Tapferes Deutschland verliert U19-EM-Finale gegen Spanien
Deutschland trifft bei der U19-EM in Wales auf Rekordchampion Spanien. Nach dem Halbfinal-Krimi agiert das DFB-Team lange auf Augenhöhe, doch dann platzt der Traum.
Fazit: Schade! Die deutschen U19-Junioren gehen im Endspiel der EM in Wales gegen Spanien als Verlierer vom Platz. Zwar waren die Spanier über weite Strecken der Partie dominant und hatten klar mehr Ballbesitz. Dennoch konnte die DFB-Auswahl von Trainer Christian Wörns die Partie für lange Zeit offen gestalten. In Halbzeit eins sorgte der Gegner erst in der Schlussphase für Gefahr und erzielte prompt die bis dato etwas glückliche Führung. Leider wurde Deutschland auch kurz nach Wiederanpfiff kalt erwischt, als ein Eckball nach wenigen Minuten zum zweiten Tor führte. In der Folge bemühten sich die DFB-Youngster um den Anschluss, waren jedoch entweder nicht präzise genug und auch Pech war mit im Spiel. Die größte Chance von Reimers wurde von Torhüter Gonzalez im Verbund mit dem Pfosten zunichtegemacht. Immerhin verkaufte sich Deutschland deutlich besser als beim 0:4 gegen den gleichen Gegner im bedeutungslosen Match in der Gruppenphase. Danke fürs Mitlesen und gute Nacht.
U19-EM-Finale: Deutschland – Spanien 0:2 (0:1)
90. + 4. Minute: Eine Freistoßflanke segelt etwas zu hoch in den spanischen Strafraum und dann ist die Partie vorbei! Deutschland verliert das Endspiel der U19-EM gegen die spanischen Junioren in Wales mit 0:2.
90. Minute: Es gibt vier Minuten Nachspielzeit. Deutschland bemüht sich, doch jetzt braucht es wirklich ein Wunder, damit man den Spaniern vor der Nase noch den insgesamt elften WM-Titel bei den U18- bzw. U19-Junioren abluchsen will.
87. Minute: Wieder ein guter Angriff der DFB-Auswahl, Poller bringt eine Flanke von rechts gezielt auf Fields im Sturmzentrum. Doch auch hier fehlt wieder die letzte Entschlossenheit, der Ball landet in den Armen des gegnerischen Keepers.

84. Minute: Konterchance für Spanien durch Morante, doch er scheitert dank einer guten Tat des deutschen Torhüters von der SpVgg Fürth. Den größten Block bei den Deutschen bilden übrigens Spieler der TSG Hoffenheim. Akteure von großen Klubs wie Bayern München oder Borussia Dortmund sucht man vergeblich.
Doppelchance für Deutschland – Pfosten hilft den Spaniern
80. Minute: Innerhalb weniger Minuten erspielt sich das deutsche Team zwei gute Chancen. Erst zieht der eingewechselte Deutsch-Amerikaner Fields auf etwa zehn Metern rechts ab und scheitert an Spaniens Keeper Gonzalez. Momente später steht Culbreath nach einer guten Flanke ziemlich frei im Strafraum. Der Kopfball verkümmert jedoch ein Stück weit und landet neben dem Gehäuse. Schade, da war mehr drin.
75. Minute: Deutschland kämpft, die Spanier stemmen sich dagegen und lauern auf Konter. Aktuell fehlt das letzte Quäntchen, um in die Strafraumnähe der Iberer zu kommen. Nun ist auch der wertvollste Spieler der DFB-Auswahl auf dem Platz, mit dem Leverkusener Montrell Culbreath.
70. Minute: Es gibt nur eine Devise und die lautet: Ab nach vorne. Drei Viertel der Partie sind in etwa absolviert und nach der dicken Chance von Reimers konnte Deutschland nicht mehr Zwingendes erspielen. Zumindest hat das DFB-Team nun den Ballbesitz hauptsächlich an sich gerissen.
64. Minute: Etwas überraschend wird mit Otto Stange einer der bisherigen Aktivposten bei Deutschland ausgewechselt. Auch Reimers und Nink gehen raus, für sie sind nun Poller und Engelns im Spiel. Langsam sollte der erste Treffer her, will man hier heute nicht als Verlierer vom Platz gehen.
57. Minute: Riesenchance für die DFB-Elf, doch selbst der Pfosten stellt sich nun auf die Seite der Spanier. Reimers (Kiel) nimmt sich ein Herz und schießt von links etwa zwölf Metern scharf auf das Gehäuse des Gegners. Der Ball flutscht unter Gonzalez durch, landet am Pfosten und im Nachfassen kann er ihn festhalten.
55. Minute: Jetzt sieht es leider nicht gut aus für Deutschland. Schon gestern verloren die DFB-Juniorinnen das Endspiel gegen Spanien, und auch jetzt befindet sich der männliche Nachwuchs auf der Verliererstraße. Noch ist genug Zeit, doch Spanien dominiert in dieser Phase die Partie nach Belieben.
49. Minute: Jetzt wird es schwer für die DFB-Junioren. Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff gibt es Ecke für Spanien und Real Madrids Nachwuchsmann Rivas kann aus etwa sechs Metern zum 0:2 in die Maschen köpfen.
46. Minute: Die zweite Halbzeit läuft! Es wird sicher nicht lange dauern, bis Stürmer Montrell Culbreath von Bayer Leverkusen in die Partie kommt.

Halbzeitfazit: Beinahe die komplette erste Halbzeit befand sich die deutsche Auswahl auf Augenhöhe mit den favorisierten Spaniern. Zunächst konnte man offensiv sogar die besseren Akzente setzen, wobei HSV-Spieler Stange involviert war. Nach der 40. Minute konnte schließlich auch Spanien offensiv zielstrebiger agieren: Zunächst scheiterte Lopez an der Latte und wenige Augenblicke später stand der Angreifer korrekt und musste den Ball quasi nur ins Tor schieben. 69 Prozent Ballbesitz sprechen außerdem klar für Spanien, doch mit einem Tor Rückstand dürfte die DFB-Auswahl nach der Pause einen Gang zulegen.
45. Minute: Und da ertönt der Halbzeitpfiff. Spanien nimmt eine knappe Führung mit in die Kabine.
45. Minute: Und da landet der Ball plötzlich im deutschen Tor! Nach einem Weitschuss an den Pfosten steht Lopez goldrichtig und kann aus kurzer Distanz vorbei an DFB-Torwart Hellstern die Führung erzielen.
43. Minute: Wir sehen ein rasantes Finale, immer noch mit leichten spielerischen Vorteilen für Spanien.
39. Minute: Jetzt hat auch Spanien die erste Torchance der Partie und das ist bislang die größte. Stürmer Lopez vom FC Villarreal (zweite Mannschaft) bringt von halbrechts einen Schuss aufs Tor und der Ball landet abgefälscht durch ein deutsches Bein an der Latte. Nun hat auch die DFB-Auswahl einen echten Schreckmoment hinter sich.
Endspiel der U19-EM: Offensiver Auftakt von DFB-Team
34. Minute: Pinto Pedrosa klärt einen Vorstoß der Spanier und klärt zur Ecke. Der gebürtige Pforzheimer (mit portugiesischen Wurzeln) und seine Nebenmänner halten die Spanier defensiv weiter in Schach. Beim ersten Aufeinandertreffen vor einer Woche stand es übrigens zu diesem Zeitpunkt bereits 2:0 für den DFB-Gegner.
29. Minute: Schon wieder kommt Deutschland gefährlich vor das spanische Tor und erneut ist es Stange! Hamburgs Youngster setzt sich gegen zwei Spanier durch, macht den Ball im Strafraum fest und dann folgt ein gefährlicher Schuss aus der Drehung. Keeper Gonzalez (Betis Sevilla) kann den leider etwas unplatzierten Schuss parieren.
24. Minute: Wie bei der WM 2026 bekommen die Spieler auch beim U19-EM-Finale eine „Cooling Break“. Doch die dauert ein wenig kürzer und bereits nach ein bis zwei Minuten rollt das runde Leder wieder. Bislang steht das deutsche Team gegen die favorisierten Spanier gut und gestaffelt.
20. Minute: Die Jungs von der iberischen Halbinsel haben das spielerische Zepter in der Hand, defensiv macht Deutschland bislang jedoch einen sehr soliden Eindruck. Eine gute Möglichkeit hatte Spanien, das mit der gleichen Elf wie beim 3:0 gegen Kroatien aufläuft, bis dato noch gar nicht.

15. Minute: Yanez von Real Madrid zieht einen Freistoß von halbrechts aufs Tor, doch der Ball schrammt etwa einen Meter am Kasten von DFB-Keeper Hellstern (Fürth) vorbei.
10. Minute: Munteres Spielchen in den ersten Minuten! Erst kommt Otto Stange zur ersten Torchance, scheitert jedoch am Keeper mit einem wenig strammen Schuss in die Mitte. Direkt im Gegenzug fahren die Spanier einen Konter, der freie Räume hat. Doch ein ungenaues Passspiel macht den Angriff der „Furia Roja“ zunichte.
5. Minute: Die ersten Minuten gehört der Ball hauptsächlich den Spaniern. Doch dann kommt das deutsche Team erstmals durch eine gelungene Aktion durch den HSVer Stange in Richtung Strafraum. Kurz nach der Grenze ist jedoch Endstation.
1. Minute: Pünktlich um 20 Uhr ertönt der Anpfiff. Deutschland in klassischen Farben komplett in Weiß, die Spanier wie gewohnt im rot-blauen Spieldress.
Update, 19.58 Uhr: 0:4 verlor Deutschland das unbedeutende Duell gegen Spanien in der Gruppenphase. Doch im Endspiel trifft das DFB-Team mit der ersten Garde an.
Update, 19.55 Uhr: In wenigen Minuten geht es los. Die Hymnen ertönen und die Spieler klatschen sich ab.
Vorbericht: Mit einem Tor in der Nachspielzeit hat sich Deutschland bei der U19-EM in Wales ins Finale befördert – jetzt wartet die Auswahl aus Spanien. In Wrexham kämpfen die DFB-Junioren am Samstagabend (ab 20 Uhr, so sehen Sie die Partie live) um den Titelgewinn – und die sportliche Antwort auf das 0:4 aus der Gruppenphase.
Der Gegner könnte nicht größer sein: Der Rekordchampion zog mit einem souveränen 3:0 über Kroatien ins Endspiel ein und dominiert die Altersklasse seit nahezu Jahren. Für das DFB-Team ist es die Chance, Geschichte zu schreiben: Nach 2008 und 2014 soll erneut ein deutscher Jahrgang den Titel holen – wir begleiten das Duell hier im Liveticker.
Deutschland trifft im Endspiel der U19-EM erneut auf Spanien
Der Weg ins Endspiel war ein Krimi: Beim 2:1 im Halbfinale gegen die Ukraine trafen Otto Stange und Kapitän Francis Onyeka jeweils zum Ende der beiden Halbzeiten. „Ein Halbfinale kostet meistens Nerven, das ist normal“, sagte Trainer Christian Wörns und sprach zugleich von einer „Weltklasseleistung unserer Verteidigung“.
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Die Erinnerung an das 0:4 im letzten Gruppenspiel sitzt tief, der frühere Bundesliga- und PSG-Profi sprach von einer „Backpfeife“. Gleichzeitig zollt er Respekt: „Spanien ist ein fantastisches Team, das haben wir im Gruppenspiel zu spüren bekommen.“ Zugleich fordert der Coach auf dfb.de: „Wir müssen selbstbewusst auftreten und mit Mut an die Sache herangehen“ – um nicht im Finale der U19-EM ein weiteres Debakel zu erleben.
Anpfiff in Wrexham ist um 20 Uhr – parallel läuft unser Liveticker, der jede wichtige Aktion des Duells Deutschland gegen Spanien einfängt. Für viele Talente ist die Bühne der Europameisterschaft auch ein Schaufenster: Scouts aus den Topligen beobachten natürlich, wer hier auf sich aufmerksam macht.
Ökonomisch ist dieses U19-Finale vereinzelt ein Millionen-Schauplatz: Wertvollster Spieler im DFB-Kader ist laut Transfermarkt.de der Leverkusener Angreifer Montrell Culbreath mit 15 Millionen Euro, dahinter folgt Elversbergs Mittelfeldchef Onyeka mit zehn Millionen. Im deutschen Team steckt also eine Menge Potenzial – und mehrere Akteure, die bereits Bundesligaluft schnupperten.
Heute Abend geht es um mehr als Revanche für das 0:4 – es geht um ein Signal für den deutschen Fußball, nach dem frühzeitigen Aus der A-Nationalmannschaft bei der WM 2026. Wer nicht im Stadion ist, bleibt bei unserem Liveticker ganz nah dran. (PF)