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Wetter in Deutschland: Nach Hitze und Dürre - Erste Regionen erwarten Unwetter und Regen

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Von: Anna Lorenz

Das Wetter in Deutschland teilt die Woche in eine sommerliche, sowie eine regenreiche Hälfte. Wer allerdings auf ordentlich Wasser hofft, um die Dürre zu bekämpfen, wird eventuell enttäuscht werden.

Update vom 15. August, 17.42 Uhr: Weiterhin gibt der DWD für Deutschland mehrere Wetter-Warnungen heraus. In der gesamten Nordosthälfte der Bundesrepublik sowie im Südwesten wird um 17 Uhr vor starken Gewittern gewarnt. Im Osten kann es teils zu heftigem Starkregen und Hagel kommen, im Westen ebenfalls zu Starkregen und Sturmböen. Im Nordosten wird zudem ausdrücklich auf eine starke Wärmebelastung hingewiesen.

Auch in Bayern gibt es nun erste Warnungen. Am Alpenrand im Westen des Freistaats wird indessen vor starkem Gewitter gewarnt. Betroffen ist die Region von der Grenze zu BaWü und Garmisch-Partenkirchen. Hier wird vor Starkregen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde gewarnt.

Erstmeldung vom 15. August: München – „Tiefs übernehmen jetzt die Regie“, so kündigt Meteorologe Georg Haas vom Wetterdienst wetter.com das Geschehen diese Woche an. Gewitter, Starkregen und Unwetter, all das ist dank eines Atlantiktiefs in den nächsten Tagen zu erwarten. Von dem äußerst notwendigen Regen profitieren aber nicht alle.

Wetter in Deutschland: Woche bringt Gewitter – Doch nicht jeder profitiert

Ein derzeitiges Tief bei Island führt zu einem zweiten, „giftigen Tief“, das im Laufe der Woche vom Atlantik heranziehen und sein Zentrum nach Deutschland verlegen wird, prognostiziert Haase. Derzeit ist es im Norden und Osten noch sehr schwül, Niederschläge und lokale Gewitter sind am Montag (15. August) eher im Süden und der Mitte Deutschlands zu erwarten. Große Wolken mit riesigen Regenmengen ziehen nachmittags immer weiter landeinwärts und bringen Starkregen und Unwetter mit Hagel und Sturmböen mit sich.

Im Norden, Nordosten und äußersten Süden können auch heftige Gewitter entstehen, im Westen und Süden bleibt es hingegen eher bei örtlichen Schauern. Bundesweit wird es „doch sehr dampfig“, wie Meteorologe Paul Hager von ntv-Wetter berichtet. Die Höchstwerte liegen im Norden bei 32 Grad Celsius, im Bergland sind 23-24 Grad Celsius zu erwarten.

Nach einem trockenen Dienstag mit Temperaturen von 28-33 Grad Celsius im Osten und Süden teilt der Mittwoch Deutschland. Im Osten wird es sonnig bei bis zu 35 Grad Celsius, im Westen bringen viele Wolken Schauer, Gewitter und Unwetter. Auch von Südwesten her zieht Regen auf. Der Donnerstag bringt schließlich auch den Osten, in dem dann schwülwarme 33 Grad Celsius herrschen, in immense Unwettergefahr.

Freitags soll es bundesweit regnen, im Süden bei nur noch 19 Grad Celsius, sodass das Wochenende Hitze und Schwüle in Deutschland endgültig beendet. Wie beide Meteorologen allerdings betonen, öffnet der Himmel seine Schleusen die ganze Woche über sehr unterschiedlich. Insbesondere starke Regengüsse sind äußerst lokal, sodass gerade die ausgezehrten Gewässer womöglich nur unzureichend wiederaufgefüllt werden. Über lokale Unwetter berichtet auch heidelberg24.de.

Regen, Gewitter, Unwetter: Flüsse brauchen dringend Wasser – Erste Notfallmaßnahmen bereits ergriffen

Die anhaltende Trockenheit setzt den Gewässern hierzulande stark zu. Vor allem die extremen Niedrigstände im Rhein belasten die Binnenschifffahrt und führen zu Lieferengpässen in der Industrie. Wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung über ihr Portal Elwis mitteilte, führe der Fluss kurz vor der niederländischen Grenze nur vier Zentimeter hoch Wasser. Der historische Tiefstand wird, so die Prognose, am Nachmittag des Dienstags (16. August) in Emmerich sogar einen Pegel von Null erreichen. „Solange es nicht regnet, geht es weiter bergab“, äußerte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamt Rhein am Sonntag (14. August).

Das Foto zeigt zwei Kinderfüße in gelben Gummistiefeln, die gerade in eine Regenpfütze springen wollen.
Der kommende Regen reicht für spritzigen Spaß beim Spaziergang; die Niedrigstände der Wasserpegel in Deutschlands Flüssen werden sich aber wohl nicht erheblich verbessern. (Symbolbild) © Philippe Degroote IMAGO / Addictive Stock

Auch das Landesumweltministerium Brandenburgs lässt am Montag (15. August) viele Schleusen im Spreewald schließen, damit der unterhalb gelegene Abfluss der Spree nicht komplett zum Erliegen komme. Da das Wasser somit weitgehend in der Hauptspree bleibe, könne es zum Trockenfallen abgeschnittener Gräben und Flussarme kommen. Im Falle eines Fischsterbens würden Notabfischungen organisiert.

„Trotz leichter Niederschläge wird die Niedrigwassersituation auch in den kommenden Wochen die Pegelstände prägen“, befürchtet Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP). Im Gespräch mit der Rheinischen Post äußerte er am Montag (15. August) allerdings auch die Hoffnung, dass „[f]ür die zweite Monatshälfte im August und die erste Septemberhälfte“ Experten zufolge „leichte Wasseranstiege und eine Stabilisierung der Wasserstände auf niedrigem Niveau“ einträten. „Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass wir uns langfristig aufgrund des Klimawandels immer wieder auf extreme Niedrigwassersituationen einstellen müssen“, so der FDP-Politiker.

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