Nach fast 20 Jahren: SWR wirft Kult-Show von Anke Engelke und Kristian Thees aus dem Programm
Ein Kult-Podcast beim SWR ist nach fast 20 Jahren Geschichte. Tausende Fans wollen das nicht hinnehmen und kämpfen nun lautstark dagegen.
Nach fast 20 Jahren ist Schluss: Der SWR stellt den Podcast „Wie war der Tag, Liebling?“ mit Anke Engelke (60) und Moderator Kristian Thees (59) ein. Die letzte Ausgabe des beliebten Formats soll am Montag (29. Juni) ausgestrahlt werden – ein Abschied, den die beiden Moderatoren selbst in ihrer Sendung der vergangenen Woche ankündigten.

Thees erklärte seinen Zuhörern, dass er und Engelke ab Juli „nicht mehr Teil des Podcast-Portfolios von SWR3“ seien. Der Sender wolle künftig „andere Schwerpunkte“ setzen. Über die genauen Hintergründe schweigt der SWR bislang.
Von SWF3 bis zum Kult-Podcast: Anke Engelkes jahrzehntelange Erfolgsreise beim SWR
Dabei reicht Anke Engelkes Geschichte mit dem Sender weit zurück. Bereits 1986 begann die heute 60-Jährige ihre Karriere beim damaligen Südwestfunk und moderierte unter anderem die Musiksendung „Pop Shop“ auf SWF3. Das Podcast-Format mit Thees entstand 2007 zunächst als Teil einer Radiosendung, in der sich die beiden besten Freunde jeden Abend rund zehn Minuten über ihren Alltag unterhielten – und wurde anschließend als Podcast weitergeführt.
Markenzeichen der Sendung: Die Zuhörer werden liebevoll „Lieblinge“ genannt, ihre Geschichten finden immer wieder Eingang in die Sendung. Genau diese Zuhörerschaft macht sich nun für den Podcast stark. Unter dem Titel „Wir sind die Lieblinge. Wir lassen uns nicht abschalten“ haben bis Sonntagfrüh bereits rund 1.900 Fans eine Petition unterzeichnet, die den SWR zur Rücknahme seiner Entscheidung auffordert. „Ihr macht einen großen Fehler“, heißt es auf der Petitionsseite unmissverständlich.
Das Aus für Engelkes Sendung reiht sich in eine Serie schmerzhafter Abschiede beim SWR ein. Erst im März dieses Jahres verkündeten SWR und ARD das Ende von „Immer wieder sonntags“ – jenem Schlagerklassiker, den Stefan Mross (50) seit 2005 moderierte und der über 30 Jahre lang Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler nannte es eine „schmerzhafte Entscheidung“, verwies aber auf die wirtschaftliche Lage des Senders: „Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns keine andere Wahl.“ Verwendete Quellen: swr3.de, swr.de, openpetition.de