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Champions-League-Endspiel in Köln: THW Kiel schafft die Sensation und besiegt Favoriten aus Barcelona

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Von: Peter Stroß

Die Spieler des THW Kiel jubeln nach dem Gewinn der Champions League.
Die Spieler des THW Kiel jubeln nach dem Gewinn der Champions League. © Marius Becker/dpa

Der THW Kiel hat die Sensation geschafft und im Finale der Handball-Champions-League in Köln den haushoch favorisierten FC Barcelona bezwungen.

Update vom 30. Dezember 10.40 Uhr: Auch ohne Zuschauer gab es wieder absoluten Spitzenhandball in Köln zu bewundern. Mit einer sensationellen Leistung krönten sich die Spieler des deutschen Handball-Rekordmeisters THW Kiel am Dienstagabend (29. Dezember) in zu Lanxess-Arena den Königen Europas. Der THW besiegte den im Vorfeld klar favorisierten FC Barcelona überraschend deutlich mit 33:28. Bereits zur Halbzeit führten die Kieler mit 19:16.

Nach dem kräftezehrenden Halbfinale, bei dem Kiel durch die Verlängerung musste, traute den Norddeutschen kaum jemand die Überraschung gegen Barcelona zu. „Keine Ahnung, wo wir das hergezaubert haben. Man kriegt einfach einen extra Push, wenn man ein Finale spielt“, sagte Torhüter Niklas Landin dem Sport-Informations-Dienst.

Für den THW war es der erste Champions-League-Sieg seit 2012. Das populäre FINAL4 in Europas höchster Spielklasse musste dieses Jahr corona-bedingt ohne Zuschauer stattfinden. Die gute Nachricht für alle Kölner Fans: Noch bis mindestens 2024 steigen Halbfinale und Finale der Handball Champions League in der Domstadt. (bs)

FINAL4 in Köln: Drama und Tumulte in der Verlängerung

Erstmeldung vom 29. Dezember, 16.57 Uhr: Köln – Dank eines Kraftaktes stehen die Handballer des THW Kiel im Champions League Finale in Köln. In einem sensationellen und an Spannung kaum zu überbietenden Halbfinale setzten sich die Norddeutschen beim VELUX EHF FINAL4, der Endrunde um die höchste europäische Handballkrone, am Ende mit 36:35 (29:29, 18:13) gegen Veszprem durch.

Vor allem die letzten Minuten der Partie in der Lanxess Arena waren nichts für schwache Nerven. Für Aufregung sorgte dabei nicht nur der enge Spielstand, sondern auch die ein oder andere Entscheidung der Unparteiischen. Zunächst wurde den Kielern Sekunden vor Schluss ein Siebenmeter aufgrund einer Unsportlichkeit des gegnerischen Torhüters Rodrigo Corrales verwehrt.

In der Verlängerung folgten weitere Entscheidungen zum Nachteil der deutschen Mannschaft. Am Ende gab es sogar Tumulte auf dem Hallenboden des Deutzer „Henkelmännchens“, als Petar Nenadic dem Kieler Niclas Ekberg den Ball mit der Schlusssirene mitten ins Gesicht warf und dafür die rote Karte sah.

Handball Champions League in Köln: Kiel trifft im Finale auf Barcelona

Am Ende aber blieb der deutsche Rekordmeister cool und löste nach Verlängerung (36:35) das Finalticket. „Wahnsinn, wie oft sich das Momentum während des Spiels verändert hat. Aber wir sind im Finale und wir sind einfach glücklich“, kommentierte Nationalspieler Rune Dahmke.

Im Endspiel trifft der THW Kiel heute Abend (20:30 Uhr) auf Top-Favorit Barcelona. Die Spanier siegten im zweiten Halbfinale mit 37:32 souverän gegen Paris St. Germain und träumen nun vom dritten Triumph in der Champions League nach 2011 und 2015.

Elftes Finale in Köln: Erstmals findet das Endspiel ohne Zuschauer statt

Der Sieger des FINAL4, das aufgrund der Corona-Pandemie zwei Mal verschoben worden war, erhält 500.000 Euro Preisgeld. 250.000 Euro hat das Team von THW-Trainer Filip Jicha als Finalist bereits sicher.

Seit 2010 wird das Finale der Handball Champions League bereits in der Domstadt ausgetragen und ist seither ein Garant für Spitzensport und atemberaubende Stimmung. In diesem Jahr findet das Turnier in der Lanxess Arena erstmals ohne Zuschauer statt. (ps)

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