Wer wird Deutschlands neue Nummer eins? Acht große Fragezeichen nach Manuel Neuer
Mit Manuel Neuers Rücktritt beginnt im DFB-Tor eine neue Ära. Mehrere Kandidaten kämpfen um die Nummer eins.
Mit dem Rücktritt von Manuel Neuer endet eine der prägendsten Torwart-Epochen in der Historie der deutschen Nationalmannschaft. Der langjährige Stammtorhüter verabschiedet sich nach dem WM-Aus endgültig aus dem DFB-Team und hinterlässt eine große Lücke zwischen den Pfosten. Mehrere Kandidaten reihen sich ein, diese große Lücke zu schließen und die Bürde zu übernehmen.

Als aussichtsreichste Kandidaten gelten derzeit Oliver Baumann, Jonas Urbig und Alexander Nübel. Baumann war bis zur WM die eigentliche Nummer eins im DFB-Team und überzeugte sowohl in der Bundesliga als auch bei seinen Länderspieleinsätzen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob der 36-Jährige mehr als nur eine Übergangslösung sein kann. Bei der Europameisterschaft 2028 wäre Baumann bereits 38 Jahre alt, zwei Jahre später bei der WM schon 40.
Die möglichen Neuer-Nachfolger für die Nummer eins im DFB-Tor
Viele Beobachter sehen deshalb Jonas Urbig als Torwart der Zukunft. Der 22-Jährige überzeugte bislang beim FC Bayern mit starken Leistungen, einer hohen Zu-Null-Quote und seinen Qualitäten im modernen Spielaufbau. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg sprach sich in seiner Kolumne bei t-Online deutlich für den Nachwuchstorwart aus: „Beim nächsten Länderspiel muss Jonas Urbig vom FC Bayern als neue deutsche Nummer eins im Tor stehen.“
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Gleichzeitig schränkte der frühere Nationalspieler Baumann ein: „Das Kapitel Manuel Neuer beim DFB sollte jetzt endgültig geschlossen sein, aber auch eine Rückkehr zum 36-jährigen Oliver Baumann macht für mich langfristig keinen Sinn.“ Entscheidend dürfte allerdings sein, ob Urbig beim FC Bayern künftig regelmäßig Spielpraxis erhält.
Nach Informationen der Sport Bild traut selbst Neuer seinem jungen Vereinskollegen zu, sowohl beim Rekordmeister als auch in der Nationalmannschaft langfristig seine Nachfolge anzutreten. Auch Alexander Nübel bleibt im Rennen. Der 29-Jährige wechselte kürzlich zu Besiktas Istanbul und befindet sich im besten Torwartalter. Bundesliga-Erfahrung und internationale Einsätze sprechen für ihn, einen festen Stammplatz im DFB-Team konnte er sich bislang jedoch nicht erarbeiten.
Ebenfalls zum erweiterten Kreis gehören Marc-André ter Stegen, Noah Atubolu und Finn Dahmen. Während ter Stegen nach mehreren Verletzungen weiter auf eine Rückkehr als deutsche Nummer eins hofft, empfahl sich Atubolu mit konstant starken Leistungen und einem Freiburger Vereinsrekord ohne Gegentor. Dahmen spielte sich wiederum mit überzeugenden Auftritten beim FC Augsburg in den Fokus. Ter Stegen stand jahrelang im Schatten von Neuer, könnte nun also endlich seine Chance in Angriff nehmen.
Darüber hinaus drängen außerdem die nächsten Torwart-Talente nach. Dennis Seimen gilt beim VfB Stuttgart als Torwart mit großer Zukunft, benötigt aber noch weitere Erfahrung auf höchstem Niveau. Mio Backhaus soll sich nach seinem Wechsel zum SC Freiburg ebenfalls weiterentwickeln und zählt ebenfalls zu einem spannenden Perspektivspieler im Tor. (LF)