Ungewisse Zukunft: Bayern-Star plötzlich vor Transfer zu Real Madrid?

Aktualisiert:

Von: Philipp Kuserau

Dayot Upamecano und der FC Bayern streiten in den Vertragsgesprächen. Und unerwartet soll jetzt auch Real Madrid den Franzosen ins Visier genommen haben.

München – Was lange Zeit als reine Formsache galt, entpuppt sich plötzlich als knifflige Angelegenheit: Die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern stockt gewaltig. Zwischen dem französischen Innenverteidiger und den Bayern-Bossen herrscht offenbar Uneinigkeit in entscheidenden Verhandlungspunkten – eine Situation, die offenbar bereits das Interesse von Real Madrid geweckt hat.

Verhandlungen zwischen Upamecano und FC Bayern auf Eis gelegt

Wie die Bild berichtet, haben sich die Bayern-Verantwortlichen und Upamecanos Berater darauf verständigt, die Vertragsgespräche bis zum Ende des Sommer-Transferfensters Anfang September ruhen zu lassen. Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund wollen sich zunächst voll auf die akuten Transferbemühungen rund um Luis Diaz und Nick Woltemade konzentrieren.

Diese Pause in den Verhandlungen lässt jedoch Raum für Spekulationen über die Zukunft des 26-jährigen Franzosen, dessen Vertrag im Sommer 2026 ausläuft.

Vertragsverlängerung von Bayern-Star Upamecano stockt: Geld als Knackpunkt

Der Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen scheint wie sooft das Gehalt zu sein. Upamecano, der aktuell inklusive Boni etwa 16 Millionen Euro pro Jahr kassiert, fordert offenbar eine deutliche Gehaltserhöhung. Der französische Nationalspieler möchte seine mittlerweile konstanteren Leistungen finanziell stärker honoriert bekommen.

Dabei dürften die Berater um Upamecano vor allem die kostspieligen Vertragsverlängerungen seiner Teamkollegen Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Alphonso Davies vor Augen haben. Zusätzlich soll sich Upamecano laut Bild eine Ausstiegsklausel in das neue Arbeitspapier schreiben lassen wollen – ein Wunsch, der bei den Bayern-Bossen nicht auf Gegenliebe stößt.

Dayot Upamecano und der FC Bayern liegen in den Vertragsgesprächen über Kreuz. Ein bestimmtes Szenario soll aus Sicht der Münchner allerdings unbedingt vermieden werden.
Dayot Upamecano und der FC Bayern liegen in den Vertragsgesprächen über Kreuz. Ein bestimmtes Szenario soll aus Sicht der Münchner allerdings unbedingt vermieden werden. © IMAGO / MIS / CordonPress

Verhandlungen zwischen Bayern und Upamecano verschoben: Real Madrid wittert seine Chance

Die stockenden Verhandlungen haben nach Berichten von fichajes.net das Interesse von Real Madrid geweckt. Die Königlichen sollen durchaus Interesse daran haben, den Franzosen in die spanische Hauptstadt zu locken. Aus Sicht der Madrilenen wäre sogar ein Transfer noch in diesem Wechselfenster vorstellbar.

Auch wenn das Interesse der Spanier weiteren Druck auf die Münchner erzeugen dürfte: Die Bayern werden Upamecano auf keinen Fall in diesem Sommer abgeben wollen. Immerhin müssen die Münchner noch lange auf Linksverteidiger Alphonso Davies (Kreuzbandriss) und Hiroki Ito (Mittelfußbruch) verzichten und können sich daher keine weitere Schwächung der Verteidigung leisten.

Upamecano zählt unter Kompany zu den Leistungsträgern bei Bayern

Die Situation für die Bayern ist dabei durchaus verzwickt: Zwar will man den französischen Nationalspieler nicht in diesem Sommer ziehen lassen, allerdings wollen die FCB-Verantwortlichen bei Upamecano ein Szenario à la David Alaba, als der Österreicher 2021 ablösefrei nach Madrid wechselte, tunlichst verhindern.

Der 26-Jährige war 2021 für 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig an die Säbener Straße gewechselt. In der vergangenen Saison zählte er zu Bayerns konstantesten Spielern und war unter Trainer Vincent Kompany im Abwehrzentrum absolut gesetzt. In insgesamt 38 Pflichtspielen kam er auf zwei Tore und zwei Vorlagen, musste jedoch seit Ende März wegen eines Knorpelschadens passen. Bei der Klub-WM kam er dann wieder zum Einsatz. (kus)

Kommentare

$Teilen