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Kassenärzte-Chef Gassen sieht 2G-Regeln skeptisch – „schwierig umsetzbar“

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Andreas Gassen bei einer Pressekonferenz.
Der KBV-Chef Andreas Gassen steht der Umsetzung von bundesweiten 2G-Regeln skeptisch gegenüber (Symbolbild). © Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Ruf nach bundesweiten 2G-Regeln in der Corona-Pandemie wird immer lauter. Der KBV-Chef Andreas Gassen steht der Maßnahme jedoch skeptisch gegenüber.

Köln/Berlin – Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, zeigt sich skeptisch gegen 2G-Regeln in der Corona-Pandemie. Sie bedeuten, dass nur Geimpfte oder Genesene Zugang etwa zu Restaurants oder Veranstaltungen bekommen. „Aus medizinischer Sicht ist die 2G-Option grundsätzlich nachvollziehbar“, sagte Gassen der Deutschen Presse-Agentur. „Sie dürfte aber insgesamt schwierig umsetzbar sein.“

Verschärfung der Corona-Regeln? 2G-Maßnahme „hat Auswirkungen auf die Gesellschaft“

Der KBV-Chef bezog dies zum Beispiel auf Kinder, die derzeit nicht geimpft werden können. „Außerdem werden durch eine verpflichtende Einführung vor allem verfassungsrechtliche und gesellschaftspolitische Fragen aufgeworfen, die nicht von Medizinern beantwortet werden können“, gab er zu bedenken. „Eine solche Maßnahme hat Auswirkungen auf die Gesellschaft, die nicht außer Acht gelassen dürfen.“

Der Freistaat Sachsen hatte zu Wochenbeginn flächendeckend 2G-Regeln zum Beispiel für den Zutritt zu Gaststätten oder Veranstaltungen in Kraft gesetzt, um die stark steigenden Corona-Zahlen einzudämmen. Auf der Tagesordnung stehen solche Beschränkungen für Ungeimpfte auch in anderen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert 2G bundesweit, und zwar so schnell wie möglich. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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