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Corona-Variante: Wohl erster „Omikron“-Fall in Deutschland – nun auch in NRW?

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Von: Oliver Schmitz

Corona-Test
Der mutmaßlich erste Omikron-Infizierte landete am Flughafen Frankfurt. (Symbolbild) © Tom Weller/dpa/

In Deutschland wurde wohl der erste Fall der neuen Corona-Variante „Omikron“ entdeckt. Ein infizierter Reiserückkehrer kam aus Südafrika. Auch in NRW gibt es nun erste Verdachtsfälle.

Wiesbaden/Frankfurt – „Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ ist das die neue Corona-Variante „Omikron“ in Deutschland angekommen, wie der hessischen Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Samstagmorgen (27. November) auf Twitter mitteilte. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) teilte am Sonntag übrigens mit, dass es nun auch in Düsseldorf und Essen Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante gebe. Diese sollen nun mittels Sequenzierung überprüft werden.

Corona-Variante Omikron: Infizierter Reiserückkehrer landete am Flughafen Frankfurt

„Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert. Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus“, twitterte der in Hessen auch für Gesundheit zuständige Minister. Nach Angaben des Ministeriums in Wiesbaden reiste die Person über den Flughafen Frankfurt ein. Für alle Menschen, die in der letzten Woche aus dem südlichen Afrika zurückgekehrt sind, gab es noch eine Handlungsempfehlung: „Schränken Sie Ihre Kontakte ein und lassen sich testen!“, sagte Klose.

Omikron-Variante in den Niederlanden? 61 positive Corona-Fälle bei Flugzeugen aus Südafrika

Bereits am Freitag hatten infizierte Reiserückkehrer in den Niederlanden für Aufruhr gesorgt. Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert. Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 – auch Omikron genannt – handele, zitierte die Zeitung De Telegraaf in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Ein Sprecher des Gesundheitsamts sagte der Zeitung zufolge, dass mittlerweile 61 positive Ergebnisse vorlägen. Jedoch stehen einige Resultate wohl noch aus. Damit sind nun mindestens zehn Prozent der Reisenden infiziert. Zuvor war man von einer Rate von 13,6 Prozent ausgegangen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse.

Die infizierten Personen würden in einem bewachten Isolationshotel untergebracht, hieß es weiter. Wer ein negatives Testergebnis erhalte, dürfe den Flughafen verlassen, müsse aber fünf Tage lang in häusliche Quarantäne und sich nach fünf Tagen erneut testen lassen. Reisende mit einem positiven Testergebnis würden mindestens sieben Tage in dem Hotel bleiben, wenn sie Beschwerden hätten, und fünf Tage, wenn sie keine Beschwerden hätten.

Corona-Variante: Omikron führt zu Maßnahmen in ganz Europa – laut WHO „besorgniserregend“

Niederlande und viele andere Länder hatten wegen des Aufkommens der neuen Virusvariante ein Landeverbot für Flüge aus dem südlichen Afrika verhängen. Dieses galt ab Freitag, 12:00 Uhr. Passagiere, die aus der Region noch unterwegs waren, mussten sich nach Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol testen lassen und anschließend in Quarantäne begeben. Auch Deutschland und andere EU-Länder wie Dänemark, und Italien hatten Reisebeschränkungen verhängt.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest. Bis es darüber Klarheit gebe, kann es laut WHO noch Wochen dauern. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wurde am 29. November aktualisiert. Neuerung: Verdachtsfälle auf „Omikron“ nun auch in Düsseldorf und Essen.

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