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Schwerer S-Bahn-Unfall bei München: Neue Details zum Hergang – Bergung beendet

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Von: Nadja Austel, Delia Friess, Sarah Neumeyer

Bei München kollidieren zwei S-Bahnen auf einer eingleisigen Strecke. Ein Mensch ist tot, 25 Menschen werden verletzt. Die Ermittlungen der Polizei gehen weiter.

Update vom Freitag, 18.02.2022, 20.27 Uhr: Vier Tage nach dem tödlichen S-Bahn-Unglück im Landkreis München ist die Bergung der beiden Züge von der Strecke abgeschlossen. Am Freitagnachmittag (18.02.2022) seien die letzten Zugteile auf Gleisen in den Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn gezogen worden, teilte die Bahn mit. Ersten Einschätzungen zufolge werde die Strecke aber wohl mindestens noch bis Ende kommender Woche gesperrt bleiben. Das Ausmaß der Schäden an Oberleitung, Gleise, Schwellen und Schotter werde nun von Experten begutachtet.

Bei dem Unfall am Montagnachmittag (14.02.2022) in Schäftlarn bei München war ein 24-jähriger Fahrgast getötet worden, 18 Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. Zu den Schwerverletzten zählen auch die beiden Triebwagenführer der S-Bahnen.

Die Ermittlungen zu dem schweren Unfall liefen auch am Freitag weiter. Von der Staatsanwaltschaft waren keine Neuigkeiten zu erfahren. Ermittler hatten am Donnerstag bekanntgegeben, dass sich die Untersuchungen auf einen der beiden Lokführer und ein auf Rot stehendes Haltesignal konzentrierten. Die S-Bahn des 54-Jährigen, der schwer verletzt wurde, habe vermutlich ein Haltesignal überfahren, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dabei betonte sie aber, es sei zu früh zu sagen, ob es sich dabei um menschliches oder technisches Versagen gehandelt habe. Die Ermittlungen dürften Wochen, wenn nicht Monate dauern.

Mit einem Spezialkran heben Techniker den Triebwagen von einem der beiden verunglückten S-Bahn Züge von den Schienen.
Mit einem Spezialkran heben Techniker den Triebwagen von einem der beiden verunglückten S-Bahn Züge von den Schienen. © Uwe Lein

Schwerer S-Bahn-Unfall bei München: Neue Details zum Hergang bekannt

Update von Donnerstag, 17.02.2022, 12.30 Uhr: Nach dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen der beiden Triebwagenführer. Nach derzeitigem Stand habe ein Zug vermutlich ein Haltesignal überfahren, teilten die Ermittlungsbehörden am Donnerstag laut dpa mit. Bei dem Unfall waren am Montag (14.02.2022) ein Mensch getötet und 25 Menschen verletzt worden.

S-Bahn-Kollision nahe München: „Keine Anzeichen für technisches Versagen“

+++ 11.00 Uhr: Nach dem S-Bahn-Unfall bei München will die Bahn am Donnerstag (17.02.2022) mit der Bergung der beiden frontal zusammengestoßenen Züge beginnen. Zur Vorbereitung der Bergungsarbeiten sei in der Nacht zum Mittwoch der Fahrdraht der Oberleitung auf einer Länge von mehreren hundert Metern abgebaut worden, teilte die Deutsche Bahn mit. Bisher konnte die Bergung noch nicht angegangen werden, weil die Untersuchungen an der Unfallstelle noch nicht abgeschlossen waren.

Wie die DB mitteilte, kann erst nach der Freigabe der Unfallstelle vollumfänglich mit den Aufräum- und Reparaturarbeiten begonnen werden. Erst nach der Bergung ließen sich auch die Schäden an der Infrastruktur begutachten.
Eine Prognose, wann die Strecke wieder freigegeben werden kann, sei noch nicht möglich. Der Streckenabschnitt zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen blieb gesperrt, die Bahn setzte weiter Ersatzverkehre ein.

S-Bahn-Kollision nahe München: „Keine Anzeichen für technisches Versagen“

Update vom Mittwoch, 16.02.2022, 08.00 Uhr: Nach dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen südlich von München, bei dem ein Fahrgast starb und 18 Menschen verletzt wurden, gehen am Mittwoch (16.02.2022) die Ermittlungen der Polizei weiter. „Da sind Spezialisten draußen, die noch einiges ausmessen müssen mit technischem Spezialgerät“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Münchens. „Deshalb ist es fraglich, ob schon mit der Bergung angefangen wird.“ Zur Vorbereitung der Bergung, aber auch für die Ermittlungsakten war der Unfallort nahe dem Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn mithilfe von Drohnen aus der Luft fotografiert worden.

Als Ursache für die Kollision wird menschliches Versagen vermutet. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Dienstag (15.02.2022): „Nach gegenwärtigem Stand gibt es keine Hinweise darauf, keine Anzeichen dafür, dass es um technisches Versagen geht.“ Im Moment möglicherweise eher im Vordergrund stehe, „dass einer der beiden Triebwagenführer, der Lokführer einen Fehler gemacht haben könnte“. Die beiden Lokführer waren am Dienstag noch nicht vernehmungsfähig. Dafür stellten die Ermittler die Fahrtenschreiber der beiden Triebwagen sicher und vernahmen Zeugen.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn geht an der Unfallstelle zweier aufeinander geprallter S-Bahnen in der Nähe des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn vorüber.
Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn geht an der Unfallstelle zweier aufeinander geprallter S-Bahnen in der Nähe des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn vorüber. © Matthias Balk/dpa

Die Unfallstrecke ist nach Angaben aus Bahnkreisen mit einer elektronischen Sicherung ausgestattet. Die Technik überwache den Zugverkehr und könne Züge im Notfall automatisch bremsen. Dieses System hat offenbar auch angeschlagen und mindestens einen Zug gebremst. Die Bahnstrecke bleibt bis auf weiteres gesperrt, ebenso die Bundesstraße, die unterhalb der Unfallstelle vorbeiführt. Die Bahn richtete einen Ersatzverkehr mit Pendelbussen und Taxis ein.

S-Bahn-Unfall bei München: Ein Toter – Innenminister über Ermittlungen

+++ 13.15 Uhr: Am Tag nach dem Frontalzusammenstoß zweier S-Bahnen in Schäftlarn bei München ist die Unfallursache noch immer ungeklärt. Die Untersuchungen laufen jedoch unter Hochdruck. „Wir können dazu noch nichts sagen, wir sind mitten in den Ermittlungen“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag (15.02.2022). Gutachter sollen die Arbeit unterstützen. Auch die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gemeinsam mit der Polizei und teilte mit: „Die Ermittlungen werden wie immer ergebnisoffen und mit Hochdruck geführt, es ist noch zu früh, weitere Informationen zu geben.“

Laut dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) prüfen die Ermittler derzeit, ob der Frontalzusammenstoß durch menschliches Versagen verursacht wurde. „Für technisches Problem gibt es derzeit keinerlei Anzeichen“, sagte er am Dienstag der Bild-Zeitung.

Ein Kran ist an der Unfallstelle im Einsatz. Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München sind am Montag ein Mensch getötet und mehr als zehn verletzt worden. Es habe eine niedrige zweistellige Zahl an Verletzten gegeben, berichtete ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums.
Ein Kran ist an der Unfallstelle im Einsatz. Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München sind am Montag ein Mensch getötet und mehr als zehn verletzt worden. Es habe eine niedrige zweistellige Zahl an Verletzten gegeben, berichtete ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums. © Matthias Balk/dpa

S-Bahn-Unglück nahe München: Unfallstelle noch immer gesperrt

Erste Zeuginnen und Zeugen des Unfalls zweier S-Bahnen nahe München wurden bereits vernommen, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Lokführer, die sich unter den sechs Schwerverletzten befinden, seien laut dem Polizeisprecher jedoch noch nicht vernehmungsfähig. Jedoch seien auch die Fahrtenschreiber beider Triebwagen mittlerweile sichergestellt worden. Zudem wurde der Unfallort südlich von München aus der Luft fotografiert. Dies sei im Zuge von Ermittlungen geschehen, aber auch zur Vorbereitung der Bergung. Diese werde nicht vor Mittwoch (16.02.2022) beginnen, sagte ein Polizeisprecher außerdem.

Die Bahnstrecke bleibt bis auf Weiteres gesperrt, ebenso die Bundesstraße, die knapp unter der Unfallstelle vorbeiführt. Wie es hieß, müsse auch die Statik des Bahndamms geprüft werden. Die Deutsche Bahn gab noch keine Prognose ab, wann die Strecke wieder freigegeben werden kann. Zunächst müssten weitere Untersuchungen stattfinden. Erst nach der Freigabe der Unfallstelle könne mit Aufräum- und Reparaturarbeiten begonnen werden.

Schwerer S-Bahn-Unfall bei München: Ein Toter – Bergungsaktion dauert an

Update vom Dienstag, 15.02.2022, 10.01 Uhr: Einen Tag nach dem schweren S-Bahn-Unfall südlich der bayerischen Landeshauptstadt München sind noch immer viele Fragen offen. Im Mittelpunkt stehen aktuell die Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls und die Bergung der beiden Bahnen. Wie konnte es zu dem Unglück kommen, bei dem ein Fahrgast starb und 18 Menschen verletzt wurden? Die Staatsanwaltschaft München I leitet laut Polizei die Ermittlungen zur Unfallursache. Gutachter unterstützen ihre Arbeit.

Neben dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zeigte sich auch die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) betroffen über das Unglück. „Es ist schockierend, wenn man sieht, welche Kräfte da aufeinanderprallen, wenn zwei Züge zusammenstoßen. Meine Gedanken sind vor allem bei den Angehörigen des Verstorbenen, aber auch bei den Verletzten“, sagte Schreyer.

S-Bahn-Unglück bei München: Bergung hält an

Bei der Rettungsaktion waren bis in die Nacht etwa 680 Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Die Bergung erschwerte, dass die Gleise erhöht auf einem Bahndamm liegen. Das Technische Hilfswerk sei die ganze Nacht vor Ort gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehreinsatzzentrale im Landkreis München am Dienstag. Auch im Laufe des Dienstages werde nach Angaben der Deutschen Bahn weiter an der Bergung gearbeitet. Die Bahnstrecke ist weiterhin gesperrt, jedoch wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Bei dem Toten handelte es sich nach Polizeiangaben um einen 24-jährigen Mann. 18 Menschen wurden verletzt, fünf von ihnen schwer. Die 13 weiteren erlitten mittelschwere Verletzungen. Zudem seien 25 Personen ambulant versorgt worden. In den Zügen befanden sich insgesamt 95 Menschen. Einige konnten sich selbst aus den Waggons befreien. Auch Rettungskräften halfen Insassen aus den Zügen heraus.

Rettungskräfte arbeiten an der Unfallstelle. Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München sind am Montag ein Mensch getötet und mehr als zehn verletzt worden. Es habe eine niedrige zweistellige Zahl an Verletzten gegeben, berichtete ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums.
Rettungskräfte arbeiten an der Unfallstelle. Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München sind am Montag ein Mensch getötet und mehr als zehn verletzt worden. Es habe eine niedrige zweistellige Zahl an Verletzten gegeben, berichtete ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums. © Matthias Balk/dpa

Schwerer S-Bahn-Unfall bei München: Ein Todesopfer und 18 Verletzte

Update vom Dienstag, 15.02.2022, 07.35 Uhr: Bei einem Zusammenstoß zweier S-Bahnen in Schäftlarn bei München ist am Montagabend (14.02.2022) ein 24 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. 18 Menschen wurden verletzt, fünf davon schwer, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit. Unter den Schwerverletzten waren auch die beiden Lokführer. Die betroffene Bahnstrecke war zunächst auch am Dienstag noch gesperrt.

Zu den möglichen Ursachen machte die Polizei weiterhin keine Angaben. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt. Die Strecke an der Unfallstelle ist eingleisig. Nach Angaben der Polizei waren bis zu 800 Einsatzkräfte vor Ort. Auch Hubschrauber von Polizei und Rettungshelfern waren im Einsatz. 

Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen südlich von München ist am Montag (14.02.2022) eine Person tödlich verletzt worden.
Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen südlich von München ist am Montag (14.02.2022) eine Person tödlich verletzt worden. © Matthias Balk/dpa

S-Bahn-Unfall bei München: Ein Todesopfer und mehrere Verletzte

+++ 22.41 Uhr: Die Zahl der Verletzten nach dem S-Bahn-Unfall in München ist auf 18 gestiegen. Wie Polizeisprecher Andreas Franken der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, hätten fünf Menschen schwere Verletzungen erlitten, 13 seien mittelschwer verletzt worden. 25 Insassen aus den beiden S-Bahnen seien zudem ambulant versorgt worden. Insgesamt befanden sich 95 Menschen in den Waggons. Ein Fahrgast starb bei dem Unglück.

Die zwei S-Bahnen stießen gegen 16.35 Uhr nahe dem Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn zusammen, berichtete der Sprecher. Die Ursache war zunächst noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen waren die Züge südlich von München in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs. In dem Bereich ist die Bahnstrecke eingleisig. Warum beide Züge gleichzeitig auf der Strecke fuhren, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte Franken.

S-Bahn-Unglück nahe München: Großeinsatz an Bahnstrecke

+++ 21.20 Uhr: Eine Sprecherin der Polizei korrigierte am Abend gegenüber der Nachrichtenagentur AFP die Anzahl der Verletzten bei dem S-Bahn-Unglück nahe München auf 14 Menschen. Ein Verletzter war den Angaben zufolge eingeklemmt gewesen, konnte aber mittlerweile befreit werden. Die Bergungsarbeiten dauerten am Abend weiter an. Zu den möglichen Unfallursachen wollte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Nach den weiteren Angaben waren mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort. Auch Hubschrauber von Polizei und Rettungshelfern seien im Einsatz. Die Bahnstrecke zwischen Großhesselohe Isartalbahnhof und Wolfratshausen wurde gesperrt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich bestürzt über den Unfall. „Das sind schreckliche Nachrichten“, schrieb er auf Twitter. „Wir trauern mit den Angehörigen und wünschen allen Verletzten des S-Bahn-Unglücks schnelle Genesung.“ „Den Angehörigen der Unfallopfer gehört unser tiefes Mitgefühl“, erklärte auch der Chef der S-Bahn München, Heiko Büttner. „Den Verletzten wünschen wir eine baldige und vollständige Genesung.“

München: Todesopfer und mehr als zehn Verletzte bei S-Bahn-Zusammenstoß

Erstmeldung vom 14.02.2022: Schäftlarn/München – Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen südlich von München sind am Montag (14.02.2022) ein Mensch getötet und mehr als zehn verletzt worden*, berichtet merkur.de. Das Todesopfer wurde nun von offizieller Seite bestätigt, der Großeinsatz ist weiter im vollen Gange. Die Zahl der Verletzten wird laufend nach oben korrigiert. Aktuell spricht die Polizei von 30 Verletzten. Wie die Polizei berichtete, sind die Bahnen gegen 16.40 Uhr im Bereich des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn im Landkreis München zusammengestoßen. Der Bahnhof liegt an der Strecke der S7 nach Wolfratshausen.

Die beiden Bahnen sind offenbar an einem Hang, etwa in der Höhe zum Abzweig der Straße zum Kloster, zusammengestoßen. Das Gelände ist laut einer Augenzeugin schwer zugänglich. Den Schilderungen von Augenzeugen zufolge ereignete sich der Unfall auf einem Streckenabschnitt zwischen Ebenhausen und Schäftlarn, der eingleisig verläuft. Offenbar wollte die S-Bahn in Richtung Wolfratshausen gerade um die letzte Kurve biegen, bevor sie in Sichtweite des Bahnhofs Ebenhausen kam. Aus noch unklarer Ursache war da die S-Bahn in Richtung München bereits losgefahren und die beiden Züge stießen zusammen. Derzeit sind Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz. Zahlreiche Rettungsdienste sind vor Ort und kümmern sich um Verletzte und Menschen, die offenbar unter Schock stehen. Wärmedecken werden ausgegeben. Hubschrauber kreisen über das Gelände und Zeugen werden befragt.

Rettungskräfte arbeiten an der Unfallstelle. Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München sind am Montag ein Mensch getötet und mehr als zehn verletzt worden.
Rettungskräfte arbeiten an der Unfallstelle. Beim Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München sind am Montag ein Mensch getötet und mehr als zehn verletzt worden. © Matthias Balk/dpa

S-Bahn-Unfall nahe München – Augenzeugin berichtet von verkeilter Fahrerkabine

Nach Angaben eines Passagiers sei die S-Bahn Richtung Wolfratshausen immer wieder stehen geblieben. In Pullach habe sie insgesamt 10 Minuten im Bahnhof gestanden. Die Verspätung der Bahn habe bereits 20 Minuten betragen. Als die S-Bahn kurz vor Ebenhausen stehenblieb, habe es plötzlich einen Knall gegeben. Der befragte Passagier, der im vorderen Wagen gesessen hatte, sei nach vorne in einen Sitz geschleudert worden. 30 bis 40 Menschen hätten sich im vorderen Wagen befunden, darunter viele Schüler, viele Kinder.

Eine weitere Augenzeugin, die in der S-Bahn Richtung Wolfratshausen ganz hinten gesessen hatte, habe sich zunächst gewundert, dass die Bahn so kurz vorm Bahnhof Ebenhausen stehen blieb. Kurze Zeit später spürte und hörte sie einen heftigen Knall. Auch sie sei nach vorne geschleudert worden. Die Passagiere hätten dann Qualm bemerkt und, hätten das Abteil verlassen. Die Augenzeugin habe dann aus einigem Abstand zum Zug gesehen, dass die Bahn, die Richtung München fahren sollte, frontal in den Zug nach Wolfratshausen gefahren war. Die Fahrerkabinen seien ineinander verkeilt gewesen. (Nadja Austel mit Material von dpa/afp) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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