymar gewann mit den Katalanen unter anderem zwei spanische Meisterschaften sowie 2015 die Champions League. Zwei Jahre später folgte der Transfer zu Paris Saint-Germain für die damals wie heute absurde Ablöse von 222 Millionen Euro.
Bis heute war nie ein Fußballprofi teurer, rechtfertigen konnte Neymar die Summe wegen zahlreicher Verletzungen und Eskapaden außerhalb des Platzes nicht. Gegen den Stürmer wurden wiederholt Vorwürfe hinsichtlich Sexualstraftaten und Korruption laut, die Verfahren wurden eingestellt.
PSG konnte dem Vernehmen nach das Glück kaum fassen, für Neymar aus Saudi-Arabien noch 90 Millionen Euro zu erhalten. Mit dem Transfer wollten die Geldgeber in der Wüste ‚Sportswashing‘ betreiben, nun ist das Kapitel beendet.