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Verletzte bei Achterbahn-Unglück im Legoland: Ermittlungen laufen – Geschäftsführerin äußert sich

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Von: Sandra Kathe

Bei einem Achterbahn-Unfall in einem Freizeitpark in Bayern werden 31 Menschen verletzt. Darunter Kinder und Jugendliche. Die Ermittlungen dauern an.

+++ 13.46 Uhr: Die Geschäftsführerin Manuela Stone hat sich nach dem Achterbahn-Unfall im Legoland im bayerischen Günzburg nun vor der Presse geäußert. Sie sei sehr froh bestätigen zu können, dass alle Gäste das Krankenhaus inzwischen verlassen konnten. Man werde mit allen Betroffenen Kontakt aufnehmen und ihnen Hilfe und Unterstützung anbieten. Der restliche Parkbetrieb werde weiterhin aufrechterhalten. Lediglich der Themenbereich, in dem sich die betroffene Achterbahn befindet, bleibe geschlossen.

Auf weitere Nachfragen geht die Geschäftsführerin nicht ein. Als eine Journalistin nachfragt, warum sie das Legoland nicht betreten dürften, erklärt sie, dass keine weiteren Fragen beantwortet werden würden.

Bei dem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg sind mehrere Menschen verletzt worden.
Bei dem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg sind mehrere Menschen verletzt worden. © Stefan Puchner/dpa

Verletzte bei Achterbahn-Unglück im Legoland: Ermittlungen laufen – „Da steht viel Arbeit an“

+++ 12.56 Uhr: Wie ein Sprecher der Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag sagte, könnten die Ermittlungen zu der Ursache des schweren Achterbahnunfalls mit 31 Verletzten im Günzburger Vergnügungspark Legoland noch mehrere Monate dauern. Erst danach gebe es Klarheit über den Grund des Unglücks in dem Freizeitpark.

Am Donnerstagnachmittag war ein Zug der Achterbahn „Feuerdrache“ in dem Freizeitpark auf einen vorausfahrenden Zug aufgefahren. 31 Menschen wurden verletzt – darunter auch Kinder und Jugendliche. Am Freitag wollen Beamte der Kriminalpolizei zusammen mit dem von der Staatsanwaltschaft beauftragten Gutachter die Achterbahn begehen. „So lange ist der Betrieb untersagt“, sagte Polizeisprecher Dominic Geißler. Wann die Achterbahn wieder freigegeben werde, sei noch unklar. Die Ermittler wollten auch mit der Befragung von Zeugen beginnen. „Da steht viel Arbeit an für die Kripo Neu-Ulm.“

Achterbahn-Züge kollidieren im Legoland: 31 Menschen verletzt

Update von Freitag, 12. August, 8.30 Uhr: Nach dem verheerenden Achterbahn-Unfall im Legoland im bayerischen Günzburg haben die Ermittlungen zur Ursache begonnen. Noch am Donnerstagabend verschafften sich Vertreter der Staatsanwaltschaft Memmingen in dem Freizeitpark an der A8 einen Überblick über das Geschehen, wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West mitteilte. Ein Sachverständiger werde zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen, hieß es. Zudem sollen Videoaufzeichnungen des Unfalls ausgewertet werden.

Nach Angaben der Polizei war am Donnerstagnachmittag ein Zug der Achterbahn „Feuerdrache“ in dem Freizeitpark auf einen vorausfahrenden Zug aufgefahren und hatte in der Folge 31 Menschen verletzt – einen davon schwer. Zunächst war vonseiten der Polizei von mindestens 34 Verletzten und zwei Schwerverletzten die Rede, diese Zahlen wurden inzwischen korrigiert. Bei den Verletzten handelt es sich laut Polizei um zehn Kinder, einen Jugendlichen und 20 Erwachsene. Wie es zu dem Unfall kam, ist bislang noch unklar.

Zwei Achterbahn-Züge kollidieren im Legoland: 34 Menschen verletzt

Erstmeldung von Donnerstag, 11. August: Günzburg – Aus noch ungeklärter Ursache sind im bayerischen Freizeitpark Legoland in Günzburg am Donnerstag (11. August) zwei Achterbahnzüge zusammengestoßen. 34 Menschen wurden verletzt, mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Der Vorfall ist der zweite Achterbahn-Unfall binnen weniger Tage.

Wie eine Sprecherin des Legolands berichtete, ereignete sich der Unfall im Bahnhofsbereich der 2002 erbauten Achterbahn „Feuerdrache“, die Spitzengeschwindigkeiten von bis zu acht Metern pro Sekunde (etwa 29 Stundenkilometer) erreicht. Zu dem Zusammenstoß gekommen sei es, nachdem einer der Züge aus ungeklärter Ursache stark „abgebremst“ hätte. Ein weiterer Zug sei im Anschluss auf den vorderen aufgefahren.

Achterbahn-Unfall im Legoland Günzburg: Eine Person ist schwer verletzt

Unmittelbar nach dem Unfall seien nach Angaben des Legolands alle Verfügbaren Rettungskräfte des Freizeitparks zum Einsatz ausgerückt. Unterstützt wurden sie durch zahlreiche Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Unter den Verletzten nach dem Vorfall in dem Freizeitpark seien laut Polizeiangaben auch zwei schwerverletzte Personen.

Der Freizeitpark im schwäbischen Günzburg sei nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur auch nach dem Unfall zunächst weiterhin geöffnet geblieben.

Am vergangenen Samstag (6. August) hatte es in einem Freizeitpark im rheinland-pfälzischen Klotten an der Mosel bereits einen tödlichen Vorfall bei einer Achterbahnfahrt gegeben. Eine 57-jährige Frau war aus der fahrenden Attraktion gestürzt. Sie erlitt tödliche Verletzungen. Warum die Frau aus der Achterbahn stürzte, ist noch unklar. Der Park hat seit Dienstag wieder für Besucher geöffnet, die Achterbahn blieb aber zunächst stehen. Grund dafür war, dass der Landkreis den Betrieb der Bahn vorübergehend untersagt hatte. (ska mit dpa)

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