Deutsche Sporthilfe zahlt bei Paralympics gleiche Prämien wie bei Olympia – eine Sache ändert sich aber
Die Paralympics sind mehr als nur ein Sportereignis. Sie stehen für Inklusion und Gleichstellung – auch bei den Medaillenprämien.
Die Paralympics haben sich in den letzten Jahren zu einem Symbol für Gleichberechtigung im Sport entwickelt. Seit 2014 erhalten die Athletinnen und Athleten bei den Paralympischen Spielen dieselben Medaillenprämien wie ihre olympischen Kolleginnen und Kollegen. Diese Gelder werden von der Stiftung Deutsche Sporthilfe ausgeschüttet. Das ändert sich auch in diesem Jahr nicht.

In Mailand und Cortina d‘Ampezzo, wo ab dem kommenden Freitag die Paralympischen Winterspiele 2026 stattfinden, werden die Prämien erneut auf einem Rekordniveau liegen: 30.000 Euro für Gold, 20.000 Euro für Silber und 10.000 Euro für Bronze. So viel Geld gab es zuvor noch nie für deutsche Olympioniken. Hinzu kommt: Dank eines Beschlusses des Deutschen Bundestags sind diese Prämien erstmals steuerfrei.
Deutsche Para-Sportler erwarten gleiche Prämien wie Olympia-Kollegen
Die Deutsche Sporthilfe spielt eine zentrale Rolle bei der Förderung der deutschen Paralympioniken. Bei den kommenden Winterspielen werden alle 48 deutschen Teilnehmer, darunter acht Guides, von der Sporthilfe unterstützt. Dies stellt die zweitgrößte deutsche Mannschaft in der Geschichte der Paralympics dar.
Die Sporthilfe fördert die Athleten nicht nur finanziell, sondern bietet auch gezielte Förder- und Karriereunterstützungsmaßnahmen an. „Die Athletinnen und Athleten der paralympischen Mannschaft für Mailand Cortina sind beeindruckende Persönlichkeiten, die Höchstleistung und Haltung vereinen“, betont Karin Orgeldinger, Vorstandsmitglied der Sporthilfe.
Einige Athleten profitieren bereits seit vielen Jahren von dieser Unterstützung. Andrea Rothfuss, eine Alpin-Rennläuferin, wird seit 22 Jahren gefördert. Kathrin Marchand wechselte nach einem Schlaganfall in den Para-Sport und erhält ebenfalls Unterstützung. Andrea Eskau, die an ihren neunten Paralympics teilnimmt, wird seit über 19 Jahren gefördert.
Diese Beispiele zeigen, wie die Sporthilfe Athleten über lange Zeiträume hinweg unterstützt und ihnen eine erfolgreiche sportliche und berufliche Karriere ermöglicht. Die Förderung des Para-Sports hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt. Seit 2019 hat sich das Fördervolumen der Sporthilfe mehr als verdoppelt. Dies ist auch auf die Unterstützung durch Partner aus Wirtschaft und Bund zurückzuführen.
Seit den letzten Paralympics 2022 wurden über eine Million Euro an Förderleistungen ausgeschüttet. Diese positive Entwicklung zeigt, dass die Förderung der Paralympioniken nicht nur auf finanzielle Prämien beschränkt ist, sondern auch auf eine ganzheitliche Unterstützung abzielt, die den Athleten eine erfolgreiche Zukunft ermöglicht. Die Paralympics sind somit nicht nur ein sportliches, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis von großer Bedeutung. (hbr)