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Chaos in der FDP Hamburg – Rücktritt, Klage, Indiskretionen

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Christian Lindner Katja Suding und Michael Kruse beim Wahlkampfauftakt der FDP im Hotel Hotel Atlantic.
Ein Foto aus besseren Tagen: Christian Lindner, Katja Suding und Michael Kruse 2017 in Hamburg. © Hein Hartmann/dpa

Die FDP kommt nicht aus den Schlagzeilen – nach den desaströsen Wahlergebnissen bei den Landtagswahlen in diesem Jahr eskaliert nun ein alter Streit in Hamburg.

Hamburg – Eigentlich sollte es für Michael Kruse endlich mal wieder positive Schlagzeilen geben: Die aktuelle Gas-Krise der Bundesrepublik nutzte der energiepolitische Sprecher der FDP für eine Offensive in der Öffentlichkeitsarbeit. „Ich habe noch nie so viel gearbeitet wie jetzt“ sagte er kürzlich in einem Interview. Doch seit Wochen stehen dunkle Wolken über dem Hamburger Landesverband der FDP, dem Kruse seit 2021 vorsteht.

Ein Streit zwischen Kruse und vier Vertretern der Jungliberalen führte sogar zu einer Klage vorm Landesschiedsgericht. In der Zwischenzeit waren vertrauliche Emails an die Presse durchgestochen worden – offenbar mit dem Ziel, Kruse weiter zu beschädigen. Nun trat ein altgedienter Liberaler aus dem Landesvorstand der FDP Hamburg zurück.
Der Rücktritt von Carl Edgar Jarchow erfolgte nicht ohne eine Abrechnung mit Kruse und dem Landesvorstand, über die 24hamburg.de ausführlich berichtet.

Andere Kritiker Kruses fordern nun einen zeitnahen FDP-Parteitag in Hamburg, der die Geschehnisse aufarbeiten soll. Ex-Jungliberalen-Chef Carl Cevin-Key Coste spricht von „viel verbrannter Erde“.

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