Kurt Krömer ekelt sich vor Burgern aus der „Heißen Hexe“ und versteigert sie

Die Kult-Mikrowelle kann mehr, als nur aufwärmen. Der Komiker will sie auf eBay trotzdem loswerden. „Jeden Tag trete ich dagegen.“
Ehemalige Tiefkühlprodukte, wie der Pizzaburger, können Nostalgie auslösen. Genauso geht es so manchen bei einem Gerät, in das man gefrorene Leckereien hineinschiebt: Einer ganz bestimmten Mikrowelle, der „Heißen Hexe“. Ende der 1908er und Mitte der 1990er war diese Mikrowelle der Marke Langnese ein Hit. Nun versteigert Kurt Krömer eines der alten Geräte bei eBay.
Kurt Krömer und Linda Zervakis schenken sich die einzigartige Mikrowelle
In seinen Besitz kommt die „Heiße Hexe“ durch Linda Zervakis, wie er mit ihr gemeinsam in der 42. Folge seines Podcasts Feelings erzählt. Die Tagesschau-Sprecherin war schon einmal sein Gast, nämlich in seiner ehemaligen Talkshow „Chez Krömer“, die immer wieder eskalierte. Der Komiker besorgte damals eine „Heiße Hexe“, um Zervakis in der Sendung damit zu überraschen.
Kurz danach schenkte Zervakis sie ihm wieder zu seinem Geburtstag, mit eigener Unterschrift. Bis heute steht sie bei dem Komiker zu Hause. „Und jeden Tag trete ich dagegen und denke, danke ey“, sagt er bei „Feelings“.
„Der Burger war von außen schön heiß und in der Mitte noch gefroren“
Neben dem Hauptteil, der Mikrowelle, besitzt die „Heiße Hexe“ noch einen eingebauten Gefrierschrank. „Da hat man die Gefrierscheiße hochgeholt und dann in die Mikrowelle reingemacht“, erklärt Krömer. In der „Heißen Hexe“ sollte nicht irgendwas warm gemacht werden, sondern nur bestimmte Fertiggerichte der Marke Langnese. Zum Beispiel Pizza, Burger, Hot Dogs oder ein Erbseneintopf.

Damals stand die „Heiße Hexe“ wenig in Privathaushalten, sondern meistens in Kiosken, Kneipen und Tankstellen. Bereiteten die Verkäufer:innen in der „Heißen Hexe“ andere Gerichte zu, brachen sie ihren Vertrag mit Langnese.
Nach einer Aufwärmzeit von ca. 3 Minuten und 30 Sekunden in der Mikrowelle sei das Ergebnis nicht immer gut gewesen, erzählen Krömer und Zervakis. „Der Burger war von außen schön heiß und in der Mitte noch gefroren“, erinnert sich Zervakis. „Wie reingekotzt, sah das immer aus“, fügt Krömer hinzu.
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Krömer versteigert die „Heiße Hexe“ für einen guten Zweck
Bei dem Komiker zu Hause wird in der Kult-Mikrowelle nichts mehr aufgewärmt. „Ich weiß nicht, wo ich es hinstellen soll“, vielleicht in den Keller, fragt er sich im Podcast. Das Teil sei immerhin zwei Meter hoch. Krömer hat offensichtlich keinen Bock mehr auf die „Heiße Hexe“. Deshalb schlägt Zervakis vor, sie zusammen zu versteigern. Den Erlös behalten die beiden nicht für sich, sondern spenden ihn an die Hamburger Tafel und die Berliner Stadtmission.
Neben Zervakis‘ Unterschrift steht auf der Außenwand der „Heißen Hexe“ nun auch ein Autogramm von Krömer. „Bitte holt es selber ab“, wird er in der Anzeige auf eBay zitiert. (Leider nicht bei ihm zu Hause, sondern im Berliner Studio Bummens, seinem Tonstudio). Für einen Aufpreis kann man sich das bestimmt nicht leichte Gerät aber auch liefern lassen.

Bereits einen Tag nach Veröffentlichung der Podcast-Folge liegt das Höchstgebot am Nachmittag bei 400 Euro. Auch du kannst noch bis zum 7. September bei eBay mitbieten.
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