Zverev wettert deutlich gegen Klub-WM vor Bayern-Boca-Spiel

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Von: Niklas Kirk

Während seines Auftritts beim ATP-Turnier in Halle/Westfalen hat Zverev heftig gegen das Klub-WM-Format gewettert und eigene Ideen entwickelt.

Halle (Westfalen) – Alexander Zverev ist bekennender Fußballfan, sein Herzensklub der FC Bayern. Statt jedoch dieser Tage bei der Klub-WM mitzufiebern, übt er auf einer Pressekonferenz beim ATP-Turnier harsche Kritik am Teilnehmerfeld.

„Man will die besten Mannschaften“ - Zverev kritisiert Teilnehmerfeld der Klub-WM

In Halle (Westfalen) ging es nicht nur um Tennis. In einer Fragerunde mit Journalistinnen und Journalisten kam stattdessen auch das Thema Fußball und Klub-WM zur Sprache – womöglich im Wissen um die Fußballbegeisterung des 28-Jährigen. Zum aktuellen Turnier in den USA äußerte er prompt eine klare Meinung: „Ich mag den Wettbewerb nicht. Ich halte ihn für ziemlich dumm, um ehrlich zu sein.“

In der Reihe bekannter Kritikpunkte an der von der FIFA aufgeblähten Klub-Weltmeisterschaft arbeitet sich der Weltranglistendritte jedoch nicht am allgemeinen Überdruss an Spielen ab, sondern richtet seinen Blick konkret auf das Teilnehmerfeld. „Man will die besten Mannschaften der Welt zur Klub-WM bringen – und nicht nur zwei Teams pro Nation“, argumentiert der Tennisprofi, ungeachtet der Tatsache, dass beispielsweise aus Brasilien vier Mannschaften vertreten sind. Seine Kritik dürfte vor allem dem Fehlen namhafter Klubs wie dem FC Barcelona oder dem FC Liverpool geschuldet sein.

„Das ist Zeitverschwendung“ - Zverev zieht gewagten Tennis-Vergleich

Um die seiner Meinung nach geringe Wertigkeit einzelner Spiele zu verdeutlichen, greift er weiter auf einen Tennis-Vergleich zurück. „Bayern München – bei allem Respekt – spielt gegen eine Mannschaft, die in der Weltrangliste auf Platz 5.000 steht. Stellen Sie sich vor, Jannik Sinner würde gegen die Nummer 5.000 auf der ATP-Weltrangliste spielen. Das Spiel wäre nach 24 Minuten vorbei“, und schiebt hinterher: „Mannschaften mitspielen zu lassen, die nicht einmal einen Profikader haben, das ist Zeitverschwendung“.

Tennis-Spieler und Fußballfan: Alexander Zverev
Tennis-Spieler und Fußballfan: Alexander Zverev © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON

Während Zverev also einigen Teams offenbar die Daseinsberechtigung an der Klub-WM abspricht, bringt er gleichzeitig einen Vorschlag für ein attraktiveres Turnier ein: Drei bis vier Mannschaften aus den jeweiligen europäischen Topligen sollen es sein, sowie Topteams aus Südamerika. „Vielleicht auch Inter Miami und Ronaldos Team aus Saudi-Arabien (Al-Nassr, Anm. d. Red.). Das wäre cool!“

Was in Zverevs Argumentationskette jedoch verloren geht, ist die Tatsache, dass das Turnier von der FIFA organisiert wird und diese als Dachverband mehrere Kontinentalverbände miteinander verbindet. Diese haben das Recht, die Sieger ihrer Klubwettbewerbe zu entsenden – darüber hinaus nimmt die UEFA mit zwölf abgesandten Teams bereits eine Sonderrolle ein.

Für genügend Prestige sollte dagegen in der Nacht zum Samstag (21. Juni) gesorgt sein, wenn der FC Bayern in Miami auf die Boca Juniors trifft. Alexander Zverev hingegen richtet seinen Fokus auf Wimbledon und das bevorstehende Grand-Slam-Turnier. (nki)

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