Horst geht live: Das steckt hinter dem tagelangen Social-Media-Chaos bei „Bares für Rares“

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Von: Sabine Kohl

"Bares für Rares" - "Ach Gott im Himmel", rief Horst Lichter in der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" aus, als die Verkäuferin erzählte, wie ihr Ausstellungsstück auf dem Weg ins Walzwerk beschädigt wurde.
Wer verursachte das Chaos auf dem Instagram-Kanal von „Bares für Rares“? Wurde der Account gehackt? Horst Lichter klärt auf. (Archivfoto) © ZDF

Mehrere Tage herrschte auf dem Instagram-Account von „Bares für Rares“ totales Chaos. Ist der Kanal gehackt worden? Oder war das Ganze ein großer Scherz des Social-Media-Teams? Nun bringt Horst Lichter höchstpersönlich Licht ins Dunkel.

Köln - Das Social-Media-Team der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ ist bekannt für seinen Einfallsreichtum - und Moderator Horst Lichter dafür, so manchen Trend auf die Schippe zu nehmen. So kamen Instagram-Follower unter anderem in den Genuss eines „Get ready with Horst“, in dem der 63-Jährige seinen berühmten Zwirbelbart in Form brachte.

Doch in den vergangenen Tagen ging es völlig drunter und drüber. Los ging es am 10. November mit einer besorgniserregenden Nachricht vor schwarzem Hintergrund auf dem Instagram-Kanal: „zdf ist gekocht, hab logins für kanal. ab heute weht hier ein anderer wind.“ In den folgenden Tagen wurden zahlreiche mysteriöse und verwirrende Beiträge geteilt.

Das steckt hinter dem Instagram-Chaos bei „Bares für Rares“

Unter anderem gab es einen Post, der ausschließlich aus Fotos von Haferflocken bestand. In den Storys wurden reihenweise Tierbilder - vor allem von Katzen - geteilt. Angeblich war das Team damit den Wünschen von Followern gefolgt. Es wurde die „Was-wird-Coin“ als neue Investitionsmöglichkeit eingeführt, immer wieder tauchten verschiedene Streamer in den Beiträgen auf.

Und immer wieder spielte „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter eine tragende Rolle in den absurden Beiträgen. Ihn schien ein vermeintlicher Hacker besonders auf dem Kieker zu haben. So taucht beispielsweise die Aufzeichnung eines Video-Anrufes auf, in dem eine schwarz gekleidete Gestalt mit Horst-Lichter-Maske ebendiesen kontaktiert. Lichter wehrt sich gegen den aufdringlichen Anrufer, fordert, dass dieser umgehend seine Nummer löscht - der maskierte Anrufer reagiert aber nur mit Schweigen.

In den Kommentaren kommt schnell die Frage auf: Wurde der „Bares für Rares“-Kanal tatsächlich gehackt? Oder steckt dahinter ein groß angelegter Scherz des Social-Media-Teams? Die Follower reagieren ganz unterschiedlich. Viele amüsieren sich über die Aktion, glauben nicht an einen Hacker. „Dieser Account ist ein einziger Fiebertraum und ich lieb‘s“, schreibt etwa ein Follower. Ein weiterer: „Würde es feiern, wenn der Account einfach so bleibt.“

Wurde der Instagram-Kanal von „Bares für Rares“ gehackt?

Andere fragen sich allerdings mit zunehmender Dauer der verrückten Aktion, ob nicht doch eine Hacker-Übernahme dahintersteckt. Oder sind nur noch genervt. So schreibt etwa ein Follower: „Das Ganze nervt langsam. Bin kurz davor der Seite zu entfolgen!“

Am Donnerstagabend deutet dann ein Video auf dem Kanal eine mögliche Lösung der Geschichte an. Horst Lichter steht im Händlerraum vor der versammelten „Bares für Rares“-Mannschaft und echauffiert sich: „Ich werd‘ wahnsinnig. Ich kann nachts schon nicht mehr schlafen wegen dem ganzen Gedöns.“

Eine Weile geht die Tirade noch weiter, bis irgendwann Händler Fabian Kahl aufmerksam wird, auf eine Gestalt im Hintergrund deutet: „Ich glaube, da filmt jemand.“ Dann geht er auf die Kamera zu, spricht den Filmenden direkt an: „Hast du da die ganze Zeit das Handy in der Hand?“ Die Gestalt flieht zu Lichters Ausruf: „Der Praktikant, der Praktikant.“

Kurz darauf folgt eine Nachricht - nun offenbar wieder vom regulären Social-Media-Team: „Wir haben den Kanal zurück und prüfen aktuell die Situation. Ein Update folgt zeitnah.“

Horst Lichter klärt auf über Social-Media-Chaos bei „Bares für Rares“

Dieses Update folgte dann am Freitagnachmittag in einer weiteren Video-Botschaft von Horst Lichter, in der dieser mit ernster Miene ein zweiseitiges Dokument verliest zur „dramatischen Entwicklung“. Ja, der „Bares für Rares“-Account sei gehackt worden und zwar vom Praktikanten der Produktion. Weil der „junge Mann“ - mehr sagt Lichter nicht zu dessen Identität - sämtliche Zugangsdaten und Passwörter geändert hatte, musste das Team sich auf seine Bedingungen einlassen, um den Kanal zurückzubekommen.

Und diese Bedingung lautet: Horst Lichter beteiligt sich an einem Live-Stream auf der Plattform Twitch, gemeinsam mit einem berühmten Streamer - dessen Name aber nicht verraten wird. „Alle Infos dazu folgen“, heißt es wiederum sehr vage.

Nun scheint es also klar: Die „Übernahme“ des Kanals war ein groß angelegter Marketing-Gag des Social-Media-Teams von „Bares für Rares“, um den ersten Live-Stream von Horst Lichter anzukündigen. Wenn nicht auch das wieder ein sogenannter Hoax, ein Internet-Scherz, ist... Man darf gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht.

Die Reaktionen auf diese Aufklärung sind jedenfalls überwiegend positiv. „Sweet! Ich fands sehr lustig. Danke euch! Schön geplant und umgesetzt“, schreibt etwa ein Nutzer. Oder: „Ein Horst Lichter Livestream, mehr peak geht gar nicht.“ Ein weiterer Follower fordert gar die Beförderung des Praktikanten zum Social-Media-Chef. Es gibt aber auch vereinzelt negative Kommentare: „Das war ganz ehrlich gesagt nicht komisch, sondern peinlich.“

Auf seinem eigenen Instagram-Kanal sorgte Horst Lichter derweil für Unterhaltung mit einer Video-Serie über sein Garten-Projekt, dass er in diesem Jahr mit Sohn Christopher gestartet hat. Und „Bares für Rares“-Expertin Annika Raßbach zeigte auf ihrem Kanal, wie sie das ZDF-Studio aus Lego nachbaut.

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