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„Keine Zustellung möglich!“: DHL-Bote verweigert Lieferung und stößt auf Verständnis

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Von: Raffaela Maas

Ein DHL-Bote verweigerte die Paketzustellung und hinterließ einen Benachrichtigungszettel, der eine Erklärung lieferte. Die User im Netz zeigten sich verständnisvoll.

Dresden - Bei der Paketzustellung verläuft nicht immer alles nach Plan. Pakete, die in einem unmöglichen Zustand bei den Kunden ankommen, freche Nachrichten von Zustellern, die für Ärger sorgen, oder gar Pakete, die schlicht und einfach nicht zugestellt werden, sind keine Einzelfälle, wenn man die vielen Beschwerden über DHL, Hermes, DPD und Co. im Netz betrachtet. Auch ein Kunde in Dresden erlebte nun die Situation, dass das langersehnte Paket nicht zugestellt wurde. Doch in diesem Fall lieferte der DHL-Bote das Paket aus einem ganz besonderen Grund nicht aus.

Ähnlich erging es zuletzt einer DHL-Kundin, deren Päckchen nicht an dem gewünschten Ablageort abgelegt wurde. Auch in diesem Fall lieferte der Paketbote eine schriftliche Erklärung auf einem Lieferschein, die bei den Usern im Netz für Verständnis sorgte, berichtet tz.de.

DHL-Bote liefert Paket nicht aus - auf dem Lieferschein folgt die Erklärung

Obwohl er das Paket nicht auslieferte, hinterließ der DHL-Bote einen Lieferschein, der eine Erklärung liefern sollte. Die Nachricht des DHL-Boten lautete wie folgt: „Leider lag ein Hund vor der Haustür, ohne Leine! Keine Zustellung möglich“. Ein Foto des Benachrichtigungszettels wurde auf der Instagram-Seite „notesofgermany“ gepostet, auf der Instagram-User kuriose Zettel einsenden können, die sie gefunden haben.

DHL-Bote verweigert Zustellung - Instagram-User zeigen Verständnis

Obwohl der DHL-Bote das Paket nicht auslieferte, reagierten die User in diesem Fall verständnisvoll. Unter dem Beitrag sammelten sich nach kürzester Zeit einige Kommentare, von Usern, die dem Paketboten gegenüber allesamt Verständnis und Mitgefühl zeigten. „Ähm ja. Hätte ich auch nicht gemacht“, schrieb eine Userin. „Völlig in Ordnung und verständlich!“, kommentierte eine andere und eine weitere stimmte zu: „Kann ich verstehen“. Eine Userin, die nach eigenen Angaben bereits selbst bei der Post gearbeitet hat, merkte zudem an: „Gebissene Postzusteller*innen sind kein Klischee“.

Wie sich in den Kommentaren außerdem herausstellte, hatte der Bote instinktiv richtig gehandelt. „Freilaufender Hund. Da darf der Zusteller dann auf Anordnung des Betriebs nicht rein. Ein Hundebiss gilt als selbstverschuldeter Arbeitsunfall“, erklärte ein User, der sich offenbar mit der Paketzustellung auskannte. „Man sieht es ungern, wenn Zusteller gebissen werden, weil sie das Grundstück mit frei laufendem Hund betreten haben. Man hat uns klar kommuniziert, dass wir das nicht tun sollten ...“

Auf einem Benachrichtigungszettel von DHL steht: „Leider lag ein Hund vor der Haustür, ohne Leine! Keine Zustellung möglich“
Ein DHL-Bote lieferte einen Grund dafür, wieso er ein Paket nicht zustellte und bekam dafür Verständnis entgegengebracht. © Screenshot Instagram/ notesofgermany/ Erwin & Dominique

Es gab allerdings auch User, die der vom DHL-Boten beschriebenen Situation mit Humor begegneten. „Da wartet der Hund sehnsüchtig auf die Post, und sie wird ihm schlicht nicht zugestellt“, witzelte ein User und ein anderer kommentierte mit drei lachenden Emojis: „Das war blöd. Der Hund hat auf das Paket mit seiner neuen Leine gewartet“.

Weniger Verständnis zeigten die User einem Hermes-Boten gegenüber. Wie ein Kunde auf Facebook teilte, wurde bei der Zustellung offenbar sein Gartenhäuschen aufgebrochen - die fassungslosen Kommentare der User ließen da nicht lange auf sich warten. (rrm)

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