Deutsche Familie stirbt im Türkei-Urlaub – Obduktionsbericht liefert Todesursache

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Von: Carmen Mörwald, Karolin Schaefer, Maximilian Kettenbach, Moritz Bletzinger, Alina Schröder, Julian Mayr

In der Türkei stirbt eine Urlauber-Familie. Nach den beiden Kindern und der Mutter ist jetzt auch der Vater tot. Nun gibt es neue Details zur Todesursache.

Update vom 25. November, 19:12 Uhr: Laut türkischen Medienberichten von T24 und Halk TV wurden im Obduktionsbericht „stichhaltige Beweise“ für eine Phosphin-Vergiftung der Touristenfamilie in Istanbul gefunden, wobei die Rechtsmediziner Belege für den Einsatz eines Bettwanzenmittels entdeckten, während im Blut, Magen und den verzehrten Lebensmitteln der Todesopfer keine Giftspuren nachgewiesen werden konnten – dies bestätigt frühere Medienberichte der vergangenen Woche über eine Chemikalien-Vergiftung als wahrscheinliche Todesursache durch das Versprühen eines Schädlingsbekämpfungsmittels.

Update vom 21. November, 5:45 Uhr: Der Tod der Hamburger Familie im Türkei-Urlaub wirft immer mehr Ungereimtheiten auf. So zeigen Aufnahmen einer Sicherheitskamera, wie der Familienvater verzweifelt versucht, die Hoteltür von innen aufzubrechen und die Fenster einzuschlagen. Die zuvor gerufenen Sanitäter standen bereits vor der Tür, aber konnten nicht hinein, weil das Hotel abgeschlossen wurde, berichtet unter anderem der Tagesspiegel. Bild liegen die Aufnahmen der Überwachungskamera vor.

Istanbul Hotel Tod von vier Personen in der Türkei
Weiterhin sind die Hintergründe des Todes einer ganzen Familie aus Deutschland unklar. (Collage) © Ahmed Deeb/dpa

Der Grund für das abgesperrte Hotel: Angestellte an der Rezeption war zum Essen gegangen und hatte die Eingangstür des Hauses verschlossen. Er wollte verhindern, dass Diebe während seiner Abwesenheit ins Hotel eindringen, sagte der Mann laut dem Tagesspiegel später der Polizei. Erst als er zurückkehrte, konnte der Vater mit seiner Familie in die Klinik eingeliefert werden. Dort starben zuerst die Mutter und die beiden Kinder, einige Tage später auch der Familienvater.

Wende im Fall der deutschen Urlauber: Vermutete Todesursache wird wahrscheinlicher

Update vom 18. November, 17:03 Uhr: Die Ermittlungen zum Tod der deutschen Urlauber-Familie haben erneut eine Wende genommen. Ein vorläufiger Bericht der Gerichtsmedizin bringt neue Erkenntnisse zur wahrscheinlichen Todesursache, wie Cumhuriyet berichtet.

Bisher war stark davon ausgegangen worden, dass die vier Familienmitglieder aufgrund einer Lebensmittelvergiftung starben. Laut den Gutachtern ist nun jedoch eine Vergiftung durch Chemikalien die wahrscheinlichste Todesursache. „Es wird davon ausgegangen, dass sie in erster Linie aufgrund einer chemischen Vergiftung durch die Umgebung des Hotels, in dem sie untergebracht waren, verstorben sind“, heißt es im Bericht weiter. Das passt zu der Tatsache, dass am 11. November, bevor die ersten Symptome bei der Familie auftraten, ein Zimmer in ihrem Hotel mit Pestiziden behandelt wurde.

Update vom 18. November, 11:16 Uhr: Der mysteriöse Tod einer vierköpfigen Familie aus Hamburg während ihres Urlaubs in Istanbul beschäftigt weiterhin die türkischen Ermittlungsbehörden. Nachdem bereits die Mutter und ihre zwei kleinen Kinder vergangene Woche verstorben waren, erlag am Montagabend auch der Vater seinen Vergiftungssymptomen in einem Istanbuler Krankenhaus, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Die Ermittler stehen vor einem Rätsel und verfolgen derzeit zwei Hauptspuren: Eine mögliche Lebensmittelvergiftung oder eine Vergiftung durch Chemikalien, die zur Bekämpfung von Ungeziefer im Hotel der Familie eingesetzt wurden. Toxikologische Untersuchungen und ein Gutachten der Gerichtsmedizin sollen nun Aufschluss über die genaue Todesursache geben. Eine erste Autopsie der Mutter und der Kinder hatte keine eindeutigen Ergebnisse geliefert.

Nach Tod von deutscher Familie in Istanbul: Türkisches Hotel im Visier der Ermittler

Das Hotel der deutschen Urlauber geriet verstärkt ins Visier der Ermittler, nachdem zwei weitere Gäste mit ähnlichen Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen medizinisch behandelt werden mussten. Berichten zufolge war ein Zimmer mit Chemikalien desinfiziert worden. Als Reaktion darauf ließen die Behörden das gesamte Hotel evakuieren und versiegeln. Zusätzlich wurde ein Restaurant im Istanbuler Stadtteil Besiktas geschlossen.

Die türkischen Behörden haben inzwischen elf Verdächtige festgenommen. Gegen vier von ihnen wurde laut der Nachrichtenagentur Anadolu am Montagabend Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung erlassen. Es handelt sich um Verkäufer von Süßigkeiten, gefüllten Muscheln und einem traditionellen Gericht aus Kalbsdärmen namens Kokorec sowie um den Besitzer eines Cafés. Die Familie hatte bei diesen Personen Speisen konsumiert.

Update vom 17. November, 18:26 Uhr: Inzwischen ist der Tod des Familienvaters bestätigt. „Nach der Erkrankung der Familie Böcek in Fatih (…) verlor auch der Vater trotz aller Bemühungen sein Leben“, schrieb Abdullah Emre Güner, der Gesundheitsdirektor der Provinz Istanbul, in einem Post auf X und sprach den Angehörigen sein Beilied aus.

„Unsere Untersuchung des Vorfalls wird weiterhin sorgfältig durchgeführt“, so Güner weiter. Im Laufe des Montags (17. November) sollten die Ergebnisse der Laboruntersuchungen diverser Lebensmittelproben sowie ein Gutachten der Gerichtsmedizin veröffentlicht werden. Dies steht jedoch noch aus. Die Ermittler erhoffen sich von den Ergebnissen Hinweise zur Todesursache der Familie.

Nach Mutter und ihren beiden Kindern: Nun ist auch der Familienvater gestorben

Update vom 17. November, 18:08: Wie mehrere türkische Medien übereinstimmend berichten, soll nun auch der Familienvater gestorben sein. Er war mehrere Tage in kritischem Zustand im Krankenhaus gelegen und wurde zuletzt beatmet.

Update vom 17. November, 9:24 Uhr: Nach dem Tod einer Mutter und ihrer zwei Kinder wurden weitere Personen in der Türkei festgenommen. Dabei handelt es sich laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu um zwei Hotelangestellte sowie eine Person, die Schädlingsbekämpfung in dem Hotel der Familie durchgeführt habe. Damit sind nun elf Verdächtige in Gewahrsam. Acht von ihnen sollen am Montag (17. November) einem Haftrichter vorgeführt werden. Im Laufe des Tages ist mit der Veröffentlichung toxikologischer Gutachten von Lebensmittelproben zu rechnen.

Update vom 17. November, 6:18 Uhr: Die Ermittlungen nach dem Tod einer Hamburger Familie in Istanbul gehen weiter. Bislang gehen die Behörden von einer Lebensmittelvergiftung als Ursache aus. Alle acht Festgenommenen sollen nun am Montag (17. November) einem Haftrichter vorgeführt werden. Ob die Festnahmen miteinander in Zusammenhang stehen, ist noch unklar. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht. Auch zum Zustand des überlebenden Vaters gibt es keine neuen Informationen – er liegt weiterhin auf der Intensivstation.

Unter anderem dieser Streetfood-Stand (r.) wurde nach der mutmaßlichen Vergiftung einer deutschen Familie in Istanbul von den Behörden geschlossen – weitere Fälle rücken nun aber das Hotel in den Fokus.
Unter anderem dieser Streetfood-Stand (r.) wurde nach der mutmaßlichen Vergiftung einer deutschen Familie in Istanbul von den Behörden geschlossen – weitere Fälle rücken nun aber das Hotel in den Fokus. © Tobias Steinmaurer/Imago/Ahmed Deeb/picture alliance/dpa

Familie stirbt im Türkei-Urlaub: Generalstaatsanwaltschaft mit neuen Details

Update vom 16. November, 23 Uhr: Laut CNN Türk gab die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul am Sonntag eine Erklärung zu den Ermittlungen ab. Zu dieser gehörte auch eine Aussage der inzwischen verstorbenen Mutter, welche Gerichte die Familie verzehrte. Die Angaben hatte die Frau gemacht, bevor sich ihr Zustand verschlechterte. Dazu gehörten unter anderem Kebab, Nudeln, Hackfleisch-Pide, Simit (Bagels), Muscheln und Suppe.

Auch der Vater der verstorbenen Mutter meldete sich zu Wort: Er hätte sich nie vorstellen können, dass die Begegnung mit seiner Tochter am Dienstag die letzte sein würde, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Die junge Familie sei jeden Sommer in die Türkei gereist und habe davon geträumt, sich dort niederzulassen.

Update vom 16. November, 18 Uhr: Die Ermittlungen im Fall der verstorbenen Urlauber stellt die Ermittler vor Rätsel. Noch immer ist nicht geklärt, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Zwar wird derzeit von einer Lebensmittelvergiftung ausgegangen, doch bewiesen ist das bisher nicht. Und so wird aktuell in alle Richtungen ermittelt. Die Ermittler gehen etwa auch einem Pestizideinsatz in dem Hotel, in dem die Familie wohnte, nach. Die Laborergebnisse, die Aufschluss über die genaue Todesursache geben sollen, stehen noch aus. Ein erster Autopsiebericht hatte kaum verwertbare Hinweise geliefert.

Der überlebende Vater der Familie liegt weiterhin auf der Intensivstation in Istanbul. Über seinen Zustand wurden keine neuen Informationen bekannt. Die drei verstorbenen Familienmitglieder – Mutter und ihre beiden Kinder im Alter von drei und sechs Jahren – wurden am Samstag beigesetzt.

Weitere Festnahme bei Ermittlungen im Fall der gestorbenen Türkei-Urlauber

Update vom 16. November, 11:00 Uhr: Nach dem Tod einer Hamburger Mutter und ihrer zwei Kinder im Türkeiurlaub ist nun auch ein Bäcker festgenommen worden. Er arbeite in einem Laden in der Nähe des Hotels im Stadtteil Fatih, berichteten die Tageszeitungen „Cumhuriyet“ und „Sabah“ übereinstimmend. Damit steigt die Zahl der Festgenommenen auf acht. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor. 

Zuvor waren Berichten zufolge ein Verantwortlicher des Hotels sowie zwei Personen festgenommen worden, die eine Desinfektion im Hotel durchgeführt hatten. Die Behörden gehen von Vergiftungen in Istanbul aus.

Update vom 16. November, 8:00 Uhr: Der Fall ungewöhnlicher Krankheitsfälle in Istanbul weitet sich aus. Nach dem Tod einer Hamburger Mutter und ihrer zwei Kindern wurden zwei weitere Touristen mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert, wie die Nachrichtenagenturen DHA und Anadolu berichteten. Es soll sich dabei um einen Italiener und einen Marokkaner handeln. Sie übernachteten demnach in demselben Hotel in der Istanbuler Altstadt wie die Familie aus Deutschland. Die beiden klagten Anadolu zufolge über Übelkeit und Erbrechen, sie befinden sich demnach aber nicht in Lebensgefahr. Das Hotel sei evakuiert worden, heißt es in türkischen Medien.

Besonders brisant: Bei den Untersuchungen entdeckten Ermittler, dass ein Zimmer im Erdgeschoss des Hotels mit Chemikalien desinfiziert worden war. Die beiden anderen neu festgenommenen Personen führten diese Desinfektion durch. In der Türkei kommen häufig Chemikalien bei der Bekämpfung von Ungeziefer zum Einsatz. Die Spurensicherung nahm zudem Proben des Trinkwassers, um mögliche Kontaminationen festzustellen.

Türkei: Deutsche Kinder und ihre Mutter tot – Laborergebnisse mit Spannung erwartet

Bereits am Freitag waren vier weitere Verdächtige festgenommen worden. Nach Informationen des Staatssenders TRT handelt es sich dabei um Verkäufer von Süßigkeiten, gefüllten Muscheln und einem traditionellen Gericht aus Kalbsdärmen namens Kokorec. Laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu wird ihnen fahrlässige Tötung vorgeworfen. Alle Verdächtigen seien wegen anderer Delikte vorbestraft. Die Behörden schlossen außerdem einen Laden, in dem die Familie vermutlich gegessen hatte.

Die drei verstorbenen Familienmitglieder wurden am Samstag im westtürkischen Afyonkarahisar beigesetzt. Die Familie mit türkischen Wurzeln stammt aus Hamburg. Der Vater wird weiterhin auf einer Intensivstation in Istanbul behandelt. Ein erster Autopsiebericht brachte kaum nennenswerte Erkenntnisse zur Todesursache. Genauere Informationen sollen die noch ausstehenden Laborergebnisse liefern, die von den türkischen Behörden mit Hochdruck erwartet werden.

„Aßen sie etwas wie Ofenkartoffeln und Muscheln und wurden vergiftet“

Update vom 15. November, 21:21 Uhr: An der Beerdigung der drei verstorbenen Urlauber in Bolvadin, das etwa 450 Kilometer von Istanbul entfernt, nahmen auch hochrangige örtliche Politiker teil. Die Mutter und ihre beiden Kinder starben wohl in Folge einer Lebensmittelvergiftung. Viele Stimmen fordern eine lückenlose Aufklärung des schrecklichen Vorfalls – darunter Dorfvorsteher Kenan G. „Ich habe gestern Nachmittag davon erfahren. Sie sind enge Verwandte von mir. Nach unseren Informationen aßen sie etwas wie Ofenkartoffeln und Muscheln und wurden vergiftet. Diejenigen, die dieses Essen zubereitet und verkauft haben, sollten bestraft werden“, äußerte er sich im Gespräch mit der Bild.

Hotelbesitzer offenbar festgenommen

Update vom 15. November, 18:55 Uhr: Laut Cumhuriyet wurde auch der Hotelbesitzer im Zuge der laufenden Ermittlungen verhaftet. Der Mann soll zudem bereits zwei Vorstrafen wegen „vorsätzlicher Körperverletzung“ und „unbezahlter Leistungen“ haben. Bei der Beerdigung der drei verstorbenen Urlauber – der Mutter sowie ihrer zwei Kinder – sagte ein Onkel des Vaters, dessen Zustand weiterhin kritisch ist, der Nachrichtenagentur Anadolu: „Wer auch immer das getan hat, muss bestraft werden.“

Update vom 15. November, 16:29 Uhr: Nach dem tragischen Tod der deutschen Familie Böcek in Istanbul kommen nun neue wichtige Details ans Licht: Am 11. November wurden in dem Hotel Pestizide versprüht, wie weitere Ermittlungen ergaben. Die Behandlung fand gegen 17 Uhr statt – nur wenige Stunden bevor die ersten Symptome auftraten, wie cumhuriyet.com.tr berichtet.

Wegen dieser neuen Spur wurden drei weitere Personen festgenommen, darunter der Besitzer der Schädlingsbekämpfungsfirma, und der Mitarbeiter, der die Behandlung durchführte. Das Morddezernat hat die Ermittlungen übernommen, wie die Staatsanwaltschaft bekanntgab.

Bei Untersuchungen im Hotel wurden 15 weitere Gäste medizinisch untersucht – ohne Befund. Bei der Untersuchung des Hotels wurden keine schädlichen Pestizidwerte festgestellt, dennoch wurden verschiedene Gegenstände aus dem Hotel zur weiteren Untersuchung mitgenommen. Derweil kämpft der Vater weiterhin um sein Leben und wird beatmet.

Nach tot von deutschen Urlaubern in der Türkei nun weitere Touristen im Krankenhaus

Update vom 15. November, 15:20 Uhr: Der Fall ungewöhnlicher Krankheitsfälle in Istanbul weitet sich aus, zwei weitere Urlauber wurden mit Symptomen in eine Klinik eingeliefert. Die beiden klagten der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge über Übelkeit und Erbrechen, sie befinden sich demnach aber nicht in Lebensgefahr. Ermittler nahmen Anadolu zufolge vor Ort Trinkwasser-Proben und werteten die Überwachungskameras aus. Es sei zudem festgestellt worden, dass ein Zimmer im Erdgeschoss mit Chemikalien desinfiziert worden sei. 

Türkei: Deutsche Kinder und ihre Mutter tot – weitere Urlauber ins Krankenhaus eingeliefert

Update vom 15. November, 13:22 Uhr: Jetzt meldet sich ein Angestellter des Hotels, in dem die Familie aus Deutschland und weitere Erkrankte untergebracht waren. Er wehrt sich gegen Verdachtsmomente, sagt zu Halk TV: „Wir haben vollstes Vertrauen in unser Hotel. Wir bieten außer abgefülltem Wasser keine weiteren Dienstleistungen oder Produkte an. Alle unsere Hotels werden regelmäßig desinfiziert. Einer unserer Gäste, der gestern Abend ankam, hatte bereits Magenbeschwerden.“ Die ins Krankenhaus eingelieferten Urlauber aus Italien und Marokko sollen „bei guter Gesundheit“ sein.

Update vom 15. November, 13:05 Uhr: Eine zwingende Spur auf das Hotel im Stadtteil Fatih ist die Erkrankung weiterer Gäste aber offenbar nicht. Laut der Zeitung Sabah gibt es dort weder Speisen noch Getränke. Ermittlungen sollen ergeben haben, dass die beiden Touristen und ihr Begleiter tagsüber auswärts die gleichen Speisen zu sich genommen hatten. Einer der Männer erkrankte gegen 2 Uhr nachts, einer am Morgen, beim dritten Urlauber zeigten sich bislang keine Symptome.

Im Hotel konsumierten sie außerdem kein Leitungswasser, sondern ausschließlich Wasser aus Kanistern. Die Wasserversorgung des Hotels werde nun überprüft.

Update vom 15. November, 12:26 Uhr: Zwei Personen, die im selben Istanbuler Hotel, wie die mutmaßlich vergiftete deutsche Familie, untergebracht waren, wurden laut Medienberichten ins Krankenhaus eingeliefert. Es handelt sich, wie die Zeitung Cumhuriyet schreibt, um Urlauber aus Italien und Marokko. Auch bei ihnen besteht der Verdacht einer Vergiftung.

Erste Untersuchungsergebnisse und ein Bericht der regierungsnahen Zeitung Sabah hatten zuvor erste Zweifel an der Theorie einer Muschelvergiftung geweckt. Im Essen der deutschen Familie war kein Gift gefunden worden, außerdem passte der zeitliche Ablauf nicht ganz. Mittlerweile ermittelt das Morddezernat.

Update vom 15. November, 9:20 Uhr: Noch immer ist unklar, woran zwei Kinder und ihre Mutter aus Deutschland gestorben sind. Der Familienvater kämpft weiter um sein Leben. Ein erster Autopsiebericht wurde bereits veröffentlicht. Mittlerweile wurden auch erste Personen festgenommen. Doch ob die drei Familienmitglieder tatsächlich an einer Lebensmittelvergiftung gestorben sind, ist unklar.

Das Auswärtige Amt bestätigte, dass es sich bei der Familie aus Hamburg um deutsche Staatsbürger handelt. Laut türkischen Medien hat die Familie türkische Wurzeln und war zum Urlaub machen in Istanbul. Bereits heute sollen die beiden Kinder rund ihre Mutter in der Türkei beigesetzt werden. Die sterblichen Überreste seien nach der Autopsie an die Familie übergeben und ins westtürkische Afyonkarahisar gebracht worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Währenddessen kämpft der Familienvater weiter um sein Leben, er liegt auf einer Intensivstation in Istanbul. Wie die türkische Zeitung Cumhuriyet berichtet, habe der Mann zwischenzeitlich drei Herzstillstände erlitten. Er befinde sich weiterhin in kritischem Zustand.

Kinder und Mutter sterben nach Streetfood: Erster Autopsiebericht veröffentlicht

Ermittler gehen derweil Hinweisen zur Aufklärung der Tragödie nach. Im Verdacht steht weiterhin eine Lebensmittelvergiftung. Noch werde aber auf die Ergebnisse von Laborergebnissen gewartet, so Anadolu. Ein erster Autopsiebericht habe kaum nennenswerten Hinweise geliefert. Trotzdem wurden bereits am Freitag vier Verdächtige festgenommen. Laut dem Staatssender TRT geht es um Verkäufer von Süßigkeiten, gefüllten Muscheln und einem Gericht aus Kalbsdärmen (Kokorec). Ihnen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, berichtete Anadolu. Demnach sind alle Verdächtigen wegen anderer Delikte vorbestraft.

Vater, Mutter, der sechs Jahre alte Sohn und die drei Jahre alte Tochter waren am Sonntag nach Istanbul gereist. Die Familie soll am Dienstag um die Mittagszeit in den Stadtteil Ortaköy gefahren sein. Das habe der Vater der Familie ausgesagt, bevor sich sein Zustand verschlechtert habe, berichtet die regierungsnahe Zeitung Sabah. Dort hätten sie bei einem fliegenden Händler gefüllte Muscheln und in einem anderen Laden dann Suppe und Kokorec gegessen. Auf dem Rückweg ins Hotel im Stadtteil Fatih hätten sie noch Lokum – eine türkische Süßigkeit – und Wasser eingekauft. Anadolu berichtete, die Familie habe auch Hühnchen gegessen.

Eltern hatten Durchfall und Gastroenteritis, Kinder litten an Übelkeit und Erbrechen

Einen Tag später, am Mittwoch, sei die Familie zunächst wegen Übelkeit und Erbrechens in ein Krankenhaus mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung eingeliefert worden, berichtete die Nachrichtenagentur. Die Eltern seien mit Durchfall und Gastroenteritis diagnostiziert und behandelt worden, die Kinder in einer anderen Klinik wegen Übelkeit und Erbrechens, später aber wieder entlassen worden. Als sich besonders der Zustand der Kinder verschlechterte, sei die gesamte Familie in der Nacht erneut in ein Krankenhaus gebracht worden. Kurz darauf verstarben beide Kinder. Kurz darauf verstarb auch die Mutter.

Türkische Behörden ließen Laden bereits schließen

Justizminister Tunc sagte, es seien Proben an den Orten entnommen worden, an denen die Familie gegessen habe. In der Türkei werden Restaurants und Straßenverkäufer zwar kontrolliert, die Kontrolldichte ist jedoch insbesondere in touristisch stark frequentierten Gebieten Experten zufolge oft unzureichend. Der Gesundheitsdirektor der Provinz Istanbul erklärte jedoch bereits auf X, dass bisher kein ungewöhnlicher Anstieg bei Lebensmittelvergiftungen verzeichnet werde.

Obwohl die Ursache bislang noch immer unklar ist, ließen die Behörden bereits einen Laden in dem betroffenen Stadtteil schließen. „Der Betrieb, von dem angenommen wird, dass er den Vorfall verursacht hat, wurde von den zuständigen Einheiten unserer Gemeinde zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit auf unbestimmte Zeit versiegelt“, zitierte die Zeitung „Cumhuriyet“ die Stadtteilverwaltung.

Update vom 14. November, 12:30 Uhr: Nach dem tragischen Tod zweier deutscher Kinder und ihrer Mutter im Türkei-Urlaub haben die türkischen Behörden erste Festnahmen bestätigt. Wie Justizminister Yilmaz Tunc auf der Plattform X mitteilte, wurden vier Verdächtige festgenommen. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut dem Staatssender TRT um Verkäufer von Süßigkeiten, gefüllten Muscheln und einem Gericht aus Kalbsdärmen, dem sogenannten Kokorec.

Weiter heißt es, entsprechende Proben seien an den Orten, wo die Familie gegessen hatte, entnommen worden. Die genaue Todesursache ist noch Gegenstand von Untersuchungen. Der Vater befinde sich laut türkischen Medien weiter auf der Intensivstation.

Lebensmittelvergiftung vermutet: Mutter und ihre zwei Kinder sterben im Türkei-Urlaub

Update vom 14. November, 8:46 Uhr: Nach dem Tod der beiden Kinder aus Deutschland in der Türkei ist nun auch die Mutter verstorben, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtet. Der Vater kämpft weiterhin in einem Istanbuler Krankenhaus um sein Leben. Die türkischen Behörden vermuten eine schwere Lebensmittelvergiftung als Ursache und haben bereits einen Lebensmittelbetrieb im Stadtteil Besiktas geschlossen.

Die vierköpfige Familie war am Sonntag zu einem Urlaub in die türkische Metropole gereist. Am Dienstag sollen sie laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu gefüllte Muscheln verzehrt haben. Andere Medien berichten zudem, dass die Urlauber im Stadtteil Ortaköy auch gefüllte Ofenkartoffeln, sogenannte Kumpir, gegessen haben sollen.

Nur einen Tag später, am Mittwoch, wurden alle Familienmitglieder mit schweren Vergiftungssymptomen wie Übelkeit und Erbrechen in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach einer ersten Behandlung entließen die Ärzte die Familie wieder. Im Hotel kam es dann zur dramatischen Wendung: Hotelangestellte fanden Mutter und Tochter regungslos vor. Die gesamte Familie wurde daraufhin erneut ins Krankenhaus gebracht, wo die beiden Kinder verstarben.

Die Stadtverwaltung von Besiktas hat inzwischen reagiert. „Der Betrieb, von dem angenommen wird, dass er den Vorfall verursacht hat, wurde von den zuständigen Einheiten unserer Gemeinde zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit auf unbestimmte Zeit versiegelt“, zitiert die Zeitung „Cumhuriyet“ die lokalen Behörden. Die genauen Umstände, die zur Vergiftung führten, werden weiterhin untersucht.

Erstmeldung vom 13. November: Istanbul – Zwei Kinder (3,6) einer aus Deutschland stammenden Familie sind im Türkei-Urlaub gestorben. Die drei und sechs Jahre alten Geschwister erlagen in einem Istanbuler Krankenhaus einer mutmaßlichen Lebensmittelvergiftung, wie das türkische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekanntgab.

Die Eltern befinden sich derzeit noch auf der Intensivstation. Die Familie habe Straßenessen verzehrt. Ein Vertreter des Ministeriums teilte auf dem Onlinedienst X mit, dass die Behörden bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet haben.

Familien-Drama im Türkei-Urlaub: „Eltern werden auf Intensivstation behandelt“

Der türkische Fernsehsender NTV berichtete, dass die betroffene Familie ihren Wohnsitz in Deutschland hat und sich zu Urlaubszwecken in der Türkei aufhielt. Nach Informationen türkischer Medien hatte die vierköpfige Familie am vergangenen Dienstag (11. November) im beliebten Touristenviertel Ortaköy Muscheln, gefüllte Kartoffeln und Hühnchen an einem Straßenstand gekauft. Kurz nach dem Verzehr dieser Speisen mussten alle Familienmitglieder mit Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Für die beiden Kinder kam jede Hilfe zu spät. Die Dreijährige und der Sechsjährige verstarben trotz medizinischer Behandlung. Die genauen Umstände des tragischen Vorfalls sind nun Gegenstand der behördlichen Untersuchungen. „Die Eltern werden weiterhin auf der Intensivstation behandelt. Unsere Gesundheitsbehörde hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet“, sagte der Gesundheitsdirektor der Provinz Istanbul, Abdullah Emre Güner.

Ob die Geschwister tatsächlich an einer Lebensmittelvergiftung gestorben sind, wird der Autopsiebericht klären. In Italien gab es im August einen rätselhaften Vorfall: 30 Urlauber müssen nach dem Essen in eine Klinik. (Quellen: AFP, NTV.tr) (asc)

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