Prinzessin Kate Opfer von KI-Missbrauch: Behörden ermitteln wegen aufreizender Fotos

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Von: Annemarie Göbbel

Die Ehefrau von Prinz William gerät ins Visier eines umstrittenen KI-Tools. Jetzt schalten sich die Behörden ein und fordern dringend Aufklärung.

London – Die britische Regulierungsbehörde Ofcom nimmt derzeit Elon Musks (54) Unternehmen ins Visier. Wie das US-amerikanische News-Magazin Newsweek berichtet, gehört Prinzessin Kate (43) zu den Frauen, die Opfer des KI-Chatbots Grok geworden sind. Das auf der Social-Media-Plattform X verfügbare Tool wurde genutzt, um reale Fotos der Prinzessin von Wales digital zu verändern und sie in aufreizenden Situationen darzustellen. Die britische Boulevardzeitung Daily Mirror bestätigt, dass Prinzessin Kate zu den Tausenden Betroffenen zählt, deren Bilder ohne Einwilligung manipuliert wurden.

Prinzessin Kate findet sich inmitten eines KI-Missbrauch-Skandals wieder. Die Aufnahme zeigt die künftige Königin am 5. Dezember in London.
Prinzessin Kate findet sich inmitten eines KI-Missbrauch-Skandals wieder. Die Aufnahme zeigt die künftige Königin am 5. Dezember in London. © xi-Images/Imago

Der KI-Chatbot Grok, entwickelt von Elon Musks Unternehmen xAI ist seit November 2023 auf X verfügbar. Er ermöglichte es Nutzern offenbar, Fotos von Prinzessin Kate so zu bearbeiten, dass sie in Bikinis oder anderen freizügigen Posen erscheint. Wie die BBC berichtet, sahen Reporter des britischen Senders Beispiele, bei denen Grok genutzt wurde, um Frauen digital zu entkleiden oder in sexualisierten Situationen abzubilden. Besonders brisant: Auch Kinder wurden Opfer dieser Anwendung.

Prinzessin Kate im Fokus von KI-Missbrauch: Ofcom prüft Ermittlungen gegen Musks Grok-Chatbot

Ein Sprecher von Ofcom erklärt laut Newsweek: „Wir sind uns der ernsthaften Bedenken hinsichtlich einer Funktion auf Grok auf X bewusst, die unbekleidete Darstellungen von Personen und sexualisierte Bilder von Kindern verbreitet.“ Die Regulierungsbehörde nahm umgehend Kontakt auf, um zu verstehen, welche Schritte zum Schutz britischer Nutzer unternommen wurden. Basierend auf der Antwort nimmt sie eine zügige Bewertung vor, ob eine formelle Untersuchung gerechtfertigt ist.

Für Prinzessin Kate ist dies nicht das erste Mal, dass ihre Privatsphäre verletzt wird, wie der Daily Mirror erinnert. Bereits 2012 veröffentlichte das französische Magazin Closer Paparazzi-Fotos, die Prinzessin Kate oben ohne beim Sonnenbaden auf einem privaten Anwesen zeigten. Prinzessin Kate und Prinz William (43) verklagten damals erfolgreich die Publikation und erhielten 2017 eine Entschädigung von umgerechnet rund 117.000 US-Dollar (circa 113.000 Euro). Der aktuelle Fall wirft jedoch neue Fragen auf, da nicht echte Fotos, sondern KI-generierte Fälschungen im Mittelpunkt stehen.

Das Grok-Sicherheitsteam äußerte sich am 4. Januar zu dem heiklen Thema: „Wir ergreifen Maßnahmen gegen illegale Inhalte auf X, einschließlich Material über sexuellen Kindesmissbrauch, indem wir es entfernen, Konten dauerhaft sperren und mit lokalen Regierungen und Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten.“ Jeder, der Grok zur Erstellung illegaler Inhalte nutze, werde dieselben Konsequenzen erleiden, als hätte er illegale Inhalte hochgeladen. Der Kensington-Palast äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall. Anders als im Fall einer Privatsphäreverletzung der Thronfolgerfamilie, als sie im Skiurlaub fotografiert wurde. William und Kate reagierten damals mit rechtlichen Konsequenzen. Verwendete Quellen: mirror.co.uk, newsweek.com, bbc.com

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