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Brand auf Mallorca: Acht deutsche Urlauber bleiben weiter in Haft

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Feuer in einem Restaurant auf Mallorca.
Die Rauchwolke durch den Brand war auf Mallorca gut zu sehen. © 5vision/dpa

Wegen des Verdachts auf Brandstiftung müssen acht der 13 deutschen Urlauber auf Mallorca weiterhin in U-Haft bleiben. Die Männer aus Münster bestreiten die Vorwürfe.

Update vom 3. Juni, 10:04 Uhr: Acht der dreizehn deutschen Urlauber auf Mallorca, die einer Brandstiftung verdächtigt werden, müssen nach einem Bericht der Mallorca Zeitung in Untersuchungshaft bleiben. Das habe ein Untersuchungsrichter am späten Donnerstagabend angeordnet, nachdem er die Deutschen den Tag über in Einzelgesprächen verhört habe. Den Beteuerungen der Urlauber, sie hätten das Feuer nicht gelegt, schenkte der Richter offenbar wenig Glauben. Eine offizielle Mitteilung gab es zunächst nicht.

Wie die Zeitung weiter schreibt, sollen vier der Verdächtigen gegen Zahlung einer Kaution von jeweils 12.000 Euro frei kommen. Ein fünfter Urlauber kommt ohne Kaution wieder auf freien Fuß. Gegen alle 13 Beschuldigten habe der Richter aber eine Solidarhaftung in Höhe von 500 000 Euro für eingetretene Schäden angenommen. Diese Haftung kann wirksam werden, wenn es zu einer Verurteilung aller 13 als Mittäter käme.

Bei dem Brand in der Nähe des Ballermanns waren am 20. Mai zwei Gaststätten und eine Wohnung beschädigt worden. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen. Seither saßen die 13 jungen Deutschen in Untersuchungshaft.

Brand auf Mallorca: Deutsche Urlauber bestreiten die Vorwürfe

Erstmeldung vom 2. Juni, 20:19 Uhr: Palma – Die 13 deutschen Urlauber, die auf Mallorca der Brandstiftung verdächtigt werden, haben die Tat einem Zeitungsbericht zufolge bestritten. Sie hätten in Einzelgesprächen mit einem Untersuchungsrichter angegeben, das Vordach des Restaurants „Why Not“ unterhalb ihres Hotels nicht in Brand gesetzt zu haben, berichtete die Mallorca Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Justizquellen.

Brand auf Mallorca: 13 Deutsche in U-Haft – einige sollen Feuerwehrmänner sein

Stattdessen hätten sie versucht, andere im Hotel in der Nähe des Ballermanns vor dem Feuer zu warnen, bei dem Ende Mai zwei Gaststätten und eine Wohnung schwer beschädigt und zwei Menschen leicht verletzt worden waren. Einige der Deutschen sollen Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr sein.

Deutsche Urlauber der Brandstiftung auf Mallorca verdächtigt

Was war passiert? Die Deutschen, die laut Medien fast alle zwischen 24 und 29 Jahre alt sind und Kegelbrüder sein sollen, werden beschuldigt, am 20. Mai am Tag ihrer Ankunft auf der Insel bei einer Party auf zwei Balkonen ihrer Hotel-Zimmer brennende Zigarettenkippen auf das Terrassendach des Restaurants „Why Not“ geworfen und auch Alkohol darauf gegossen zu haben.

Das Dach aus Schilfrohr fing Feuer. Die Flammen beschädigten das Lokal und auch eine weitere Bar sowie eine angrenzende Wohnung. Es war von einem Sachschaden von mindestens 150 000 Euro die Rede. Zwei Menschen, ein Mann und ein junges Mädchen, seien leicht verletzt worden.

Brand auf Mallorca: Nachbarn belasten deutsche Touristen schwer

Da die Deutschen jetzt mit der Justiz kooperierten, sei nicht ausgeschlossen, dass die jungen Männer aus Münster, die seit knapp zwei Wochen in Untersuchungshaft sitzen, bald gegen eine Kaution freikommen und in die Heimat zurückzukehren könnten, schrieb die Zeitung weiter. Eine offizielle Mitteilung gab es zunächst nicht.

Die Deutschen waren gleich nach dem Brand festgenommen worden. Nachbarn sagten, sie hätten alles genau gesehen. „Die Touristen schauten sich das Ganze von ihrem Balkon aus an. Sie fingen an, das Feuer mit ihren Handys zu filmen, grölten und lachten“, wurde ein Mann von der Mallorca Zeitung zitiert. Ein anderer sagte dem Blatt: „Sie haben stundenlang in übereinanderliegenden Zimmern im 2. und 3. Stock des Hotels gefeiert. Die Musik war voll aufgedreht, sie haben Bier von einem Balkon auf den anderen und auch auf die Straße geschüttet.“ Auch Zigaretten hätten sie hinuntergeworfen. „Schnell stand das gesamte Dach in Flammen“, hieß es. Es sei „wie eine Bombe“ gewesen. (bs/dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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