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Ukraine-Krieg: Kinder mit Behinderung aus Waisenhaus in Odessa in Köln angekommen

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Ein ukrainisches Kind im Rollstuhl auf der Flucht aus dem Land und der Flughafen Köln/Bonn (Montage).
Kinder mit zum Teil schweren Behinderungen aus der Ukraine sind am Mittwoch am Flughafen Köln/Bonn angekommen (Symbolbild/Montage). © Reichwein/Imago & Augst/Eibner-Pressefoto/Imago

Flucht vor Ukraine-Krieg: 37 Kinder mit teils schweren Behinderungen sind am Flughafen Köln/Bonn angekommen. Sie wurden mit einer polnischen Regierungsmaschine eingeflogen.

Warschau/Köln – In einer gemeinsamen Aktion haben die Frauen der Präsidenten Polens und Deutschlands, Agata Kornhauser-Duda und Elke Büdenbender, den Transport von 37 Kindern mit teils schwersten Behinderungen aus der Ukraine nach Deutschland organisiert. Die Kinder mit ihren Betreuerinnen und Betreuern aus einem Waisenhaus in Odessa trafen am Mittwoch in Begleitung von Kornhauser-Duda mit einer polnischen Regierungsmaschine am Flughafen Köln/Bonn ein.

Ukraine-Krieg: Behinderte Kinder aus Odessa kommen ins Christliche Jugenddorfwerk in Koblenz

Sie sollen in einer Einrichtung des Christlichen Jugenddorfwerks (CJD) in Koblenz aufgenommen werden. Dieses habe innerhalb kürzester Zeit die Räumlichkeiten sowie die erforderliche medizinische Betreuung organisiert und bereitgestellt, teilte das Bundespräsidialamt mit. Die Kinder und ihre Betreuer waren zunächst in Bussen aus der von Russland angegriffenen Ukraine nach Polen gebracht worden.

„Die Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren gehören zu den Schwächsten der Schwachen. 17 von ihnen können nur liegend transportiert werden. Auch ihre gesundheitliche Situation ist teilweise sehr schwierig“, sagte CJD-Vorstandsmitglied Petra Densborn. „Die traumatischen Erfahrungen des Krieges und der Flucht können wir den behinderten Kindern, den Betreuerinnen und deren Kindern nicht nehmen. Wir können ihnen jedoch geschützte Räume geben und sie dabei unterstützen, die schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten. Zumal behinderte Kinder eine besonders intensive Traumabewältigung benötigen.“

Ukraine-Geflüchtete: Kinder mit Behinderung am Flughafen Köln/Bonn angekommen

Elke Büdenbender betonte, Polen leiste Außerordentliches bei der Aufnahme und der Betreuung der Flüchtlinge aus der Ukraine, die vor einem mörderischen Krieg fliehen würden. Weiterreisen hätten die Kinder dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal, Behörden und Ministerien in Polen und Deutschland gekonnt. Wichtig sei auch die Unterstützung der polnischen Flugbereitschaft, des Bundeswehrkrankenhauses in Koblenz und des dortigen Klinikums Kemperhof sowie des Christlichen Jugenddorfwerks gewesen.

Die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wollte die Kinder und ihre Betreuer eigentlich auf dem Flughafen Köln/Bonn in Empfang nehmen. Sie und ihr Mann befinden sich jedoch infolge einer Corona-Infektion seit Dienstag in Isolation. Büdenbender würdigte den unermüdlichen Einsatz von Kornhauser-Duda für diejenigen in unserer Gesellschaft, die die größte Solidarität und Unterstützung bräuchten. (bs/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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