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Wie viele Eurofighter und Tornado hat die Bundeswehr?

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Von: Nils Bothmann

Immer wieder fliegen Kampfjets der Bundeswehr über NRW. Doch wie viele Eurofighter und Tornado hat die Luftwaffe in Deutschland überhaupt?

Köln – Spätestens seit dem 24. Februar steht mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs die deutsche Wehrfähigkeit wieder im Blickpunkt des Interesses. Gleichzeitig fliegt Luftwaffe der Bundeswehr immer wieder Trainingsflüge: Vom Fliegerhorst Nörvenich bei Düren starten fast täglich Kampfflugzeuge. Gerade in Köln müssen sich Anwohner darauf einstellen, dass sie Flugzeuge hören und sehen. Seit Oktober 2022 sind diese auch immer wieder nachts unterwegs.

Dabei handelt es sich in erster Linie um Maschinen vom Typ Eurofighter Typhoon und Panavia 200 Tornado. Doch wie viele Kampfflugzeuge von diesen beiden Bauarten besitzt die Luftwaffe der Bundeswehr eigentlich?

Wie viele Eurofighter Typhoon hat die Bundeswehr?

Die Bundeswehr verfügt derzeit über 138 Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter, die sich auf vier Stützpunkte verteilen.

Bisher wurden drei Tranchen von Eurofightern ausgeliefert. Die ersten Nationen, die Maschinen vom Typ Eurofighter bestellten, waren die vier Entwicklerländer Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien. Mittlerweile haben auch Österreich, Saudi-Arabien, Omar, Kuwait und Katar Eurofighter-Kampfjets angeschafft. Eine vierte Tranche des Flugzeugs, das stetig weiterentwickelt wird, wurde im November 2020 in Auftrag gegeben und soll 2025 ausgeliefert werden. Auch Deutschland gehört erneut zu den Kunden: Die Maschinen der Tranche 4 sollen die Flugzeuge der Tranche 1 ersetzen.

Ein Kampfjet vom Typ Tornado IDS beim Start vom Flughafen Berlin-Schönefeld im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) im Juni 2016
Der Kampfbomber Tornado, hier vom Typ Tornado, erreicht so langsam sein „Pensionsalter“ © Carsten Vennemann/Bundeswehr/dpa

Wie viele Panavia 200 Tornado hat die Bundeswehr?

Derzeit hat die Bundeswehr 93 Maschinen vom Typ PA-200 Tornado im Bestand, von denen 85 Stück bei den Einsatz- und Ausbildungsverbänden der Luftwaffe im Einsatz sind. Insgesamt hatte Deutschland über die Jahre 359 Maschinen des Jagdbombers, der von 1979 bis 1998 produziert wurde, angeschafft. Allerdings leiden diese mittlerweile unter Materialermüdung – nach 30 Jahren wird das Material schwach. Aus diesem Grund habe der Tornado „sein Pensionsalter erreicht“, wie die Bundeswehr auf ihrer Homepage ausführt.

Doch es gibt bereits Planungen für den Ersatz des altgedienten Jagdbombers. Die Bundeswehr plant die Anschaffung von insgesamt 50 neuen Flugzeugen, welche die 93 bisherigen Kampfjets ersetzen sollen. Dabei handelt es sich um 15 Eurofighter ECR und 35 Maschinen vom Typ F-35, die vom amerikanischen Hersteller Lockheed Martin stammen.

Dies dient auch der nuklearen Teilhabe Deutschlands: Dabei erhalten Verbündete der USA, die das amerikanische Kampfflugzeug nutzen, im Ernstfall Zugriff auf Atombomben als Teil des Abschreckungskonzepts der Nato. Langfristig soll ein gemeinsam mit Frankreich und Spanien entwickeltes neues Flugzeug, Projektname Future Combat Air System (FCAS), die Tornados ersetzen, doch nach Expertenmeinungen ist nicht vor 2040 mit einem Einsatz der neuen Flieger zu rechnen. (nbo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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