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Zukunftsangst: Was Krisen mit uns machen – Studie zeigt die Folgen

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Von: Nina Büchs

Eine Frau sitzt auf einer Couch, auf einem Tisch vor ihr stehen Kerzen.
In der Gesellschaft ist eine tiefsitzende Verunsicherung spürbar, viele Deutsche haben Zukunftsängste. (Symbolbild) © Antonio Guillen Fernández/Imago

Kölner Psychologen haben in einer Studie herausgefunden, dass zwei Drittel der Deutschen ängstlicher in die Zukunft blicken. Corona, Klimawandel und Flut hinterlassen Spuren.

Köln – Das Coronavirus, die Flutkatastrophe, der Klimawandel – in der aktuellen Zeit folgt eine Krise auf die andere. Das hat auch bei den Menschen Spuren hinterlassen – und ihr Denken und Handeln verändert. Wie eine neue Studie von Psychologen des „Rheingold Instituts“ in Köln aufzeigt, blicken nun zwei Drittel der Deutschen ängstlicher in die Zukunft.

Mehr Angst: So schauen wir in die Zukunft – und ziehen uns zurück

Viele haben sich zuletzt immer mehr in ihr „Schneckenhaus“ zurückgezogen, ihre Freundeskreise neu sortiert. Dem, was in der Welt oder auf nationaler Ebene passiert, wurde weniger Beachtung geschenkt – stattdessen konzentrierten sich die Menschen auf sich selbst und ihr unmittelbares Umfeld: Freunde und Familie. Zeitgleich wuchs der Argwohn gegenüber Politik und Institutionen. Doch einige haben während der Krise auch eine neue Kraft entwickelt und großen Tatendrang, privat mit Gleichgesinnten etwas in der Welt zu bewirken.

Studie „Psychologische Grundlagenstudie zum Stimmungs- und Zukunftsbild in Deutschland“

Die Studie des Rheingold Instituts „Psychologische Grundlagenstudie zum Stimmungs- und Zukunftsbild in Deutschland“ wurde für die Identity Foundation (Gemeinnützige Stiftung für Philosophie) erstellt. Im Rahmen der qualitativen und quantitativen Studie wurden unter anderem tiefenpsychologische Interviews mit 64 Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 18 und 64 aus Hamburg, Rostock, Köln, Dresden und München durchgeführt.

Psychologen des Kölner Rheingold Instituts haben diese Erkenntnisse im Rahmen von tiefenpsychologischen Interviews gewonnen. Mit 64 Teilnehmern haben sie detailliert über ihren Blick in die Zukunft gesprochen. Und konnten die „Zukunfts-Strategien“ der Deutschen in sechs verschiedene Kategorien einordnen.

Studie aus Köln: So hat sich der Blick der Deutschen in die Zukunft verändert

Weniger Weltoffenheit, größerer Fokus auf sich selbst? Zehn Erkenntnisse der Studie aus Köln

Was ist das „Rheingold Institut“?

Das Rheingold Institut steht für tiefenpsychologische Marktforschung. Das Team besteht aus 45 festen und 55 freien Mitarbeiter – überwiegend Diplom-Psychologen. Sie analysieren dort unbewusste seelische Einflussfaktoren und Sinnzusammenhänge mit eigens entwickelter Methoden. Das Rheingold Institut hat Standorte in Köln, San Francisco und Shanghai.

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