So präsentieren sich die Bayern-Abgänge aus dem Sommer
Die Bayern-Abgänge des Sommers zeigen unterschiedliche Entwicklungen: Manche blühen bei neuen Vereinen auf, andere kämpfen noch um Anerkennung.
München – Im Sommer hat sich auf mehreren Positionen etwas getan im Kader des FC Bayern München. Die Neuzugänge Luis Diaz, der für viel Geld vom FC Liverpool an die Isar wechselte, Jonathan Tah von Liga-Konkurrent Bayer Leverkusen und Youngster Tom Bischof konnten in der Hinrunde ihren Mehrwert für die Mannschaft bereits unter Beweis stellen. Doch wie steht es um die Abgänge des deutschen Rekordmeisters?

Zu den prominenten Abgängen im Sommer 2025 gehört Mathys Tel, der für 35 Millionen Euro zu Tottenham Hotspur wechselte. Bereits vergangene Saison war der ehemalige Fan-Liebling des FCB an die Londoner ausgeliehen, bis im Juli die feste Verpflichtung des Franzosen folgte. In dieser Spielzeit läuft es bisher mäßig für den 20-Jährigen, fungiert er oft nur als Einwechselspieler. Zudem wurde er nicht für die Königsklasse gemeldet.
Tel wartet auf Erfolg – Leistungssteigerung bei Sané
Ein weiterer Abgang, den die Bayern verschmerzen mussten, war der Verkauf von Champions-League-Held Kingsley Coman, der sich nach zehn Jahren in München für 25 Millionen Euro zu Al-Nassr FC verabschiedete. Bei seinem neuen Arbeitgeber stürmt er zusammen mit Fußball-Legende Cristiano Ronaldo und Ex-Bayern-Stürmer Sadio Mané. Gegen St. Pauli Ende November wurde Mr. Lissabon in der Allianz Arena noch einmal gebührend gefeiert.
Auch ablösefrei verließen drei Spieler im Sommer den FC Bayern. Unter anderem schlug Leroy Sané seine Zelte beim türkischen Serienmeister Galatasaray Istanbul auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, welche ihn auch aus der Nationalmannschaft beförderten, kommt der Außenspieler immer besser in die Saison. So spielte er im DFB zuletzt bei Julian Nagelsmann wieder eine Rolle und lieferte in den WM-Quali-Spielen gegen Slowakei und Luxemburg ab.
Der Wechsel, der wohl fast allen Bayern Fans die Tränen in die Augen beförderte, war der Abschied von Klub-Ikone Thomas Müller. Der Rekordspieler des FCB mit 756 Pflichtspielen und unglaublichen 33 Titeln sagte nach 25 Jahren im Verein Leb Wohl und geht nun mit den Vancouver Whitecaps auf Trophäen-Jagd.
Seine Ankunft in der MLS hätte nicht besser laufen können. Neben dem tobenden Applaus und die Euphorie bei seiner Ankunft liefert der Raumdeuter auch sportlich ab. So führte Müller die Whitecaps mit zehn Scorern in sieben Ligaspielen als Tabellenzweiter in die Playoffs und konnte zudem die kanadische Meisterschaft gewinnen. Diese machte ihn zum erfolgreichsten deutschen Spieler der Geschichte.
| Spieler | Neuer Klub | Ablösesumme |
|---|---|---|
| Mathys Tel | Tottenham Hotspur | 35 Millionen Euro |
| Kingsley Coman | Al-Nassr FC | 25 Millionen Euro |
| Leroy Sane | Galatasaray Istanbul | Ablösefrei |
| Thomas Müller | Vancouver Whitecaps | Ablösefrei |
| Eric Dier | AS Monaco | Ablösefrei |
| Joao Palhinha | Tottenham Hotspur | Leihgabe, 5 Millionen Euro Leihgebühr |
| Adam Aznou | Everton FC | 9 Millionen Euro |
| Paul Wanner | PSV Einhoven | 15 Millionen Euro |
| Frans Krätzik | RB Salzburg | 3,5 Millionen Euro |
| Gabriel Vidovic | Dinamo Zagreb | 1,2 Millionen Euro |
Innenverteidiger Eric Dier schloss sich im Sommer nach zwei Saisons in München der AS Monaco an. Als Stammspieler und Führungsperson spielte der Engländer zu Beginn jede Minute, bis ihn eine Wadenverletzung zum Zuschauen verdonnerte. Auch Joao Palhinha verließ die Bayern im Sommer. Zwar schloss sich der Portugiese nur auf Leihbasis Tottenham Hotspur an, nach starken Leistungen in der Liga und Königsklasse ist jedoch davon auszugehen, dass die Londoner die Kaufoption von 30 Millionen plus Boni ziehen werden.
Doch nicht nur altbewährte Leistungsträger haben die Münchner im Sommer verlassen. So wechselten auch junge Talente wie Adam Aznou, Paul Wanner, Gabriel Vidovic und Frans Krätzig verließen die Bayern nach Leihgeschäften letztendlich komplett. Bis auf letzteren gehört jedoch keiner der genannten Youngsters bei ihren neuen Vereinen zum Stammpersonal. (seb)